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Stillen ist bunt

Weltstillwoche.

In diesem Jahr ist das Motto:
Support Breastfeeding a healthier Planet
(Stillen unterstützen für einen gesünderen Planeten)
Es geht nicht darum Pre Nahrung, oder Mütter die darauf zurückgreifen (müssen), schlecht zu machen, schließlich ist stillen bunt!

Allerdings werden in vielen, vielen Ländern die Mütter, trotz sehr schlechter Trinkwasserqualität, dazu gedrängt Formularnahrung zu verwenden.
Es ist also um so wichtiger darüber aufzuklären, wie sich die Herstellung und Verwendung von Säuglingsnahrung
auf die Umwelt und den Klimawandel auswirkt.
Wusstest du z.B., dass nach Angaben der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) für 1kg Milchpulverproduktion und -verarbeitung ca. 21kg CO2 Treibhausgas ausgestoßen werden?

Stillen ist so viel mehr als Nahrungsaufnahme.
Stillen wirkt sich positiv auf die Gesundheit des Menschen und unseren Planeten aus.

Da ich allerdings weiß, dass dieses Thema schnell triggern kann, möchte ich noch etwas grundsätzliches über die Säuglingsnahrung erklären, das mir persönlich, als Still-und Flaschenmamma sehr wichtig ist:

Das Leben ist nicht nur schwarz oder weiß und so ist es auch beim Stillen.
Es gibt nicht nur den einen richtigen Weg.
Du versagst nicht und machst es falsch, wenn es gerade zum Anfang nicht so läuft.
Auch machst du nichts falsch, wenn du, kurz oder langfristig, zufüttern musst oder auch gar keine Kraft mehr hast und komplett abstillst.

 
 
 
 
 
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Unsere Geschichte (Teil 4)

Tag der Geburt! Die Geburt verlief schnell und ohne Komplikationen, doch schon im ersten Moment verspürte ich nicht die Euphorie und Liebe, wie eine Mutter es nach der Geburt verspüren sollte. Er lag mehr im Glaskasten neben mir, als auf mir oder zusammen mit mir im Bett.
Die ersten 2 Tage war er sehr entspannt, doch dann fing das Schreien an.
Kein Weinen oder Wimmern, weil er hunger hatte oder die Windel voll war.

Nein, exzessives, ohrenbetäubendes Schreien, bis zu 12 Stunden am Tag und das dann über 8 Monate hinweg.

Neben der Diagnose Regulationsstörung und den vielen Problemen beim Stillen, der Flaschennahrung und auch bei der Beikost, ausführlich habe ich meine Stillgeschichten auf meinem Blog erzählt (Link in der Bio) hatte er mehrere Blockaden und Verspannung, die mit 8 Monaten erkannt und behandelt wurden.

Da er meistens etwas ruhiger war wenn andere Leute um uns waren, erkannte auch niemand, wie schlecht es mir ging und ich immer weiter in die Wochenbettdepression rutschte.
Als der Kleckermann ungefähr 4 oder 5 Monate alt war, hatten wir Kontakt zu einer Familienhebamme. Allerdings war diese keine Unterstützung, sondern löste mit ihrem Wunsch, alles genau zu dokumentieren, noch mehr Stress in mir aus.
Aus diesem und noch weiteren Gründen nahmen wir diese „Hilfe“ nicht mehr in Anspruch.
Da wir keinerlei Unterstützung hatten, bzw. es mir durch Depression und die Erfahrungen mit der Familienhilfe nicht mehr möglich war Hilfe anzunehmen, war die Eltern-Kind-Bindung, aber auch die Beziehung zu meinem Mann, massiv gestört.
Als der Kleckermann 1 Jahr alt war, machte ich eine Gruppentherapie, durch die es dann aber deutlich besser wurde.

Bullshit der Woche

Bullshit der Woche (77)

Diese Aussage musste ich mir die letzten Jahre immer wieder von verschiedenen Ärzten, Psychologen, Therapeuten usw. anhören. Sogar von einer „Fachärztin“ für das fetale Alkoholsyndrom.

