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Tipps und Infos

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Bullshit der Woche (27)

Brei aus dem Gläschen ist gesünder und besser als selbstgekochter Brei

Listen wir mal die Vor- und Nachteile auf:

➕standardisiert schonend gegart
➕Brei wird steril in die Gläschen abgefüllt
➕ lange Haltbarkeit
➕ schnelle Zubereitung .

➖ verwirrende Altersangaben
➖ viel zu flüssig, so dass das Kauen „verlernt“ wird
➖ zu viel Salz, Eiweiß, Zucker
➖ zu viele Zusatzstoffe wie Bindemittel, Gewürze, künstliche Aromen
➖ häufig gestreckt durch Getreideflocken
➖ Vielfalt an Geschmackskombinationen ist eingeschränkt
➖ keine angepasste Portionierung .

Auch wenn ich persönlich nicht dafür bin die Babynahrunghersteller zu unterstützen in dem ihre Produkte gekauft werden, mag ich kein Dogma daraus machen oder Mütter verurteilen, weil sie auf Gläschen zurück greifen.

Lediglich habe ich einen wichtigen Hinweis: bevor ihr etwas kauft, schaut euch die Zutatenliste genau an.

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Kinderlebensmittel 

Im Lebensmittelgesetz ist der Begriff „Kinderlebensmittel“ nicht definiert. Hier sollte allerdings zwischen Lebensmittel für Kleinkinder (1-4 Jahre) und Lebensmittel für Kinder (über 3 Jahre) unterschieden werden.
Laut Gesetz gehören Produkte der Beikost z.B. Brei und fertige Menüs für Kleinkinder zu den Kleinkinderlebensmitteln und unterliegen somit der Diätverordnung.
Kinderlebensmittel hingegen unterliegen dem allgemeinen Lebensmittelrecht und sind nicht gesondert definiert. Gegenüber herkömmlicher Lebensmitteln zeigen ausgezeichnete Kinderlebensmittel keinen ernährungsphysiologischen Vorteil. Im Gegenteil, untersuchte Produkte wiesen sogar eindeutige Nachteile auf.

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Erkennungsmerkmale Kinderprodukte

Optisch:
Aufschrift „für Kinder“ oder „Kids“, auffällige Gestaltung oder Verpackung, Spezielle Formungen z.B. als Tier- oder Comicfiguren, Beigaben z.B. Aufkleber, Sammelbilder etc., speziell an Kinder gerichtete Werbung bzw. Internetauftritt

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Hoher Zuckergehalt:
Die meisten Kinderlebensmittel enthalten einen höheren Zuckergehalt als gewöhnliche Lebensmittel. Um den hohen Zuckergehalt zu verdecken, werden oftmals verschiedene Zuckerquellen verwendet. Andere Bezeichnungen für Zucker: Traubenzucker (Glukose, Dextrose), Fruchtzucker (Fruktose), Saccharose, Raffinade, Invertzucker, Malzzucker (Maltose), Milchzucker (Laktose), Glukosesirup, Fruchtsirup, Maissirup, Fruchtsaftkonzentrat, Maltodextrin, Honig, Ahornsirup, Trauben-/ Birnendicksaft

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Hohe Fettgehalte und ungünstige Fettsäurezusammensetzung:
Aufgrund des hohen Fettgehaltes enthalten Kinderlebensmittel viel zu viel Energie. Gesättigte Fettsäuren kommen gehäuft vor, zu Ungunsten ungesättigter Fettsäuren.

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Willkürliche Anreichung mit Vitaminen und Mineralstoffen:
Kinderlebensmittel sind oftmals willkürlich angereichert, wodurch es zu einer Überversorgung um ein Vielfaches der Empfehlungen für die Nährstoffzufuhr der DGE kommen kann. Nährstoffempfehlungen sind für Erwachsene aufgeführt.

