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Tipps und Infos

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Klexikon – K wie Kiwi

Kiwi wird auch als chinesische Stachelbeere bezeichnet. Die kleinen, etwas eiförmigen Beeren mit ihrem bräunlichen, haarigen Äußeren, sind die Früchte einer Schlingpflanze und gehört zu den Strahlengriffelgewächsen.
 
Kiwis enthalten eine Menge Vitamin C, E und B, Magnesium, Phosphor, Kalium, Kalzium und Eisen.
Außerdem enthält sie das Enzym Actinidin, das zur Spaltung von Eiweiß führt. Kiwis sollten daher nicht in rohem Zustand mit Milchprodukten oder Gelantine vermischt werden. Milchprodukte können dann auch tatsächlich einen bitteren Geschmack annehmen.
 
Ansonsten werden die Kiwis mittig durchgeschnitten und das grüne Fruchtfleisch dann heraus gelöffelt. Die Schale kann allerdings auch mitgegessen werden, sie schmeckt ähnlich wie bei einer Stachelbeere.
 
Da Kiwis sich leicht pürieren oder zerdrücken lassen kannst du sie auch super ab Beikostreife als Brei anbieten oder du kannst sie in mundgerechten Stücken oder Streifen anbieten.
Wie einige andere sehr säurehaltigen Obstsorten kann es auch bei Kiwi zu allergische Reaktionen kommen, also da langsam herantasten und schauen, wie die Haut reagiert.
 
Auch solltest du im Hinterkopf behalten, dass sich die Säure in der Kiwi negativ auswirken kann wenn man sogenannte SSRI (Serotonin-Wiederaufnahmehemmer) einnimmt: Diese Antidepressiva wirken dann anders als geplant.

 

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Pflanzliche Drinks in der Beikost

Warum heißt es eigentlich pflanzlicher Drink und nicht pflanzliche Milch? 
 
Hast du dich das auch schonmal gefragt?
 
Hier kommt die Antwort:
Nach einer europäischen Verordnung ist der Begriff Milch geschützt. Damit ist tatsächlich auch ausschließlich nur die Milch der Kuh gemeint. Stammt die Milch von anderen Tierarten, etwa vom Schaf oder von der Ziege, muss dies entsprechend angegeben werden. Sie heißt dann also Schaf- oder eben Ziegenmilch.
Somit gibt es auch keine Sojamilch, Hafermilch, Reismilch.
Ausnahme ist hierbei die Kokosmilch, das vermahlene Fruchtfleisch der Kokosnuss darf sich Kokosmilch nennen.

 

Pflanzliche Alternativen stammen zu 100 Prozent aus Pflanzen wie Nüssen, Samen oder Getreide. Die verschiedenen Sorten haben einen unterschiedlichen Geschmack. Gerade Drinks aus Getreide schmecken immer süßlich, denn bei der Herstellung wird die enthaltene Stärke in Zucker umgewandelt.
Oftmals als Gegenargument zur Verwendung werden der Mangel an Kalzium sowie der hohe Salz- und Zuckergehalt genannt.
Was den Kalziumgehalt angeht, kann ich dich jetzt schon beruhigen: Mit kalziumangereicherten pflanzlichen Drinks kannst du den Bedarf sehr gut abdecken.

Wie ist es mit dem Salz und dem Zucker in pflanzlichen Drinks?
Denn, wie du weißt, sollte ja in der Beikostzeit weitestgehend darauf verzichtet werden.

Aber wie ist es mit dem Zucker und Salz?
Die Angaben total unterschiedlich. Es lohnt sich also wieder mal genau auf die Inhaltstoffe und die Nährstofftabellen zu schauen.
Ich habe da eine kleine Hilfestellung fertig gemacht: Eine Übersicht der Pflanzliche Drinks fzum Download und ausdrucken (DIN A4). Diese Übersicht findest du hier.

 
Aber wie ist es in der Beikost? Dürfen pflanzliche Alternativen verwendet werden.
 
Ein klares Ja!
 
Selbst wenn ihr nicht vegetarisch oder vegan lebt, bieten pflanzliche Drinks eine tolle Abwechslung.
Aktuell gibt es nur wenige Empfehlung welche Menge in der Säuglings-und Kleinkindernährung gut vertretbar sind. Im Gegensatz zur Milch zählen pflanzliche Drinks zu den Getränken. Also sollten in der Beikostzeit keine Unmengen gegeben werden.
 