Hast du schon mal von dem Alles-oder-nichts-Prinzip gehört?

Es besagt, wenn die äußeren Einflüsse die Zellen zu stark beschädigt haben, dass es in den ersten Tagen zu einer Fehlgeburt kommt. Diese wird dann von uns Frauen einfach nur als verspätete Regelblutung wahrgenommen.
Dieses Prinzip zählt allerdings nur für die ersten Tage und nicht für Wochen.

Es konnte bisher nicht wissenschaftlich festgelegt werden welche Menge Alkohol wann welchen Schaden verursacht.
Wenn Ärzte solche Aussagen treffen und somit das Alles-oder-nichts-Prinzip nicht nur auf die ersten Tage, sondern auf die Wochen beziehen, ist das schlichtweg falsch.

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Unsere Geschichte (Teil 3)

Da saß ich nun.
Völlig im Schock stehend zünde ich mir erstmal eine Zigarette an.
Mein Blick wandert zum positiven Schwangerschaftstest, zur Zigarette, wieder zum Test und zurück zur Zigarette…
Verdammt, was mache ich da! Zigarette ausgedrückt, Handy geschnappt und beim Frauenarzt angerufen.

Termin gleich am selben Tag.

13.12.2013 – „Herzlichen Glückwunsch Frau Highley, Sie sind in der 13. (+4) Schwangerschaftswoche. Das Herz schlägt kräftig und Ihrem Kind geht es soweit gut.“

Wow… ich stand immer noch völlig neben mir.

Nach der Untersuchung hatte ich noch ein Arztgespräch um auch den Mutterpass zu erstellen.
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Der Konsum von Alkohol und Nikotin wurde auch angesprochen.
Mein Arzt sagte damals zu mir, dass ich jetzt einfach keinen Alkohol mehr trinken soll und dass die Schwangerschaft noch recht früh ist und somit das Kind überhaupt keine Schädigungen haben kann. Nikotinkonsum sollte ich einfach schrittweise, wegen der Entzugserscheinungen, reduzieren. (Ich hörte sofort mit dem Rauchen auf)

Auch alle anderen Leute mit denen ich über die Zeit sprach, als ich noch nichts von der Schwangerschaft wusste, meinten zu mir: „Keine Sorge, du wusstest ja nicht, dass du schwanger bist, also hast du deinem Kind nicht geschadet.“
Die weitere Schwangerschaft, und auch die Geburt im Krankenhaus, verlief ohne Komplikationen.

Bullshit der Woche

Bullshit der Woche (76)

Der Zungenstreckreflex ist ein natürlicher Schutzreflex. Dieser Reflex sorgt dafür, dass, was für die Aufnahme von Muttermilch/ Pre Nahrung wichtig ist, gesaugt werden kann. Kann an etwas nicht gesaugt werden, wie z.B. an Brei oder fester Nahrung, setzt der Zungenstreckreflex ein.

Dieser Reflex schwächt im Laufe der Zeit ab, bis er nicht mehr vorhanden ist. Dieser Schutz wird dann vom Würgereflex abgelöst.
Es ist also normal. Es aber hat nichts mit dem Erlernen zu tun, sondern zeigt dir deutlich an, dass dein Baby noch nicht reif für Beikost ist.

Du möchtest mehr und ausführlichere Informationen zu den Beikostreifezeichen haben? Dann empfehle ich dir meinen Workshop „Beikost leicht gemacht“ oder das gleichnamige E-Book

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Unsere Geschichte (Teil 2)

Es war der 23. März 2012 als mir die Ärztin im Krankenhaus mitteilte, dass ich wohl, aufgrund meiner Vorgeschichte (mehrere Eierstockentzündungen und der Fehlgeburten im Jahr 2009 und 2011 in der 20. und 10. SSW), sehr schwer haben werde, Kinder zu bekommen. Mein Freund, und jetziger Mann, und ich waren uns einig, dass wir es dennoch versuchen wollten.
1,5 Jahre ohne Erfolg, dann wieder ein Besuch beim Frauenarzt. Ein weiterer Schock: Abstrich zur Krebsfürsorge positiv – PAP 4 (Krebsvorstufen, Krebs im Frühstadium oder Krebs ist möglich) und somit standen weitere Untersuchungen an.
Thema Kinder? Erstmal bei Seite geschoben.