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Höherer Preis:
Aufgrund der kleineren Portionsgröße sind sie oftmals teurer als vergleichbare herkömmliche Lebensmittel

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Aromatisiert:
Die meisten Kinderprodukte enthalten neben Aromen zusätzlich Zusatzstoffe wie Säuerungsmittel, Zuckeraustausch-/ Süßstoffe, Konservierungsstoffe und Farbstoffe.
E-Nummern dienen der Kennzeichnung der betreffenden Zusatzstoffe im Rahmen des Zulassungsverfahrens, u.a. seine gesundheitsunbedenkliche Wirkung, alternativ zum Namen des verwendeten Stoffes. Speziell Azofarbstoffe (E 102, 104, 110, 122, 124, 129) stehen im Verdacht, zu Hyperaktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörungen zu führen.

Fazit:

 

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Bullshit der Woche (26)

„Ab dem 1. Geburtstag braucht dein Baby keine Muttermilch/Pre mehr. Ohne Bedenken kann dann Kuhmilch gegeben werden.“

Solche oder so ähnliche Empfehlungen haben einige von euch von ihren Kinderärzten bekommen. 

Es gibt allerdings keinerlei offizielle Empfehlungen die annähend dieser Aussage ähneln.

Auch wenn dein Kind kein Säugling mehr ist, kannst du weiterhin Muttermilch oder Pre nach Bedarf geben. Die WHO empfiehlt bis zum 2. Geburtstag und darüber hinaus, solange Mutter und Kind es wollen, zu stillen oder alternativ Pre zu geben. 

Die maximale Menge von Kuhmilch steigt von 200ml auf 300ml, allerdings sollte es die Milch weiterhin nicht als Getränk geben.

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Ernährungspyramiden

Da zurzeit kein einheitliches Konzept als Orientierungshilfe für die Kleinkindernährung existiert, möchte ich Euch einmal 3 verschiedene anerkannte Pyramidenmodelle vorstellen. Ihr werdet schnell merken, das sich alle Modelle nur in der Grafischen Darstellung und den Hilfsmitteln unterscheiden.

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OptiMix-Optimierter Mischkost

Quelle: FKE, 2008

Ist eine Dreidimensionale Pyramide der FKE (Forschungsinstitut für Kinderernährung). Sie zeigt die Lebensmittelgruppen innerhalb der Mahlzeiten und eine Seite der Bewegung zugesprochen. Die Empfehlungen enthalten auch eine 7-Tage-Speiseplan mit 5 Mahlzeiten und Berücksichtigung der 3 Regeln:


• Reichlich (78%):
  Getränke (kalorienfrei oder -arm) undpflanzliche Lebensmittel
(Gemüse,Obst, Getreideerzeugnisse, Kartoffeln)

• Mäßig (17%):
   tierische Lebensmittel (Milch,Milchprodukte, Fleisch, Wurst, Eier,Fisch)

• Sparsam (5%):
   Fett- und zuckerreiche Lebensmittel (Speisefette, Süßwaren, Knabberartikel)

 

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Dreidimensionale Lebensmittelpyramide DGE

 

Sie ist in fünf Flächen aufgebaut, die zusammengesetzt eine Pyramide bilden.Die Basis bildet ein Ernährungskreis die in sieben Segmente unterteilt ist:

Quelle: DGE

• Getreideprodukte und Kartoffeln
• Gemüse und Salate
• Obst
• Milch und Milchprodukte
• Fleisch, Wurst, Fisch, Eier
• Pflanzliche Öle und Speisefette
• Getränke

 

Auf den 4 Pyramidenseiten werden die Lebensmittelgruppen aufgezeigt, dabei sind sie auch von reichlich (unten) bis sparsam (oben) angeordnet.

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aid– Ernährungspyramide

Quelle: aid infodienst Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz e. V., 2012

Ist ein vereinfachtes Modell zur FKE und DGE. Sie zeigt die Tagesverzehrmenge als Portionsbausteine an. Dabei spiegeln die Farben der Gruppen der Pyramide die Ampelfarben wieder:

  • Grün = reichlicher Verzehr (Getränke, Obst und Gemüse, Getreide und Getreideprodukte)
  • Gelb = mäßiger Verzehr (Milch und Milchprodukte, Fleisch, Wurstwaren, Fisch und Eier)
  • Rot = sparsamer Verzehr (Fette und Öle, Süßigkeiten und Knabbereien)

Die Lebensmittelgruppen bestehen aus einzelnen Bausteinen, jeder Baustein ist eine empfohlene Portion und jeder Lebensmittelgruppe ist eine Portionszahl zugeordnet. Insgesamt ergeben sich also täglich 22 Lebensmittelportionen: 6+5+4+3(+1)+2+1.

