Tipps und Infos

Tipps zum Flaschen füttern

Neben der richtigen Zubereitung der Formularnahrung,ist es auch wichtig richtig zu füttern und die Kinder nicht zu überfüttern.
Hier mal einige Tipps zur bindungsfördende Flaschengabe:

1.Füttere dein Kind auf dem Arm und wechseln dabei, wie auch beim Stillen, die Seiten.

2.Halte Augenkontakt. Denn durch den Blickkontakt werden wichtige Prozesse im Hirn deines Kindes angeregt.

3.Lasse dein Kind die Flasche nicht selbst halten. Auch wenn es süß aussieht, ist es ein unnatürlicher Entwicklungsschritt. Durch das Abstützen der Flasche mit einem Handtuch etc. wird die Bindung nicht gefördert und es kommt schnell zu einer Überfütterung.

4.Beachte das Hunger- und Sättigungsgefühl

5.Bleibe bei dem kleinsten Sauger

6.Decke die Flasche mit einer Socke ab.
So könnt ihr Euch 100%ig auf die Signale eurer Kinder konzentrieren und es kommt nicht der Druck auf die verwirrenden Mengenangaben verfüttern zu müssen. .

Hast du noch Fragen zur Flaschengabe?

Dann melde dich gerne bei mir.

Blog

Tattoos und Piercings in der Stillzeit

Ihr habt mich in der Schwangerschaft, und auch bis vor kurzem in der Stillzeit, mit dem Elfen begleitet. Aufgrund meiner auffälligen Tätowierungen und Piercings erhalte ich regelmäßig Anfragen für eine persönliche und fachliche Stellungnahme zum Thema Tätowieren und Piercen in der Stillzeit.
Ich selbst habe Erfahrungen mit dem Tätowieren in der Schwangerschaft und mit Piercen in der Stillzeit gemacht.

Da ich bei meiner Recherche feststellen musste, dass es ein sehr komplexes Thema ist und es auch keine praktischen evidenzbasierenden Empfehlungen gibt, habe ich bisher meine persönliche Meinung weitergegeben. In der Ausbildung beim EISL, die ja zur Vorbereitung für das IBCLC Examen gilt, musste ich eine Facharbeit schreiben. Als Thema wählte ich Tattoos und Piercings in der Stillzeit mit Erstellung eines einheitlichen Flyers.

Wichtig bei dieser Arbeit war es mir auch meine Community mit einzubeziehen, weshalb ich eine Umfrage startete. Hier möchte ich mich bei Allen noch einmal bedanken, die dran teilgenommen haben! Ihr seid der Wahnsinn und habt mit über 500 teilgenommenen Müttern sehr bei der Facharbeit geholfen.

Aber mir war halt auch wichtig die Seite der Tätowierer und Piercer mit einzubeziehen. Dafür habe ich viele der mir bekannten Künstler befragt und mich auch an offizielle Vereine gewandt. Auch hier ein fettes Danke für die super Zusammenarbeit.

Meine gesamte 16 Seiten lange Facharbeit kannst du hier einmal durchlesen. Denke vielen von euch reicht aber einfach die Zusammenfassung:

Da die meisten Mütter sich mittlerweile über das Internet auf den verschiedensten Plattformen z. B. auf Sozial Media wie Facebook, in Themengruppen oder Instagram ihre Informationen einholen, war es mir wichtig auch dort zu recherchieren. Ich bezog daher meine Community meines Blogs, aber auch die Leser der verschiedensten anderen Blogs und Facebookgruppen für diese Facharbeit mit ein, in dem ich eine Umfrage erstellte.

Die Umfrage war zeitlich begrenzt, so dass nur 501 Mütter dran teilnehmen konnten. Für mich und meine Recherchen war die Auswertung der Antworten dennoch sehr aufschlussreich.

Denn ich konnte feststellen, dass zwar 90 % der befragten Mütter ausschließlich Muttermilch fütterten, aber dennoch 50 % nicht wissen, ob ihr Tätowierer oder Piercer irgendeiner Vereinigung angehörten.

Nach den Gesprächen mit einer Vielzahl mir bekannten Piercern und Tätowierern interessierte sich auch kaum ein Kunde für, die in meinen Augen ausschlaggebenden Kriterien, die für oder gegen das Tättowieren und Piercen in der Stillzeit sprechen.

Was spricht also für und was gegen das Tätowieren und Piercen in der Stillzeit?

Dafür spricht, dass die größte Gefahr beim Tätowieren und Piercen allergische Reaktionen und Infektionen darstellen, die aber in den meisten Fällen keinen Abstillgrund bedeuten, selbst wenn diese eine medikamentöse Behandlung benötigen. Auch dafür spricht, dass nach aktueller Studienlage ein Übergang der Tattoofarbe in die Muttermilch nicht möglich ist.