Es war Ende August/ Anfang September 2013 als mir gesagt wurde, dass alles in Ordnung sei und ich keinen Krebs hätte. Ich wollte nur noch feiern: bei Veranstaltungen wie Geburtstagen, Partyabenden mit Freunden, Feuerwehrball und Weihnachtsfeiern trank ich Alkohol (hauptsächlich Schnäpse und Cola Mischgetränke). Zu dem Zeitpunkt rauchte ich am Tag auch mal eine Schachtel Zigaretten weg.
Anzeichen einer Schwangerschaft? Nö.
Meine Periode war nach dem Absetzen der Pille sowieso unregelmäßig und großartig Krämpfe hatte ich nie.
Das Einzige das ich hatte war Sodbrennen. Mein Arzt schob es aber auf das unregelmäßige Essen und den Tabakkonsum.
Am 13.12. hatten mein Mann und ich einen kleinen Streit und er knallte mir aus irgendeinem Grund (wir wissen es gar nicht mehr genau) die Frage an den Kopf: „Bist du schwanger oder warum zickst du so rum?“
Hä?
Ich und schwanger. Ist nicht möglich! Zum Beweis wollte ich einen Test machen..

Tja, und der war Postiv!

Bullshit der Woche

Bullshit der Woche (75)

Warum müssen Kinder etwas können, was manche Erwachsene noch nicht mal ehrlich können? Wie oft im Alltag erlebe ich, dass das „es tut mir leid“ als Floskel daher gesagt wird? Weil es als „höfflich“ gilt. Ich finde eine Entschuldigung sollte echt und aufrichtig sein..

In meinen Augen muss ein Kind sich nicht entschuldigen, wenn es das nicht so meint bzw. wenn es zu jung ist um das überhaupt begreifen zu können, was das Entschuldigen überhaupt bedeutet.

Wusstest du, dass Kinder erst gewisse kognitive und emotionale Fähigkeiten entwickeln müssen, um diesen Prozess zu begreifen? Ich habe die liebe Nadine von Beziehungsvoll Begleiten als Fachfrau dazu befragt und sie sagt mir, dass es erst mit 4 Jahren möglich ist, da Kinder dann langsam in der Lage sind sich in seinen Gegenüber hineinzuversetzen, also seine Perspektive zu übernehmen.

Sie sind nicht damit geboren worden, sondern müssen es erst erlernen. Diese Entwicklung kannst du nicht erzwingen, denn dann versteht dein Kind auch nicht die Zusammenhänge. Es ist vergleichbar mit dem Laufen lernen. Du kannst dein Kind zum Laufen zwingen, wenn die Muskulatur noch nicht aufgebaut und die Bewegungsabläufe nicht geübt wurden. Wie bei Vielem ist das Vorleben einfach unglaublich wichtig. Ich habe beiden Jungs z.B. auch noch nie aufgefordert „bitte“ oder „danke“ zu sagen und dennoch tun sie es ganz von selbst, wenn sie es möchten.