Portionen Lebensmittelgruppen
6 Getränke
5 Gemüse, Salat, Rohkost und Obst
4 Brot, Getreide, Beilagen (z. B. Kartoffeln)
3

+1

Milch und Milchprodukte

Fleisch, Wurst, Fisch oder Ei

2 Koch- und Streichfette
1 Extras (Süßes, fette Snacks) wird toleriert

Quelle: aid infodienst Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz e. V., 2012

 

 

 

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Obstverweigerer und Gemüsemuffel

Es gibt viele Kinder, die gern Obst und Gemüse essen. Aber was tun, wenn dein Kind ein Obstverweigerer und/ oder Gemüsemuffel ist?
Druck, Zwang und Belohnungen sind da keine Lösung! Oftmals verstärkt und verschlimmert es sogar die ganze Situation. 

Ich haben ein paar Tipps zusammengestellt, wie ihr euren Kindern Obst und Gemüse schmackhaft machen könnt.

 

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Das Auge isst mit! 

Ein normaler Apfel ist leider nichts Besonderes – aber ein liebevoll geschnitten Apfel, geschält und in mundgerechte Stücke geschnitten, dagegen schon. Besonders schön, wenn es nicht nur einfach Würfel sind, sondern Blumen, Sternen, Herzchen usw. sind. 

Wer sich noch mehr Mühe machen möchte, probiert mal einen Apfelkrebs oder eine kleine Schnecke mit.

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Buntes Angebot

Je bunter, desto besser. Das Angebot an Obst und Gemüse sollte abwechslungsreich und bunt sein. Ein bunter Gemüse-und Obstteller sieht verlockender aus.

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Mitbestimmung 

Gerade in der Autonomiephase sollten Entscheidungs- und Wahrnehmungsfähigkeit positiv durch die Selbstbestimmung über die Nahrungsmenge bestärkt werden.
Beim gemeinsamen Einkauf kann dann nach den Vorlieben des Kindes eingekauft werden.

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Wiederholungen

Säuglinge und Kleinkinder haben eine sogenannte Neophobie. Eine Angst vor dem Neuen (Essen). Das ist evolutionsbiologisch betrachtet, eine gute Schutzfunktion. Denn so wird nur das gegessen, was man kennt – denn Unbekanntes könnte giftig sein.
Daher sind Wiederholungen wichtig um anfängliche Abneigung in eine zunehmende Akzeptanz umzuwandeln.

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Gemeinsam kochen 

Selbst zubereitet schmeckt es doch am besten. Kinder finden das Essen oft viel interessanter, wenn sie bei der Zubereitung kleine Aufgaben übernehmen dürfen.

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Hunger- und Sättigung akzeptieren und kennenlernen

Nicht zu große Portionen anbieten, lieber kleinere Portionen. Mit der Zeit lernen unsere Kinder, wie viel feste Nahrung es braucht um satt zu sein. 

Wichtig: Nicht das Kind zum aufessen zwingen. Reste auf dem Teller sind erlaubt!  

Es ist auch normal, dass in Schubphasen unsere Kinder sich zu einer kleinen Raupernimmersatt entwickeln oder auch mal keinen Hunger haben.

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Vorbild sein

Kinder lernen durch Nachahmungen. Durch das sogenannte Imitationslernen orientieren sie sich an Erwachsenen (Eltern, Bezugspersonen, Erzieher), aber auch an Gleichaltrigen.
Deshalb ist der bewusste und abwechslungsreiche Umgang mit der Speisenauswahl und Mahlzeitengestaltung sehr wichtig. 

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„Unterjubeln“

Eine Alternative kann auch sein, einfach das Gemüse oder Obst hin und wieder zu verstecken. Zum Bespiel in Soßen, Waffeln, Pfannkuchen oder Bratlinge.