Aber wie ist das nun, wenn ich auf tierische Produkte verzichten möchte?
 
Aufgrund meiner ausgiebigen Recherche, kann ich dir aktuell sagen das die Richtwerte für den maximalen Tagesbedarf an tierischer Milch absolut auch auf den maximalen Tagesbedarf an pflanzlichen Drinks übertragbar.
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Klexikon- K wie Kohlrabi

Kohlrabi gehört zu den Kreuzblütlern.
Da der essbare Teil des Kohlrabis oberirdisch wächst nennt man ihn auch Oberrübe. Die Knollen können plattrund, rund oder oval sein und bis zu 20 cm Durchmesser erreichen. Die Sorten unterscheiden sich durch ihre weiße, grüne oder auch blaue bis violette Schalenfärbung. Das Fleisch ist jedoch bei allen Sorten weiß.
 
Kohlrabi enthält eine Menge Vitamin C, Vitamin A und K sowie Niacin, Biotin und Folsäure.
 
 
Kohlrabi kann roh oder kurz gegart gegessen werden. Ab Beikostreife kannst du Kohlrabi super zu Brei verarbeiten oder als Fingerfood anbieten, z.B. als Pommes, Schnitzel oder einfach zu Kartoffeln.
Verschwende nicht die Blätter des Kohlrabis. Sie enthalten zwei- bis dreimal so viele Vitamine und Mineralstoffe, wie die Knollen selbst. Die kleinen, inneren Blätter kannst du roh in deinem Salat verzehren, die größeren kannst du wie Spinat kochen oder ein leckeres Pesto draus zaubern.

 

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Klexikon – I wie Ingwer

Der Ingwer, besser gesagt die Ingwerwurzeln, gehören zu den Gewürzlilien. Ingwer ist der Definition nach ein Gewürz.
Nur die jungen Wurzeln, also die kleinen hellbraunen Knollen sind die, die es zu kaufen gibt.
Der gemahlene Ingwer besteht meist schon aus den älteren Wurzeln. Durch den Trockungs-und Mahlungsprozess enthält dieser dann allerdings kaum noch ätherischen Öle.
Je jünger und frischer die Ingwerwurzel, desto ausgewogener ist das Verhältnis von Aroma und Schärfe.
Seit 2018 ist Ingwer eine Heilpflanze. Neben den ätherischen Ölen enthält sie viel Vitamin B und C, Magnesium, Eisen, Kalzium, Kalium, Natrium und Phosphor.
Du kannst Ingwer frisch, getrocknet oder eingelegt verwenden. Er schmeckt zu Fleisch, Fisch, Suppen und Getränken aber auch in süßem Gebäck oder Obstsalat.
Wichtig zu wissen: Je länger frischer Ingwer mitgekocht wird, desto schärfer wird das Gericht.
Durch seine Schärfe ist der Ingwer kein Gewürz, welches mit als Erstes auf den Speiseplan beim Beikoststart gehören sollte.
Grundsätzlich, wenn ihr gerne scharf esst und dein Kind (bitte gaaaaaanz vorsichtig herantasten) es auch mag, spricht absolut nichts gegen Ingwer.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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Klexikon- H wie Hokkaido Kürbis

Hokkaido Kürbis gehört zu den Kürbisgewächsen. Er isst zählt zu beliebtesten Kürbissorten und zu den kleineren Kürbissen.
Er enthält sehr viel Kalium, Vitamin B1, B2 und B6, Vitamin C und E sowie Folsäure, Magnesium, Eisen und Phosphor. Die orangene Farbe verdankt er dem reichlich darin enthaltenen Beta-Karotin.
Der Hokkaido Kürbis lässt sich einfach verarbeiten, seine vergleichbar dünne Schale kann problemlos mit gegessen werden. Er schmeckt leicht nussig und erinnert an Esskastanie. Tatsächlich könntest du den Kürbis auch roh essen. Für dein Beikostkind ist er allerdings zu hart.
Hokkaido ist so leicht verdaulich und kann ab Beikostreife als Brei oder z.b. als Kürbissticks angeboten werden.
 
