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Bullshit der Woche (70)

Wie auch bei der Flasche, kann der Schnuller zu Problemen beim Stillen führen.

Die Fontanellen (denn es sind eigentlich mehrere) sind eine schlaue Erfindung der Natur.
Zum einen dienen sie als Knautschzone, damit der Schädel durch den Geburtskanal passt. Zum anderen bieten sie nach der Geburt den nötigen Freiraum, damit der rasant wachsende Kopf und vor allem auch das Hirn ausreichend Platz haben.
Die kleinere, hintere Fontanelle schließt sich meist schon nach etwa drei Monaten, während die vier Seitenfontanellen und die größere vordere Fontanelle (die meist Bekannteste) erst später, im Laufe des zweiten Lebensjahres, zusammenwachsen.

Aber kann der Nuckel bei diesem Wachstumsprozesses helfen. Nein! Der Nuckel hat absolut keine Auswirkung auf das Zusammenwachsen der Fontanellen.
Allerdings hat der Nuckel Auswirkungen auf das Wachstum im Mundraum und kann sich negativ auf Zahn- und Kieferstellung auswirken.

 
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Bullshit der Woche (69)

Wie in dem Beitrag zum stillfreundlichen Zufüttern bereits erwähnt, kann die Flasche die Stillbeziehung negativ beeinflussen.
Ich möchte dir aber jetzt genauer erklären, warum es zu Problemen führen kann und es deshalb auch nicht nötig ist, dein Kind für Notfälle an die Flasche zu gewöhnen.

Das Trinken bzw. Saugen an der Brust ist ein Lern- und Prägungsprozess. Bei vielen Säuglingen, beinflusst das Gewöhnen/ Prägen, auf das Material und die Form des künstlichen Saugers der Flasche, dann das Saugen an der Brust. Sie können dann nicht einfach zwischen den verschiedensten Saugtechniken wechseln. Dadurch kann es dann zu wunden Brustwarzen, Milchstau bis hin zur Brustverweigerung kommen. Warum den ganzen Ärger riskieren für Notsituationen, die vielleicht gar nicht auftreten?

Sollte es zu Notsituationen kommen, wo dein Baby nicht gestillt werden kann, kann Muttermilch oder auch Pre erstmal stillfreundlich gegeben werden.
Wichtig in solchen Situationen ist dann aber auch, dass du an dich als Mutter denkst. Denn wenn plötzlich nicht mehr gestillt werden kann, hat das auch Auswirkungen auf deinen Körper. Durch mangelnde Entleerung der Brust können Milchstau und Brustentzündung ausgelöst werden und auf längere Frist kann sich deine Milchproduktion verringern.
Daher ist in wirklichen Notsituationen sinnvoll sich eine Stillberaterin an die Seite zu holen, damit du und dein Baby optimal begleitet werdet.

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Pumpstillen

Stillfreundliche Fütterungshilfen habe ich euch bereits vorgestellt.
Warum diese benötigt werden, ist sehr, sehr unterschiedlich, genauso, wie der Grund, warum eine Mutter sich für das Pumpstillen entscheidet. Von zu früh geborenen Babys, Erkrankungen oder auch einfach, weil sie sich mit dem Kind an der Brust nicht wohl fühlt.

Verurteilt werden sollte keine Frau, denn dieser Weg ist kein einfacher. Anfangs 10-12x Pumpen und dann noch um das Baby und ggf. Geschwisterkinder kümmern.

Wusstest du, dass ich beim Kleckermann auch 2 Monaten gepumtstillt habe?

Ich konnte der zusätzlichen Belastung, neben dem dauerhaften Geschrei, nicht stand halten. Daher haben diese Frauen meinen vollsten Respekt, wenn sie das 6, 12 Monate oder länger durchhalten.

Um so wichtiger ist, gerade in der Anfangszeit, wo auch selbst das Stillen nicht immer leicht ist, dass du als Mutter optimal versorgt und beraten wirst.
Du hast ein Kassen- oder Privatrezept für eine Milchpumpe bekommen?
Kommst aus Hannover und Region und benötigst eine Pumpe?

Ich liefere auch jetzt noch, unter Berücksichtigung der hygienischen Vorschriften, die Pumpe zu dir in die Klinik oder nach Hause. Du bekommst von mir eine ausführliche Einweisung auf die Pumpe und eine individuelle Beratung.