Einige Rezepte dazu haben wir bereits auf dem Blog zum Gemüse/ Obst verstecken: PfannkuchenWaffelnMuffins oder Bratlinge

 

 

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Bullshit der Woche (25)

„Bevor eure Brustwarzen ganz daneben hängen, darf auch mal ein Schluck abgekochtes Wasser oder Fenchelöle gegeben werden.“

Bei der Wärme/Hitze in den letzten Tagen immer wieder ein Thema und einigen von euch hängt es bestimmt auch schon aus den Ohren raus. Aber es ist ein wichtiges Thema und solange „Fachkräfte“ ihre persönliche Meinung über offizielle Empfehlungen stellen, muss es auch immer wieder angesprochen werden. 

Den aus einem Schluck (besonders aus der Flasche) kann schnell eine größere Menge werden.

Klare und Einheitliche Botschaften sind wichtig! .

Auf dem Blog habe ich bereits alles wichtige zum Thema „Trinken“ zusammengefasst. Eine Zusammenfassung der Empfehlung zur Extraflüssigkeit seht ihr auch.

Es folgen aber auch Zitate aus offiziellen Empfehlungen:

„Eine extra Zugabe von Wasser kann den empfindlichen Natriumhaushalt des kleinen Körpers stören und zu einer so genannten Wasservergiftung bzw. Wasserintoxikation führen und dadurch sogar zu Krampfanfällen. Babys können ihren zusätzlichen Flüssigkeitsbedarf über die Muttermilch oder über die Fläschchennahrung stillen“
Dr. Ulrich Fegeler, Kinder- und Jugendarzt sowie Bundespressesprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

„In den ersten Lebensmonaten löscht die Muttermilch bzw. Säuglingsmilchnahrung den Durst des Säuglings. Mit der Einführung der Beikost ist ebenfalls noch kein zusätzliches Getränk nötig. Der Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei und der meist danach eingeführte Getreide-Obst-Brei liefern einen mit der Milch vergleichbaren Anteil an Flüssigkeit. Solange nur ein oder zwei Milchmahlzeiten durch Beikost ersetzt werden, bekommt der Säugling daher ausreichend Flüssigkeit. Erst mit der Einführung des 3. Breis benötigt das gesunde Baby zusätzliche Flüssigkeit.“ Netzwerk Gesund ins Leben

„Ausschließliches Stillen bietet einem Kind bis zum Alter von sechs Monaten die bestmögliche Ernährung.“ WHO

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Lebensmittelgruppen

Eine wichtige Säule zur Prägung des Essverhaltens und auch einer optimalen Gewichtsentwicklung ist eine abwechlungsreiche Speisenauswahl und Mahlzeitengestaltung. Ich möchte mir mit euch einmal die verschiedenen Lebensmittelgruppen und die Bedeutung in den verschiedenen Ernährungspyramiden anschauen, damit euch die Mahlzeitengestaltung leichter von der Hand geht.

Getränke

Wie auch schon bei der Beikosteinführung sollte es zu den Mahlzeiten ein energiefreies oder -armes Getränk angeboten werden. Vorzugsweise sollte es Trinkwasser, vorausgesetzt dabei ist eine geeignete Wasserqualität, oder Mineralwasser sein. Mehr dazu unter „Trinken“.

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Gemüse, Salat, Obst

Sie liefern neben Vitaminen und Mineralstoffen noch wichtige Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Optimal ist saisonales Obst und Gemüse. Aber auch Tiefkühlobst und – gemüse oder nur leicht gezuckerte Konserven können eine Alternative sein. Gerade Tiefkühlobst oder -gemüse haben aufgrund der schnellen und schonenden Verarbeitung in der Regel einen höheren Vitamingehalt als Frischware.

Aufgrund des geringen Energie- und Fruchtzuckergehalts sollte dabei der Gemüseanteil größer als der Obstanteil sein. 

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Brot, Getreide und Beilagen

Hierzu zählen Brot, Getreideflocken, Nudeln, Reis und Kartoffeln. Sie liefern  wichtige Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe, wie pflanzliches Eiweiß. 

