Bullshit der Woche

Bullshit der Woche (149)

Was bedeutet eigentlich früher?
30, 60 oder 100 Jahre?

Ja, da gab es vieles nicht…
Den Kinder waren nichts wert und sollten einfach nur funktionieren. Dieses „früher“ ist geprägt u.a. durch, Dr. Johanna Haarer (1900-1988). Sie veröffentlichte einige Erziehungsratgeber, die besonders von den Frauen / Müttern in der Kriegszeit gelesen wurden. Aber auch später in der Nachkriegszeit spielten ihre Bücher immer noch große Rolle und wurden zigfach weiterhin verkauft-entnazifiziert und das mit leicht verändertem Titel bis 1987!
Die Erziehung mit der harten Hand (schwarze Pädagogik) wurde nicht von ihr erfunden, aber sie hat es eindeutig auf die Spitze getrieben.
Es ist für für mich unvorstellbar, sein Kind so zu erziehen und zu behandeln.
Dennoch muss ich immer wieder feststellen, dass viele Eltern immer noch Sorge tragen, ihren Nachwuchs durch zu viel Liebe zu „verweichlichen“ und ohne feste Regeln, bereits im Säuglingsalter, unweigerlich zu “Tyrannen” heranzuziehen.
Wundern tut es mich leider nicht, das viele Eltern noch so denken, denn schließlich war ich z.B. 1987 bereits 1 Jahr alt und auch meine Mutter hätte diesen Ratgeber nutzen können und mir jetzt dann diese Tipps für meine Kinder weitergeben können.

Ich bin dankbar für den Wandel und das die meisten Empfehlungen darauf angelegt sind, ein Kind in seiner Bindungs- und Liebesfähigkeit zu bestärken. Sich selbst wahrzunehmen und nicht auf emotionsloses „Funktionieren“ getrimmt zu werden.

Bullshit der Woche

Bullshit der Woche (148)

..und am besten noch dazu ein Glas Fanta.
 
Tatsächlich weiß ich nicht, wer diesen Tipp gegeben hat.
Ich denke wir sind uns allerdings einig, das es nicht solcherTricks bedarf, damit ein Kind mehr trinkt.
Es ist wieder ein Paradebeispiel dafür, das der Mensch schlauer als die Natur sein möchte.
Wenn dein Kind Durst hat, wird es sich schon melden.
Ist doch bei uns auch so. Trinken nach Durstgefühl, also warum dem Kind das Trinken immer wieder aufzwingen.

 

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Klexikon – J wie Johannisbeere

Klexikon – J wie Johanniskraut
Johanniskraut gehört zu der Gattung der Johanniskräuter. Das Echte-Johanniskraut schmeckt bitter, ist allerdings ein altbewährtes Heilmittel, welches sowohl zur inneren als auch äußeren Anwendung kommt.
n der Küche wird die Pflanze vor allem als Bestandteil in Teezubereitungen verwendet und ist wegen seiner stimmungsaufhellenden Wirkung sehr beliebt.
Des Weiteren ist es Bestandteil einiger Kräuterschnapsmischungen sowie Liköre. In einigen alten Rezepten vom Lande wird das Wildkraut zudem mit anderen Wildkräutern als Kräutermischung zur Würze verwendet.
Da ich bei meinen Recherchen unterschiedliche Angaben gefunden habe. Habe ich mich zur Verwendung bei Säuglingen und Kleinkindern von Johanniskraut nochmal mit Clara von @beipackwissen rückversichert. Wir raten ganz klar davon ab Johanniskraut als Heilmittel bei Babys und Kleinkindern anzuwenden.