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Tattoos und Piercings in der Stillzeit

Ihr habt mich in der Schwangerschaft, und auch bis vor kurzem in der Stillzeit, mit dem Elfen begleitet. Aufgrund meiner auffälligen Tätowierungen und Piercings erhalte ich regelmäßig Anfragen für eine persönliche und fachliche Stellungnahme zum Thema Tätowieren und Piercen in der Stillzeit.
Ich selbst habe Erfahrungen mit dem Tätowieren in der Schwangerschaft und mit Piercen in der Stillzeit gemacht.

Da ich bei meiner Recherche feststellen musste, dass es ein sehr komplexes Thema ist und es auch keine praktischen evidenzbasierenden Empfehlungen gibt, habe ich bisher meine persönliche Meinung weitergegeben. In der Ausbildung beim EISL, die ja zur Vorbereitung für das IBCLC Examen gilt, musste ich eine Facharbeit schreiben. Als Thema wählte ich Tattoos und Piercings in der Stillzeit mit Erstellung eines einheitlichen Flyers.

Wichtig bei dieser Arbeit war es mir auch meine Community mit einzubeziehen, weshalb ich eine Umfrage startete. Hier möchte ich mich bei Allen noch einmal bedanken, die dran teilgenommen haben! Ihr seid der Wahnsinn und habt mit über 500 teilgenommenen Müttern sehr bei der Facharbeit geholfen.

Aber mir war halt auch wichtig die Seite der Tätowierer und Piercer mit einzubeziehen. Dafür habe ich viele der mir bekannten Künstler befragt und mich auch an offizielle Vereine gewandt. Auch hier ein fettes Danke für die super Zusammenarbeit.

Meine gesamte 16 Seiten lange Facharbeit kannst du hier einmal durchlesen. Denke vielen von euch reicht aber einfach die Zusammenfassung:

Da die meisten Mütter sich mittlerweile über das Internet auf den verschiedensten Plattformen z. B. auf Sozial Media wie Facebook, in Themengruppen oder Instagram ihre Informationen einholen, war es mir wichtig auch dort zu recherchieren. Ich bezog daher meine Community meines Blogs, aber auch die Leser der verschiedensten anderen Blogs und Facebookgruppen für diese Facharbeit mit ein, in dem ich eine Umfrage erstellte.

Die Umfrage war zeitlich begrenzt, so dass nur 501 Mütter dran teilnehmen konnten. Für mich und meine Recherchen war die Auswertung der Antworten dennoch sehr aufschlussreich.

Denn ich konnte feststellen, dass zwar 90 % der befragten Mütter ausschließlich Muttermilch fütterten, aber dennoch 50 % nicht wissen, ob ihr Tätowierer oder Piercer irgendeiner Vereinigung angehörten.

Nach den Gesprächen mit einer Vielzahl mir bekannten Piercern und Tätowierern interessierte sich auch kaum ein Kunde für, die in meinen Augen ausschlaggebenden Kriterien, die für oder gegen das Tättowieren und Piercen in der Stillzeit sprechen.

Was spricht also für und was gegen das Tätowieren und Piercen in der Stillzeit?

Dafür spricht, dass die größte Gefahr beim Tätowieren und Piercen allergische Reaktionen und Infektionen darstellen, die aber in den meisten Fällen keinen Abstillgrund bedeuten, selbst wenn diese eine medikamentöse Behandlung benötigen. Auch dafür spricht, dass nach aktueller Studienlage ein Übergang der Tattoofarbe in die Muttermilch nicht möglich ist.

Das große Probleme sehe ich darin, und das sind auch die Contra-Punkte, dass es keine einheitliche Ausbildung und Richtlinien in Deutschland für Tätowierer und Piercer gibt. Jeder kann sich Tätowierer und Piercer nennen, ein eigenes Studio eröffnen und dort seine Dienstleistungen anbieten. Es muss weder zwingend ein Gewerbeschein beantragt werden, noch ist es verpflichtend sich einem Dachverband wie z. B. U.E.T.A. e.V., Bundesverband Tattoo e. V. oder dem Verband „Deutsche Organisierte Tätowierer e. V (DOT e.V.) anzuschließen und somit deren Standards einzuhalten.

Auch das der Sachkundenachweis gemäß der Infektionshygieneverordnung noch nicht in allen Bundesländern verpflichtend ist, sehe ich als problematisch an. Denn das Infektionsrisiko kann nur gesenkt werden, wenn Vorsichtsmaßnahmen seitens des Tätowierers während des Tätowiervorgangs und dem Piercer beim Stechen eines Piercings eingehalten werden. Auch fehlt eine einheitliche Empfehlung zur Pflege nach dem tätowieren und piercen.