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Fleisch, Fisch, Wurst und Ei

Über diese Gruppe wird unser Körper vor allem mit wichtigem Vitamin B12 (Ei zudem A, D, E, K), Eisen, Zink versorgt. Die Fettsäurezusammensetzung (Omega 3) hängt vorrangig von der Tierhaltung ab, hier kann die Wahl von Produkten in Bioqualität und aus Freilandhaltung von Vorteil sein. Dreimal pro Woche sollten als Beilage Fleisch, einmal pro Woche Fisch und 1-2 x pro Woche Ei auf dem Speiseplan stehen. Bei Fleisch sollte die fettarme Variante, wegen des Fettsäuremusters, dem hohen Gehalt an Cholesterin und Purinen, bevorzugt werden.

Als Fisch ist Seefisch wie Seelachs, Kabeljau und Scholle in Form von Filets empfehlenswert. Sie enthalten einen hohen Gehalt an Jod, sowie Omega-3-Fettsäuren.

Wichtig: Roher Fisch bzw. rohes Fleisch bzw. -waren und nicht durchgegartem Ei und daraus gefertigte Speisen sind für Kinder unter 5 Jahren nicht geeignet.

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Milch und Milchprodukte

Ab dem 1. Geburtstag werden hier maximal 300ml pro Tag in Verarbeiter Form empfohlen. Mit dem hohen Gehalt an Calcium, sind Milchprodukte wichtig für die Stabilität der Knochen und Zähne. Aber auch andere Quellen wie Brokkoli, Fenchel, Grünkohl, Spinat oder auch natürliches Mineralwasser sind sehr gute Calcium Lieferanten.

Milch wird aufgrund ihres Eiweißgehaltes nicht zu den Getränken gerechnet.  

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Fette und Öle

Fett ist als Bestandteil der Zellwände für jegliches Leben essentiell. Zugleich dient es als Baustein von Gehirn und Nerven. Als Fettschicht beschleunigt es die Nervenfasern für den Informationsfluss. Fett transportiert außerdem die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K. Es reguliert als Bestandteil von Hormonen viele Körperfunktonen und schützt unsere inneren Organe, sowie unseren Körper vor Wärme und Kälte. Zusätzlich dient es als Geschmacksträger. Für Kleinkinder werden max. 20g pflanzliche Öle (2 EL) pro Tag empfohlen.

Eine richtige Auswahl beim Einsatz von Fetten und Ölen ist sehr wichtig. Hierbei wird zwischen tierischer und pflanzlicher Herkunft unterschieden. Fett ist bei Zimmertemperatur fest, Öl dagegen flüssig. 

Prinzipiell sind Öle gesünder als Fette. Mit ca. 9 kcal/g haben Fette und Öle die höchste Energiedichte. Wird also mehr Energie aufgenommen als gebraucht, wird der Überschuss im Fettgewebe gespeichert und bei einer geringen Aufnahme von dort wieder frei gegeben.

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Extras

Süßigkeiten und Knabbereien, aber auch stark gesüßte Lebensmittel (z.B. Müslis, Fruchtzwerge etc.), enthalten viel Zucker und Fett und stellen leere Kalorien dar. Neben Zahnschäden kann ein übermäßiger Konsum auch zu Übergewicht führen. „Zuckerfreie“ Produkte enthalten zwar keinen Haushaltszucker, verwenden dafür aber oft andere Zuckeralternativen (z.B. Fructose, Maltodextrin etc.). Die Extras sollten daher maximal 10% der täglichen Gesamtenergie ausmachen.

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Bullshit der Woche (24)

„Du gibst dem armen Kind nur Wasser? Gib ihr Saft, dann trinkt sie auch mehr“

Ab Beikoststart (dabei ist es egal, ob vorher ausschließlich gestillt oder Pre gegeben wurde) sollte zu den Mahlzeiten ein energiefreies oder -armes Getränk, am besten aus einem Becher oder Glas, angeboten werden. Vorzugsweise sollte es Trinkwasser, vorausgesetzt dabei ist eine geeignete Wasserqualität, oder Mineralwasser sein.