 

Tipps und Infos

Klexikon – J wie Jostabeere

Jostabeere gehören zu den Stachelbeergewächsen. Sie ist eine Kreuzung zwischen schwarzer Johannisbeere und mehreren Stachelbeersorten. Daher hat sie auch ihren Namen „Josta“. Gebildet aus den Namen der beiden Ursprungspflanzen Johannisbeere und Stachelbeere. Die Jostabeeren sehen aus wie dunkelviolette bis schwarze Stachelbeeren. Das grünliche Fruchtfleisch unter der glatten, haarlosen Haut enthält viele Samen wie die Stachelbeere, doch der Geschmack ist anders. Bei der Jostabeere paart sich erfrischende Säure mit heidelbeerartigem Aroma. Sie ist reich an Vitamin C, Kalium, Calcium und Magnesium.
Wie alle Beeren, ist sie angedrückt oder halbiert roh bereits ab Beikostreife geeignet. Sie macht sich aber auch gut als Obstkuchenbelag, eingekocht als Konfitüre, Kompott, Gelee und Chutney. Gedünstet passt die Beere gut zu Wild- und Geflügelgerichten oder zum Rinderschmorbraten. Auch im Auflauf oder in Muffins macht sich die Jostabeere vorzüglich.

 

Bullshit der Woche

Bullshit der Woche (147)

Und…wenn wir gleich dabei sind, gibt es zum Beikoststart auch Weißwein statt Wasser.
Ja, nee ist klar! Oder?!
Es ist doch kein Wunder, dass die Kleinen nach der Behandlung mit Alkohol nicht mehr so die Schmerzen haben.
 
Aber Sinn der Sache ist es definitiv nicht, Alkohol zur Betäubung oder auch das dauerhafte Einsetzen von Lokalanästhetika, wie es in den meisten Zahnungssalben enthalten ist, sollte nicht die Lösung sein, um die Kleinen beim Zahnen zu unterstützen.
Bullshit der Woche

Bullshit der Woche (146)

Möhre, Kattoffelbrei, Paprika mit Zucker… Mhhh lecker. Nicht!
Tatsächlich könnte dieser Trick helfen, denn unsere Kinder sind von Natur aus auf Süß getrimmt.
Löst es allerdings das Grundproblem? Nein.
Es bringt sogar noch mehr Probleme mit sich. Denn Zucker verfälscht den Geschmack und macht süchtig. Daher bringt es nichts, denn die Nahrungsmittel werden später dann ohne Zucker nicht besser angenommen.
Daher ist es wichtig nicht zu solchen Tricks zu greifen, sondern wirklich ggf. mit fachlicher Unterstützung zu schauen, wo das Problem liegen könnte.

 

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Zucker

Wenn von Zucker gesprochen wird, ist meist vom weißen Industriezucker die Rede.
Allerdings ist Zucker oftmals unter vielen Namen in der Zutatenliste zu finden.
Durch augenscheinlich natürliche Zutaten, wie Fruchtsaftkonzentrat, Fruchtsüße, Säfte oder Dicksaft, wird vermittelt, dass das Produkt gesund ist.
Industriell ist aber die Süße da heraus gearbeitet, daher hat es kaum noch etwas mit dem gesunden Obst zu tun.
Obst an sich ist gesund, da es neben der Fructose viele wichtige Vitamine und Ballaststoffe enthält. Pure Fructose, wie z.B. in Agavendicksaft enthalten oder künstlich hergestellt, ist ungesund. Fructose hemmt das Sättigungsgefühl und der größte Teil landet in der Leber und wird dort zu Fett umgebaut.
Grundsätzlich sind Kohlenhydrate (enthalten Fructose und Glukose) als Energielieferanten sehr wichtig.
Wir sind ab Geburt auf süß geprägt, denn die Muttermilch enthält auch Zucker in Form von Laktose.
Je mehr Zucker wir in unterschiedlichster Form aufnehmen, desto mehr wird das Belohnungssystem aktiviert. Das Gehirn reagiert auf Zucker, ähnlich wie auf Alkohol oder andere Suchtstoffe, und schüttet vermehrt Dopamin aus.
Daher ist es sinnvoll, so lange, wie möglich, auf zusätzlichen Zucker zu verzichten.
Es gibt jede Menge Alternativen zum weißen Industriezucker, eine Übersicht mit ausführlicher Erklärung darüber findest du hier.
Bullshit der Woche

Bullshit der Woche (145)

Dieser Ansatz der Beikost-und Stillregeln ist weit verbreitet und hat in Deutschland eine Jahrzehnte lange Tradition.

Leider❗️

Es wurde geglaubt, das Babys erst lernen müssen das Beikost satt macht und somit auch eine Milchmahlzeit dann ersetzt.