Die Einwilligungserklärung sichert dem Tätowierer und Piercer zwar rechtlich ab in Punkto der Körperverletzung, aber was passiert, wenn eine Infektion auftritt und deshalb dann eventuell abgestillt werden muss? Das müsste dann im Einzelverfahren vor Gericht geklärt werden, wie es zu der Infektion kam. Wichtig bei dem Aufklärungsgespräch, dem Ausfüllen eines Datenblattes und der Einwilligunsgerklärung ist daher aber auch eine wahrheitsgemäße Antwort seitens der Mutter.

Der gesamten Vorgangs des Stechens, egal ob beim Piercing oder Tattoo ist schmerzhaft. Schmerzen lösen immer Stress aus, was sich auch negativ auf den Milchspendereflex auswirken kann.

Auch akzeptieren Muttermilchbanken keine Milch von Müttern, die sich in den letzten 6 Monaten tättowieren lassen haben.

STILLEN IST KUNST GENUG

Warte bitte mit dem Tattoo/Piercing bis zum Ende der Stillzeit.

Deinem Kind zuliebe.

Aufgrund der wesentlich längeren Contraliste kann ich das Tätowieren und Piercen in der Stillzeit nicht empfehlen.

Bevor es aber zu einem frühzeitigen Abstillen kommt, weil der Wunsch nach einem neuen Tattoo oder Piercing zu groß ist, ist das Stechen eines Tattoos oder Piercings unter bestimmten Voraussetzungen mit dem Stillen vereinbar, da die vielen positiven Aspekte des Stillens überwiegen.

Vorrausetzungen für die Vereinbarkeit von Stillen und Tätowieren/Piercen
  • Das Studio sollte einen gültigen Gewerbeschein haben

  • Aktueller Sachkundenachweis gemäß der Infektionshygieneverordnung sollte vorliegen

  • Wie gut sind die hygienischen Bedingungen? Leicht abwischbare Arbeitsflächen, Verwendung von Einmalmaterial (Handschuhe, Behälter für Farbe, Mundschutz), sterile Nadeln, Desinfektionsmittel und Tätowiermaschine inkl. Kabel hygienisch in Plastik verpackt oder abwischbar

  • Tattoofarben mit Etiketten und den der in Deutschland geltenden rechtlichen Regelungen entsprechenden Inhaltstoffe

  • Wird ausgiebig beraten? Wünschenswert: schriftlicher Hinweis zu Allergien, Stillzeit und möglichen Komplikationen und anschließender Pflege

  • Dokumentation der verwendeten Farbe

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Gänseblümchen

Wer von euch hat aus Gänseblümchen auch schon mal einen Kranz gebastelt oder als Orakel einzelne Blütenblätter abgezupft und abwechselnd mit ja und nein abgezählt?

Das kleine weiße bis zartrosafarbende Blümchen kann aber noch viel mehr.
Mit viel Vitamin C, Magnesium, Eisen und anderen wertvollen Inhaltsstoffen ist unglaublich vielseitig und eignet sich sowohl für herzhafte als auch süße Rezepte z.B.
als Salatzugabe, in Gemüsegerichten, als Gelee, in Quark oder Butter.

Ich selbst setzte sie gerne als Hausmittel ein.
Die entzündungshemmende Wirkung hilft nicht nur bei Trockner Haut, sondern auch bei Prellungen, Quetschungen und Verstauchungen.
Als Tee hilft das Gänseblümchen bei Erkältungs- und Magen-Darmbeschwerden.

Hast du schon mal Gänseblümchen probiert?

Blog, Kuchen und Gebäck

Peppa Wutz Kuchen

Im Dezember war es soweit, der Elf wurde 2 Jahre alt. Ursprünglich hatte ich eine Party mit dem Motto „Coco der Affe“ geplant. Mit 2 Kinder Dekoration kaufen und vorbereiten, verlief dann aber anders als geplant. Kurzfristig wurde dann um entschieden und es wurde eine Peppa Wutz Party.
Da wir nur in kleinem Rahmen feierten, gab es nur eine Girlande und Servietten mit Peppa Wutz Motiven. Neben einem bunten und sehr saftigen Zitronenkuchen gab es einen  Peppa Wutz Kuchen.