Da bei uns nur der Kleckermann gerne Kürbis ist, habe ich mit der Hilfe einiger Leser eine tolle Rezeptsammlung erstellt.
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Klexikon- H wie Himbeere

Neben Erdbeere sind die roten Himbeere die Lieblingsbeeren der Deutschen.
Himbeere gehören zu den Rosengewächsen.
Sie enthalten viele Antioxidantien und sind eine gute Quelle für Ballaststoffe.
Auch liefern sie jedemenge Vitamin C und Mineralstoffe wie Folsäure und Kalium.
Auch wenn sie süß schmecken enthält die Himbeere wenig Fruchtzucker.
Du kannst sie in vielen Dessert Kreationen verarbeiten oder auch herzhaften Gerichten verleiht sie die süße fruchtige Note.
Himbeeren können ab Beikostreife als Brei oder auch roh als ganze Frucht gegessen werden. Sie lassen auch schon bereits mit der ganzen Faust gut greifen, sind aber weich genug das sie mit der Zunge leicht am Gaumen zu zerkleinern sind.
Wusstest du das es Himbeeren auch in schwarz, violett oder goldfarben gibt?
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Alkohol in der Stillzeit

Ich möchte weder einer stillenden Mutter den Konsum von Alkohol verbieten, so dass sie sich dann evtl. dazu entschließt frühzeitig abzustillen, noch kann/ möchte ich ein „Okay“ für Alkohol in der Stillzeit (im 1. Lebensjahr) geben.

Der deutsche Hedammenverband, das Europäische Institut für Stillen und Laktation und der Bund für Risikobewertung sind sich einig:
Eine kleine Menge an Alkohol ist gelegentlich in der Stillzeit vertretbar, wenn der Abstand zur nächsten Stillmahlzeit ausreichend lang ist.

Tja, und was ist jetzt eine kleine Menge? Und wie lang muss „lang“ sein? Da gibt es keine einheitliche Empfehlung!
Anhand einiger Beispiele möchte ich versuchen, diese Angaben etwas genauer zu definieren.
 
Wie hoch dein Blutalkoholkonzentration (wird meist in Promille g/Kg angegeben. 1 Promille = 1 Gramm Alkohol/ pro 1 Kilogramm Blut und somit auch in der Muttermilch) dann ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab:
 
Wann wurde Alkohol konsumiert?
Wieviel wurde getrunken?
Wie schnell wurde getrunken?
Wann und wieviel wurde gegessen?
Größe, Gewicht und Geschlecht, Körperfett- und Körperwasseranteil.
 
Bei der Messung der Blutalkoholkonzentration ist jener Teil des Alkohols nachweisbar, der im Magen-Darm-Trakt und in der Leber nicht schon wieder abgebaut worden ist. Dazu gibt es verschiedene Formeln, um die genaue Blutalkoholkonzentration zu bestimmen. Online werdet ihr dazu auch einige Promillerechner finden, wo ihr einen zirka-Wert ermitteln könnt.
Grundsätzlich kann gesagt werden, je schneller Alkohol ins Blut gelangt, desto schneller steigt die Blutalkoholkonzentration.
Wird der Alkohol also über eine längere Zeit verteilt konsumiert, steigt die Blutalkoholkonzentration nicht so rasch an und der Körper kann während dieser Zeit einen Teil des Alkohols bereits wieder abbauen – pro Stunde durchschnittlich 0,1 bis 0,15‰.
 
Auf dem Bild habe ich dir noch einmal einige Promillewerte bei Erwachsenen und die unmittelbareren Wirkung zusammengefasst.
In meinen Augen hinkt die Argumentation für den Konsum in der Stillzeit, dass Kinder mit der Aufnahme einer sehr reifen Banane, einem Glas Saft oder auch Kefir mehr Alkohol konsumieren, als wenn die Mutter mal ein Glas Wein oder Sekt trinkt.
Keine Mutter würde seinem Kind eine sehr Reife Banane (siehe Beitrag zur Banane) zum Essen geben, diese werde eher für Backwaren verwendet und Alkohol „verkocht“ nicht immer bei hohen Temperaturen. Der pure Saft oder Kefir haben nichts in einer ausgewogenen Ernährung bei Säuglingen und Kleinkinder zu suchen.
Es sollte jeder Stillenden Mutter bewusst sein, dass Muttermilch aus Blut gemacht wird und somit der Promillewert des Blutes auch dem Promillewert in der Muttermilch entspricht.
Auch sollte dir bewusst sein, dass Alkohol, so lange er sich im Blut befindet, auch die Oxytocinausschüttung, was wichtig für den Milchspendereflex ist, hemmt.
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Klexikon – G wie Gurke

Gurken gehören zu den Kürbisgewächsen und sind ein absolutes Sommergemüse.
Durch ihren hohen Wasseranteil von 97% ist sie ein idealer Durststiller, dennoch enthält sie auch viele wertvolle Inhaltsstoffe: Vitamin B, C und K, Kalium und Eisen.
 