Das große Probleme sehe ich darin, und das sind auch die Contra-Punkte, dass es keine einheitliche Ausbildung und Richtlinien in Deutschland für Tätowierer und Piercer gibt. Jeder kann sich Tätowierer und Piercer nennen, ein eigenes Studio eröffnen und dort seine Dienstleistungen anbieten. Es muss weder zwingend ein Gewerbeschein beantragt werden, noch ist es verpflichtend sich einem Dachverband wie z. B. U.E.T.A. e.V., Bundesverband Tattoo e. V. oder dem Verband „Deutsche Organisierte Tätowierer e. V (DOT e.V.) anzuschließen und somit deren Standards einzuhalten.

Auch das der Sachkundenachweis gemäß der Infektionshygieneverordnung noch nicht in allen Bundesländern verpflichtend ist, sehe ich als problematisch an. Denn das Infektionsrisiko kann nur gesenkt werden, wenn Vorsichtsmaßnahmen seitens des Tätowierers während des Tätowiervorgangs und dem Piercer beim Stechen eines Piercings eingehalten werden. Auch fehlt eine einheitliche Empfehlung zur Pflege nach dem tätowieren und piercen.

Die Einwilligungserklärung sichert dem Tätowierer und Piercer zwar rechtlich ab in Punkto der Körperverletzung, aber was passiert, wenn eine Infektion auftritt und deshalb dann eventuell abgestillt werden muss? Das müsste dann im Einzelverfahren vor Gericht geklärt werden, wie es zu der Infektion kam. Wichtig bei dem Aufklärungsgespräch, dem Ausfüllen eines Datenblattes und der Einwilligunsgerklärung ist daher aber auch eine wahrheitsgemäße Antwort seitens der Mutter.

Der gesamten Vorgangs des Stechens, egal ob beim Piercing oder Tattoo ist schmerzhaft. Schmerzen lösen immer Stress aus, was sich auch negativ auf den Milchspendereflex auswirken kann.

Auch akzeptieren Muttermilchbanken keine Milch von Müttern, die sich in den letzten 6 Monaten tättowieren lassen haben.

STILLEN IST KUNST GENUG

Warte bitte mit dem Tattoo/Piercing bis zum Ende der Stillzeit.

Deinem Kind zuliebe.

Aufgrund der wesentlich längeren Contraliste kann ich das Tätowieren und Piercen in der Stillzeit nicht empfehlen.

Bevor es aber zu einem frühzeitigen Abstillen kommt, weil der Wunsch nach einem neuen Tattoo oder Piercing zu groß ist, ist das Stechen eines Tattoos oder Piercings unter bestimmten Voraussetzungen mit dem Stillen vereinbar, da die vielen positiven Aspekte des Stillens überwiegen.

Vorrausetzungen für die Vereinbarkeit von Stillen und Tätowieren/Piercen
  • Das Studio sollte einen gültigen Gewerbeschein haben

  • Aktueller Sachkundenachweis gemäß der Infektionshygieneverordnung sollte vorliegen

  • Wie gut sind die hygienischen Bedingungen? Leicht abwischbare Arbeitsflächen, Verwendung von Einmalmaterial (Handschuhe, Behälter für Farbe, Mundschutz), sterile Nadeln, Desinfektionsmittel und Tätowiermaschine inkl. Kabel hygienisch in Plastik verpackt oder abwischbar

  • Tattoofarben mit Etiketten und den der in Deutschland geltenden rechtlichen Regelungen entsprechenden Inhaltstoffe

  • Wird ausgiebig beraten? Wünschenswert: schriftlicher Hinweis zu Allergien, Stillzeit und möglichen Komplikationen und anschließender Pflege

  • Dokumentation der verwendeten Farbe

Bullshit der Woche

Bullshit der Woche (68)

Ich habe das gelesen unter meinem Beitrag zum Thema „Richtigen Zubereiten von Flaschennahrung“ gelesen und musste es noch einmal aufgreifen.

In die Flasche gehört nichts außer Wasser und Milchpulver (optimal nur mit der Bezeichnung Pre oder Pre HA).

KEIN Tee
KEINE Getreideflocken
KEIN Gemüse- oder Obstbrei
KEIN SAFT
und schon gar nicht Fruchtzwerge, Joghurt oder sonst was.

Dein Kind ist optimal versorgt, wenn du die Formularnahrung (Pre, Pre HA) nach Herstellerangaben anrührst und nach Bedarf fütterst.