Was braucht ihr für den Kuchen:

Für den Kuchen:

150g Schokolade (ich habe diesmal Kokosblütenschokolade verwendet)
250g Butter
4 Eier
175g Mehl
2 TL Backpulver
125g Nüsse
100g Kokosblütenzucker

Zutaten für die Creme:

150g Puderxucker
100g Butter
250g Frischkäse
250g Macapone
Saft von 1 Limette
rote Lebensmittelfarbe

Schokolade mit der Butter über einem Wasserbad schmelzen. Mehl, Backpulver und Nüsse vermischen. Eier mit Zucker schaumig schlagen. Mehlmischung in das Ei ein sieben. Alles gut vermengen und anschließend die geschmolzene Schokolade unterrühren. Teig in eine runde Springform geben. Bei 180 Grad Umluft ca 40 Minuten backen. Gut auskühlen lassen.

Während der Kuchen abkühlt, könnt ihr die Creme fertig machen. Dafür Puderxucker und Butter langsam schaumig schlagen, anschließend Frischkäse und Mascapone hinzugeben. Mit der Limette ganz zum Schluss abschmecken. Je nach Farbwunsch rote Farbe untermischen.

Je nach belieben, könnt ihr aus dem Kuchen auch eine kleine Torte machen, Dafür den Kuchen waagerecht einmal teilen, so dass ihr 2- 3 Böden habt und zwischen die Böden noch Creme verteilen.

Ich habe den Kuchen lediglich oben etwas begradigt und dann mit Hilfe einer Schablone, den Peppa Wutz Kuchen ausgeschnitten. Anschließend habe ich den Kuchen mit der gesamten Creme bestrichen und noch mit Zuckerschrift (eingefärbter sehr fester Zuckerguss) verziert.

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Bananenschalentee

Wer jetzt denkt „die hat doch nicht alle Tassen im Schrank…“ stimmt! Eine fehlt! In der ist leckerer Bananenschalentee!

Den solltet ihr unbedingt probieren!

Super leicht herzustellen, echt lecker und sogar ein gesund! Da sämtliche Inhaltsstoffe der Schale, z.B. Magnesium, Ballaststoffe, und sogar Vitamin B12, in das Wasser geschwemmt wird!

Und so wird der Tee gemacht:

Schale einer BIO-Banane mit kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. Fertig. So ist es leider irgendwie nur halbfertig, aber schon sehr gesund. Für das ultimative Geschmackserlebnis muss du noch einen kleinen Löffel Süßes hinzufügen. Ich nehme gern Honig oder Kokosblütenzucker.

Das Leckerste zum Aufwärmen und ein guter Kostverwerter noch dazu, schade um die vielen tollen Inhaltsstoffe der Schale die wir sonst einfach weg schmeißen.

Guten Appetit!

Inga

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Kastanien, Eicheln und Co. (Teil 3: Kastanien)

Ich hab letztens über die Bucheckern geschrieben, die ja irgendwie giftig sind und doch nicht giftig sind.
Im Anschluss konnte ich es kaum erwarten, noch mehr über Buchengewächse rauszufinden. Zu meinem Erstaunen fielen darunter auch die Kastanien. Ich kenne die Edelkastanie und die Rosskastanie. So und dann war meine Verwirrung perfekt, denn die Edelkastanie ist ein Buchengewächs und die Rosskastanie nicht.

Das möchte ich schnell genauer erklären, denn das wusste ich nicht, erklärt aber Einiges!

Jeder weiß, dass es essbare Kastanien, die sogenannten Edelkastanien (Buchengewächse), gibt, und dann die, mit denen wir im Herbst basteln, oder auch für den Jäger zum Rehe füttern, sammeln, das ist die Rosskastanie und die ist ein sogenanntes Seifenbaumgewächs.

Seifenbaumgewächs ist KEIN Buchengewächs, es klingt nicht mal annähernd nach etwas zu essen, und tatsächlich, man sollte das auch nicht ernsthaft in Erwägung ziehen, da es nur für Tiere genießbar ist, wie der Name, „Ross“kastanie, schon vermuten lässt, spielt tatsächlich das Pferd als Genießer eine Rolle.

Für den Menschen natürlich giftig, verursacht sie

• Bauchschmerzen
• Übelkeit
• Erbrechen

Von daher besser Finger weg!