Heute wissen wir, das Babys nach Bedarf gestillt werden sollten und Beikost keine Ersatzkost ist. Allerdings wissen wir auch, daß Babys von Geburt an ein gesundes Hunger-und Sättigungsgefühl haben.

Für den Beikoststart ist es sogar sinnvoll etwas vorher zu stillen, damit sie nicht zu hungrig sind.
Auch nach der Beikost kannst du ohne zeitlichen Abstand einfach nach Bedarf weiterstillen.

Bullshit der Woche

Bullshit der Woche (144)

Was meinst du, kann eine Mutter zu alt zum Stillen sein?
Ich sage klar „Nein“ !!!
Junge Frauen brauchen ggf. auch Zeit für sich – Zeit, mit Gleichaltrigen das Teenager-Alter auszuleben. Fälschlicherweise wird ihnen dann geraten, lieber abzustillen, weil sie dann unabhängiger sind.
Auch eine Ausbildung muss aufgrund des Stillens nicht abgebrochen werden. Dies gilt genauso für Stillen und Erwerbstätigkeit.
Die ältere Mutter hat wahrscheinlich schon eine Zeitlang im Beruf gearbeitet, die Familie hat sich jetzt beschlossen, Kinder zu bekommen.
Manchmal hat es länger gedauert, bis das lang ersehnte Kind da ist. Und plötzlich ist es nicht so, wie es sich die Eltern vorgestellt haben. Mit dem Stillen braucht es Zeit, und für ein Kind 24 Stunden am Tag da zu sein, ist eine Aufgabe, die unheimlich anstrengend sein kann. Die Frauen wollen häufig alles perfekt machen und stellen hohe Ansprüche an sich.
Beruflich kamen sie gut zurecht – und nun? Häufig setzen sich ältere Mütter unter Druck, alles perfekt machen zu müssen. Je weniger die Realität den Erwartungen entspricht, desto tiefer fallen sie. Dabei kann das Stillen auf der Strecke bleiben, denn Stillen scheint in unserer Gesellschaft an allem Schuld zu sein. Doch ändert ein Abstillen wenig an der komplexen Situation.
Sie sind von Natur aus in der Lage, ihr Kind mit Muttermilch zu ernähren.
Jede Frau bringt eine individuelle Geschichte mit und braucht eine individuelle Begleitung auf ihrem Weg.
Alle Mütter – egal welchen Alters – benötigen Unterstützung.

 

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Honig

Na, welche Altersangaben hast du gehört, wie lange dein Kind kein Honig essen darf? Bis 1 Jahr, 3 oder sogar 5 Jahre?
Ich möchte dir heute bei den vielen Informationen einmal Klarheit verschaffen:
 
Fakt 1: Honig kann Spuren von dem Bakterium „Clostridium Botulinum“ enthalten, das bei Säuglingen und Kleinkinder den seltenen, aber meist tödlichen Botulismus verursacht.
 
Fakt 2: Honig ist ein rohes tierisches Produkt und somit für Kinder bis zum 4. Lebensjahr nicht geeignet.
 
Fakt 3: Der deutsche Honigverband empfiehlt bis zum ersten Lebensjahr keinen Honig, da die Darmflora sich noch aufbaut.
 
So, jetzt haben wir den Salat.
 
Zwei unterschiedliche Altersangaben. Zusätzlich findest du im Netz noch viele andere Altersangaben. Die zwischen 1 und 5 Jahren liegen.
Wichtig zu wissen ist, das die Sporen des Bakteriums die normale Magensäure nicht überleben. Der pH- Wert im Magen eines Säuglings ist allerdings noch höher und sinkt erst mit zunehmender Beikost.
Das ist auch genau das was der deutsche Honigverband meint. Allerdings sollten die meisten Kinder im ersten Jahr immer noch mehr Muttermilch/ Pre als Beikost bekommen, daher passt die Empfehlung mit 1 Jahr nicht.
Fazit: Eine klare Altersempfehlung kann es nicht geben!
Jedes Kind entwickelt sich anders und die Essmengen sind auch sehr individuell. Ganz klar: unter 1 Jahr sollte es kein Honig geben. Danach ist es von Kind zu Kind unterschiedlich.