Sobald dein Kind dann Beikostreif ist, kannst du ergänzend Brei vom Löffel, geeignetes Fingerfood oder Familienkost anbieten.

Bei Brei, Saft, Joghurt etc., aus der Flasche, wird der erste Schritt der Verdauung (kauen und einspeicheln) übergangen. Der Magen muss dann mehr arbeiten und nicht selten kommt es dann zu Bauchweh.
Zusätzlich kommt es schneller zur Überfütterung, zum sogenannten Fresskoma, und durch die oftmals noch gar nicht vorhandenen Beikostreife zu einer völligen Überlastung des Magen-Darm-Traktes.

Tipps und Infos

Formularnahrung richtig zubereiten

Denkst du dir gerade …„da kann man doch nicht falsch machen“ …In diversen Foren gibt es da die unterschiedlichsten Tipps, wie die Flasche am besten zubereitet wird.. mehr Pulver für die Sättigung, weniger Pulver damit mehr die Flasche abgewöhnt wird, Tee statt Wasser bei Bauchweh, morgens oder abends gleich alle Flaschen fertig machen usw.

Ich könnte die Liste tatsächlich noch um so manches erweitern….

Dabei ist es für die optimale Versorgung deines Kindes sehr wichtig, das beim Anmischen keine Experimente gemacht werden.

Deshalb habe ich einmal alles wichtige für die Zubereitung aufgelistet:

1. Ausschließlich Wasser mit geeigneter Wasserqualität (keine Bleileitung oder Hausbrunnen) verwenden. Dieses muss nicht vorher abgekocht werden, sondern es reicht, wenn man es laufen lässt, bis es kalt ist. Wasserfilter sind nicht zu empfehlen. Gekauftes Mineralwasser muss mit dem Etikett „Geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung“ versehen sein.

2. Wasser immer auf 40-50 °C erhitzen oder abkühlen. So bleiben auch die hitzeempfindlichen Vitamine erhalten. Für unterwegs/nachts kann abgekochtes Wasser in einer sauberen Thermokanne und portioniertes Milchpulver in einer gereinigten und getrockneten Milchflasche vorbereitet werden.

3. Die auf vom Hersteller angegebenem Zubereitungshinweise müssen eingehalten werden.

4. Der beiliegende Dosierlöffel sollte nur gestrichen voll (nicht gehäuft) sein. Eine durch eine höhere Pulvermenge angedickte Milch belastet aufgrund des hohen Eiweißgehalts die Nieren des Säuglings.

5. Geöffnet Milchpulververpackungen müssen nach jeder Benutzung sofort wieder gut verschlossen und trocken gelagert werden.

6. Jede Milchflasche sollte kurz vor dem Füttern (innerhalb von 1 Stunde) frisch zubereitet werden. Ein Warmhalten ist wegen der raschen Bakterienvermehrung nicht empfehlenswert.

7. Nicht getrunkene Reste werden entsorgt.

8. Nach jedem Gebrauch sind Sauger und Flasche gründlich zu reinigen und zu trocknen.

Tipps und Infos

Stillfreundlich zufüttern

ei meiner Pumpberatung gehe ich immer auch darauf ein, wie die abgepumpte Muttermilch gegeben werden kann.

Neben der Flasche gibt es nämlich viele tolle, und weitaus bessere, Möglichkeiten. Denn die Flasche selbst kann sich negativ auf den Stillerfolg auswirken. Wusstest du das?

Am besten ist es für dein Kind, und dich, wenn du es direkt an der Brust zufütterst. Denn dein Kind ist da wo es hin gehört: an der Brust. Aber es wirkt sich auch positiv auf die Milchmenge aus.
Ich möchte kurz anschneiden, welche Möglichkeiten es gibt:

Becher: Becher? Ja richtig gelesen. Säuglinge können von Anfang aus einem Becher die Milch schlürfen. Sieht es wenig aus, wie bei einer Katze oder einem Hund.

Fingerfeeder: Mit Hilfe einer Spritze und einer weichen Silkonspitze wird die Milch langsam und vorsichtig in den Mund gespritzt.

Sonden und Brusternährungssets: ein sehr dünner Schlauch wird direkt an die Brust geklebt und direkt beim Stillen wird aus der Brust selbst und dem Schlauch gesaugt.