Ich habe vor ich glaube 3 Jahren mir tatsächlich die Mühe gemacht, Rosskastanien im Herbst zu sammeln, zu schälen, klein zu häckseln und zu trocken um sie als  (wegen der enthaltenen Saponine – diese besitzt auch der Efeu! – soll das gut funktionieren) zu verwenden! Ich gestehe, meine Vorräte sind noch nicht angebrochen worden, das aber auch nur weil ich zum Wäsche waschen sehr spontan bin und es einfach seine Zeit benötigt, um einen Sud herzustellen. Ich gelobe Besserung, vielleicht mach ich das die Tage direkt für euch!

Wer das ausprobieren will benötigt 5-8 trockene und saubere Rosskastanien. Diese müssen geviertelt werden (ich habe sie zusätzlich geschält, weil die Schale auf weißer Wäsche abfärben kann). Die Stücken in ein Glas geben und ungefähr 8 Stunden stehen lassen.

Vielleicht gebt ihr uns ein Feedback zu euren Erfahrungen, wenn ihr das ausprobiert haben solltet! 

Dann gibt es aber wie schon erwähnt sind da noch die Edelkastanien und darunter gehören auch die leckeren Maronen, mnommnom… Die Esskastanien sind auch lecker, aber sie sind schwächer im Geschmack.

Wir finden Maronen zu Weihnachten immer auf dem Weihnachtsmarkt und schlagen uns den Bauch damit voll! Aber auch selbst im Backofen gebacken sind die super lecker und gesund! Jetzt fragt ihr: „Gesund“? Ja die sind sogar richtig gesund! Sie enthalten kein Fett (!), einiges an sättigenden Kohlenhydraten, Ballaststoffe und sind dazu noch richtig gut für unsere Verdauung, was natürlich gut für unser Immunsystem ist. Wahre Weihnachtswunder sozusagen! Sie enthalten fettlösliche B-Vitamine, das ist wichtig für unsere roten Blutkörperchen, wiederum wichtig für unser Gehirn und die Schönheit unserer Haut, sie enthalten Mangan zum Entgiften und sie helfen das Risiko zu senken Herzkrankheiten oder Krebs zu bekommen. Ein Komplettpaket Gesundheit sozusagen und wahrscheinlich das beste Weihnachtsgeschenk für jeden der Gesundheit schenken möchte.

Die Zubereitung ist denkbar einfach, gekocht und gern auch gebraten, aber der Klassiker wird im Ofen gebacken, dazu die Schale kreuzweise einschneiden, in den Backofen bei 180 Grad 20 Minuten backen, fertig! 

Ich habe sie zusätzlich im Thermomix mit Dampf gegart, die Kastanien werden einfach unbehandelt in den Gareinsatz gelegt, 500ml Wasser dazu und auf Stufe 1/ 45 Minuten dampfgaren. Geht natürlich genau so mit dem Kochtopf! Hat mir besser geschmeckt, sie waren nicht so trocken! Vllt einfach ausprobieren was euch besser schmeckt!

Bon appétit!

Inga

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Kastanien, Eicheln und Co. (Teil 2: Hagebutte)

Hagebutte kennen glaube ich alle. Wer hat den als Kind nicht das Innere der roten Beere als Juckepulver verwendet?
Aber diese Frucht kann viel mehr! 
Sicher kennen auch alle Hagebutten-Tee, aber es gibt noch mehr Verwendungsmöglichkeiten und einige davon werden wir euch zeigen. 

Aber erstmal: was genau ist die Hagebutte? 

Die Hagebutte sind die ungiftig Sammelnussfrüchte der Hundsrose oder auch Wildrose/Heckenrose genannt.
Die enthalten Nüsschen sind mit vielen Härchen bedeckt, durch deren Wiederhacken, sie bei Hautkontakt jucken.

Die roten Früchte an sich sind absolute  Vitamin C Bomben (In 100g stecken ca 500 mg VitaminC. Zum Vergleich in der gleichen Menge Zitrone stecken nur 53mg). Außerdem enthalten sie auch reichlich Vitamin A, B, E, K und P, sowie auch Mineralstoffe und Spurenelemente.

Bereits seit dem Mittelalter wurde die Hagebutte in der Medizin zur Behandlung verschiedener Erkrankungen (z. B. Erkältungs-, Magen-und Darmerkrankungen) verwendet. Aufgrund seiner entzündungshemmenden Wirkung wird Hagebutte heutzutage als Nahrungsergänzungsmittel zur Unterstützung bei der Behandlung von verschiedenen Gelenkbeschwerden eingesetzt oder auch zur vorbeugend zur Immunstärkung.