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Unsere Geschichte (Teil1)

Nachdem ich es schon mehrfach in den Instagram Stories angeschnitten habe, und auch schon das ein- oder andere mal in den Beiträgen erwähnt habe, wisst ihr, dass das Leben mit dem Kleckermann besonders ist. Ihr habt mich gebeten, dass ich ein bisschen mehr über das Leben mit dem Kleckermann schreibe. Aber ehrlich gesagt, weiss ich nicht, wo ich anfangen soll..
Ich habe jetzt schon mehrfach begonnen Videos zu drehen oder Texte zu schreiben, in denen ich unsere Geschichte erzähle. Allerdings habe ich es auch immer wieder gelöscht.
Jetzt nach 6 Jahren haben wir endlich jemanden gefunden, der uns ernst nimmt. Damit ist mir ein Stein vom Herzen gefallen, aber dieser Stein zerschmettert immer wieder mein Herz, wenn ich meine, bzw. unsere Geschichte erzähle oder aufschreibe.
Warum ich dennoch unsere Geschichte erzählen möchte?
Weil es vermeidbar ist und ich durch unsere Geschichte auf die Folgen von Alkohol in der Schwangerschaft aufmerksam machen möchte.

 
 

Also, was hat der Kleckermann?

Er hat eine alkoholbedingte neurologische Störung (Kurzform ARND). Das ist eine Unterform vom Fetalen Alkohohlsyndrom. Zur Feststellungen, welche Schädigungen er genau hat und welchen Schweregrad er besitzt, waren wir jetzt erst zur Diagnostik.
Viele Fragen, die ihr schon teilweise mehrfach gestellt habt, werde ich versuchen, in den kommenden Beiträgen zu beantworten.

 
Bullshit der Woche

Bullshit der Woche (74)

Die Kuriosität habe ich gestern bei Babybrei-selber-machen.de gelesen.
Da es aktuell sehr passend zu meinen letzten Posts ist, habe ich diese Aussage gleich mal mit aufgriffen.
Ja, Babygläschen sind standardisiert schonend gegart und werden steril abgefüllt.
Das alleine als Argument zu nehmen um sagen zu können „sie seien besser“ ist „Bullshit“

Wenn du Zuhause saisonales und sogar regionales Gemüse und Obst schonend garst, einige hygienische Maßnahmen z.b Fleisch und Fisch auf anderen Brettern schneidest und den Brei rasch einfrierst oder gut einkochst, versorgst du dein Kind mit allem was es benötigt!

Vorteile im selber kochen liegen ganz klar darin, dass kein Salz, Zucker oder andere Zusatzstoffe, wie Aromen, enthalten ist. Dein selbstgemachter Brei ist auch nicht mit Getreideflocken gestreckt und nicht zu flüssig (Stärkung der Kaumuskulatur!).

Gläschen = hygienischer? Vermutlich
Gläschen = gesünder? Nein, definitiv nicht!

Ergänzend möchte ich sagen, dass ich persönlich nicht dafür bin, die Babynahrunghersteller mit dem Kauf ihrer Produkte zu unterstützen.
Ich verurteile allerdings auch keine Mutter, die auf Gläschen zugreift, denn bei genauer Kontrolle der Inhaltsstoffe der Gläschen spricht nichts dagegen, diese zu geben.

Bullshit der Woche

Bullshit der Woche (70)

Wie auch bei der Flasche, kann der Schnuller zu Problemen beim Stillen führen.

Die Fontanellen (denn es sind eigentlich mehrere) sind eine schlaue Erfindung der Natur.
Zum einen dienen sie als Knautschzone, damit der Schädel durch den Geburtskanal passt. Zum anderen bieten sie nach der Geburt den nötigen Freiraum, damit der rasant wachsende Kopf und vor allem auch das Hirn ausreichend Platz haben.
Die kleinere, hintere Fontanelle schließt sich meist schon nach etwa drei Monaten, während die vier Seitenfontanellen und die größere vordere Fontanelle (die meist Bekannteste) erst später, im Laufe des zweiten Lebensjahres, zusammenwachsen.

Aber kann der Nuckel bei diesem Wachstumsprozesses helfen. Nein! Der Nuckel hat absolut keine Auswirkung auf das Zusammenwachsen der Fontanellen.
Allerdings hat der Nuckel Auswirkungen auf das Wachstum im Mundraum und kann sich negativ auf Zahn- und Kieferstellung auswirken.