Wichtig: Die Stillfreundliche Zufütterungsethoden, sollten immer unter der Begleitung von Fachpersonen, am besten einer qualifizierten Stillberatung, begleitet werden. Denn neben des Zufütterns ist vor allem die Ursachenforschung sehr wichtig.
Solltest du Fragen dazu haben, helfe ich dir gerne.
Bullshit der Woche

Bullshit der Woche (67)

Vorab:
Ich möchte keine Hetze gegen Hebammen! Ich möchte allerdings noch einmal sensibilisieren, dass „Stillberaterin“ kein geschützter Begriff ist und jeder sich so nennen darf, daher achtet darauf, dass die Stillberatung zertifiziert ist. Auch ist immer interessant, wann die letzte Schulung stattgefunden hat.

Grundsätzlich befinden sich die Kinder um den 4 Monaten in einem enormen Entwicklungsschub. Endlich ist die Welt auch nicht mehr verschwommen, die Kleinen können scharf sehen und üben fixieren. Das familiäre Zusammensein beim Essen ist da natürlich sehr interessant. In Ruhe Essen? Ist dann kaum möglich
Es ist EIN Schritt von Vielen zur Beikostreife, das alleine ist aber nicht das Anzeichen für den Beikoststart.
Für den Beginn ist es wichtig, dass alle Reifezeichen erfüllt sind. Die Fachgesellschaften empfehlen einen Start zwischen dem 5. und 7. Monat, die WHO empfiehlt 180 Tage voll zu stillen oder alternativ die Gabe von Pre Nahrung. Allerdings erwähnen alle, dass das Erfüllen der Reifezeichen essenziell.

Blog

Gänseblümchen

Wer von euch hat aus Gänseblümchen auch schon mal einen Kranz gebastelt oder als Orakel einzelne Blütenblätter abgezupft und abwechselnd mit ja und nein abgezählt?

Das kleine weiße bis zartrosafarbende Blümchen kann aber noch viel mehr.
Mit viel Vitamin C, Magnesium, Eisen und anderen wertvollen Inhaltsstoffen ist unglaublich vielseitig und eignet sich sowohl für herzhafte als auch süße Rezepte z.B.
als Salatzugabe, in Gemüsegerichten, als Gelee, in Quark oder Butter.

Ich selbst setzte sie gerne als Hausmittel ein.
Die entzündungshemmende Wirkung hilft nicht nur bei Trockner Haut, sondern auch bei Prellungen, Quetschungen und Verstauchungen.
Als Tee hilft das Gänseblümchen bei Erkältungs- und Magen-Darmbeschwerden.

Hast du schon mal Gänseblümchen probiert?

Bullshit der Woche

Bullshit der Woche (66)

Wenn du in der Schwangerschaft stillst, schädigst du weder deinem Baby im Bauch noch dem Kind das noch gestillt wird.

Hormonbedingt kann es lediglich dazu kommen, das es dir als Mutter etwas unangenehm wird, weil die Brustwarzen wieder sensibler sind. Je nach Alter deines Kindes kannst du es ihm erklären und die Frequenzen und die Dauer der Stillmahlzeit reduzieren.
Auch kann es passieren das du etwas weniger Milch hast und das der sich der Geschmack der Muttermilch verändert, das liegt daran, dass sich die Zusammensetzung wieder dem Kolostrum anpasst.

Solltest du eine Neigung zu Früh- und Fehlgeburten haben wird empfohlen abzustillen. Da empfehle ich dir individuell mit deinem Frauenarzt und einer IBCLC Stillberaterin zu sprechen.

Snacks und für Unterwegs

Stillkugeln

In der Zeit des Wochenbetts und auch während der gesamten Stillzeit ist eine energiereiche, gesunde und ausgewogene Ernährung besonders von Bedeutung. In den ersten Tagen als frischgebackene Mutter gibt es selten geregelte Essenzeiten. Ich empfehle daher immer ein Stillnest. Dein Platz, wo du es dir mit deinem Kind bequem hast, etwas zu trinken und kleine Snacks bereit stehen. Neben Obst und Gemüse sind da diese kleinen blitzschnellen Energielieferanten absolut Gold wert.

Das Orginalrezept findest du in dem Buch „die Hebammensprechstunde“. Allerdings ist die Menge für einen großen Vorrat von ca. 200 Stück angedacht.

Bullshit der Woche

Bullshit der Woche (65)

Es gibt immer wieder Phasen, wo dein Kind wieder viel , öfter stillen möchte, um wieder mehr Milch zu bestellen. Das heißt aber nicht, das deine Milch nicht mehr ausreicht. Im Laufe der Zeit verändert sich die Muttermilch und damit auch ihre Zusammensetzung. 

Sie verliert aber nicht an Nährstoffen, sondern passt sich immer wieder den aktuellen Bedürfnissen deines Baby an. 

Also, wenn dein Kind mehr Stillen möchte oder ihr einfach schon über z.B. 6 Monate stillt, muss keine Flasche gegeben werden.