Da Hagebutten ein feinsäuerliches Aroma haben schmecken sie nicht nur als Tee. Das Mark kann auch als Zutat für Suppen, pikante Soßen zu Wild, Muffins, Kuchen und Dessert verwendet werden. Außerdem schmecken sie lecker als Marmelade/Gelee und Chutney.
Ich selbst stelle am liebsten Pulver Hagebuttenpulver her. Als Pulver kann sie über Salate, Müsli oder Desserts gegeben oder in Getränken und Smoothies verarbeitet werden. (Rezept findet ihr weiter unten) 

Ab September oder Oktober können die Früchte geerntet werden. Je später die Ernte stattfindet, umso süßer schmecken sie und umso besser ist das Aroma der Hagebutte, die auch noch im Frühling, nach Kälte und Frost, ohne weiteres genießbar sind.
Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass die Schale noch fest und nicht zu weich ist. Da sie nicht besonders lange lagerfähig sind, sollten Hagebutten nach der Ernte möglichst schnell weiterverarbeitet oder eingefroren werden.

Rezept Hagebutten Pulver

So geht es:

Hagebutten der Länge nach aufschneiden und von Kernen, Blüten- und Stielansatz befreien. Die Früchte waschen um die Juckhärchen zu entfernen und klein schneiden. Damit sichergestellt wird, dass die wirksamen Inhaltsstoffe erhalten bleiben, das Fruchtfleisch und die Samen an einem warmen Ort auf einem Tuch ausbreiten oder im Backofen/ Dörrautomaten bei niedriger Temperatur von max. 40° C trocknen lassen. Anschließend mahlen und kühl, trocken lagern. 

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Kastanien, Eicheln und Co. (Teil 1: Bucheckern)

Ich habe mich in den letzten Tagen gefragt, was sind das für blühende Bäume und Pflanzen, vieles sieht lecker aus, aber da ich die Beeren nicht kenne, weiß ich nicht, ob sie essbar sind. Mein Sohn weiß das auch nicht. Daher verweigere ich ihm SELBSTVERSTÄNDLICH das Essen dieser roten, blauen und schwarzen Früchte. Eigentlich hoffe ich, dass es in unserer Stadt keine Pflanzen in Reichweite gibt, die uns gefährlich sein können. 

Daher möchte ich einige Pflanzen genauer beleuchten:

Dass Eibe, Maiglöckchen und Herbstzeitlose giftig sind, weiß ich und ich hoffe, dass alle Eltern davon schon gehört haben, ansonsten zur Auffrischung gern mal HIER lesen.

Aber ich frag mich, was ist mit Bucheckern, frisch gesammelten Walnüssen und diesen roten Perlen die am wilden Wein wachsen?

Heute werde ich die Buchecker mal genauer betrachten:

Bucheckern sind die langen, scharf-dreikantigen Früchte der Buche. Sie sind Eiförmig und ihre Hülle, in der immer 2 Stück sitzen, und sind durch die weichspitzigen Fruchtbecher nicht zu verkennen. Wenn man diese braunglänzende Schale knackt kommen die kleinen Nüsschen zum Vorschein, die wir als Kinder gern unterwegs genascht haben. 

Aber darf man das? Einige sagen nur geröstet sollten sie gegessen werden. Was stimmt denn nun?

Also 1-2 oder auch 5-10 Bucheckern naschen ist überhaupt nicht schlimm – für einen Erwachsenen. Bucheckern enthalten Fagin und Blausäure, das sie doch leicht giftig werden lässt. Für kleine Kinder kann das problematisch sein! Also falls das Kind genascht hat, gut beobachten, und sobald Vergiftungserscheinungen auftreten, sofort zum Arzt gehen. 

Typische Erscheinungen sind

  • Kopfschmerzen
  • Schwindelgefühle
  • Erbrechen
  • Ohrgeräusche
  • Nach Bittermandel riechender Atem
  • Schwere Atemnot

Daher am besten vorher in der Pfanne ohne Öl rösten, sie schmecken dadurch eh noch besser. 

Rezepte mit Buchecker werde ich euch ein anderes Mal vorstellen, als schnellen Tipp: Streut leckere, geröstete Buchecker über einen frischen Salat und genießt die vielen Vitamine, Omega-3 und 6 Fettsäuren, mehrfach ungesättigte als auch langkettige Fettsäuren, viele Mineralstoffe unter anderem Folsäure und Kalium und Spurenelemente wie Flourid, Eisen und Zink. Daher: guten Appetit!