Die verschiedenen Gurkensorten unterscheiden sich in ihrer Länge, Dicke, sowie in der Farbe und Beschaffenheit der Schale.
So vielseitig die verschiedenen Gurkensorten sind, so unterschiedlich können sie auch in der Küche verwendet werden. Du kannst sie gedämpft, geschmort, gefüllt oder natürlich roh essen und deinem Kind anbieten. Außerdem eignen sich einige Sorten hervorragend zum Einlegen als Gewürz- oder Salzgurken.
 
Du kannst Gurke ab Beikoststart mit Schale geben, daher achte auf Bio-Qualität, damit kein Spitzmittel über die Schale in dein Kind gelangt. Auch ohne Zähne kann dein Kind den saftigen inneren Teil der Gurke bereis bis zur Schale abnagen.
 
Ich möchte dir 5 Tipps zeigen, wie du Gurke für Essanfänger griffiger machen kannst, so dass sie nicht aus den Fingern flutscht:
 
  1. Anfangs kannst du sie in Pommes-Form anbieten, so dass sie oben und unten aus der kleinen Faust herausschaut.
     
  2. Verwende ein Riffelmesser oder Wellenschneider, dadurch werden die Gurkensticks griffiger
  3. Bei Gurkensticks kannst du kleine Kerben rein schneiden
  4. Gurkenscheiben kannst ohne Schale anbieten
  5. Oder mit Hilfe eines kleinen Ausstechers ein Loch mittig ausstechen, so kann der Gurkenring besser festgehalten werden

 

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Klexikon – G wie Granatapfel

Granatapfel gehört zu der Gattung der Weiderichgewächse.
Sie enthalten Kalium, B-Vitamine (B1, B2, B6 und B9), Eisen, Folsäure und Polyphenole (bioaktive Stoffe, diese wirken antioxidativ).
 
Die Granatapfelkerne schmecken süß-säuerlich und passen sowohl zu süßen als auch zu herzhaften Rezepten.
Leider ist es nicht so leicht an die Kerne zu kommen. Du kannst allerdings den Granatapfel wie eine Zitrusfrucht auspressen.
 
Den Saft und auch Granatapfel als Püree kannst du ab Beikostreife anbieten. Die Kerne sind allerdings wegen der Aspirationsgefahr eher etwas für erfahrene Esser.
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Klexikon – F wie Fenchel

Fenchel gehört zu den Doldenblütler. Er enthält Vitamin A,D und B12. Ebenso noch Kalzium, Folsäure, Eisen, Magnesium und Kalium. Darüber enthält Fenchel doppelt so viel Vitamin C wie Orangen.
Fenchel und auch Fenchelsamen werden oftmals wegen den enthalten ätherischen Ölen Anethol und Fenchol als Heilpflanzen eingesetzt. Das Anethon sorgt für den Anis-Geschmack, das Fenchon gibt die bittere Note.
Fenchel kann ab Beikoststart im Brei oder auch als Fingerfood angeboten werden.
Da der Nitratgehalt bei Fenchel über 1000mg/Kg ist, sollte dieser nicht so häufig angeboten werden.
Nitrat kann durch Bakterien im zu Nitrit, wodurch dann die Sauerstoffaufnahme im Blut gehemmt wird.
 
Daher mein Tipps:
  • am besten Saisonale und Regionale BioWare kaufen
  • Durch Garen wird der Nitratgehalt verringert.
  • Nitratreiches Gemüse gleich nach dem Kochen essen, nicht warm halten und nicht erneut aufwärmen.
  • Das Kochwasser von nitratreichem Gemüse nicht weiter verwenden, sondern wegschütten.
Wusstest du das der getrocknete zu Tee verarbeite Tee, kaum noch ätherische Öle enthält uns somit auch wenig bis gar keine Heilwirkung enthält?