Aber warum kein Saft, Tee oder Sirup als Trinkanimation mit ins Wasser mischen?

Ein Säugling muss nicht zum Trinken animiert werden, da zusätzliche Flüssigkeit erst benötigt wird, wenn die 3 Milchmahlzeit (am besten im 2. Lebensjahr) durch Beikost ersetzt sind.

Säfte und Sirup prägen durch ihre (Frucht-)süße und evtl. noch zugesetztem Zucker, das Essverhalten.

Bei Kleinkindern ist es sinnvoll Trinken immer griffbereit stehen zu haben, damit die Kleinen sich bei Bedarf immer selbst bedienen können.

 

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Kleinkindernährung

Was ist ein Kleinkind und wie entwickelt sich das Essverhalten

Ab dem 1. Geburtstag ist dein Baby kein Säugling mehr. Es gehört jetzt zu den Kleinkindern, genauer gesagt zu den Kleinstkindern. Muttermilch oder Pre, darf und sollte in der Kleinkindernährung weiterhin ihren Platz haben. Der Milchbedarf richtet sich individuell nach der Menge, welches ein Kleinkind bereits an fester Nahrung zu sich nimmt. Wie im ersten Lebensjahr kann es auch in der Kleinkindzeit zu Schub-, Krankheits- oder Zahnungszeiten einen stärkeren Fokus auf der Milchnahrung haben. Auf natürliche Art und Weise wird dein Kleinkind dennoch spätestens ab dem 2. Lebensjahr in seinem individuellen Tempo Milchmahlzeiten zugunsten fester Kost reduzieren. Als biologisches Abstillalter wird das zweite bis siebente Lebensjahr betrachtet. 

 

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Entwicklung des Essverhaltens

Die Entwicklung des Essverhaltens beginnt bereits mit der pränatalen Prägung im Mutterleib. Die genetische Präferenz für süßen Geschmack, sowie die Abneigung gegen bittere Lebensmittel, wird auch bereits in der Schwangerschaft festgelegt. In der postnatalen Prägung erfolgt das Anlegen der Präferenzen über das Stillen bzw. der Muttermilch. Aber auch die vorherrschende Esskultur, Verhaltensweisen und Vorlieben  werden bereits im Mutterleib geprägt (kulturelle Prägung).

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Weiterhin spielt das Imitationslernen eine sehr große Rolle. Neben dem Erwachsenen als Vorbild orientieren sich Kinder mit zunehmendem Alter vorrangig an Gleichaltrigen. Weshalb innerhalb der Familie, aber auch in den Kindertagesstätten bei der bewussten, abwechslungsreichen Speisenauswahl und Mahlzeitengestaltung eine hohe Verantwortung auferliegt. Optimal wäre mindestens 1x täglich, innerhalb der Familie, eine gemeinsame Mahlzeit in einer liebevollen, entspannten Atmosphäre, einzunehmen. 

Wichtige Säulen bei der Prägung der zukünftigen Gewichtsentwicklung sind: 

  • Vorbildwirkung: eine ausgewogene und gesunde Ernährungs- und Mahlzeitgestaltung der Eltern und Erzieher
  • körperlichen Aktivität: vorrangig an der frischen Luft (Bildung von Vitamin D) 

 

 

 

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Bullshit der Woche (23)

„Wein und Sekt fördert die Milchbildung und schadet nicht.“

Wurde euch auch nach der Geburt empfohlen, gleich einen Sekt zu trinken? Einmal um auf den neuen Erdenbürger anzustoßen und zeitgleich die Milchbildung zu fördern.
Neben Alkohol, gibt es zahlreiche Medikamente, Tees, Salben, Globulis und noch viel mehr, das alles die Milchbildung anregen soll. 

Wissenschaftlich ist die Wirkung auf die Milchmenge allerdings nicht nachgewiesen.

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Auch das Alkohol (vor allem ohne Mengenangaben) nicht schadet, stelle ich stark in Frage.

Stillen und der Konsum von Alkohol ist auf Sozialmedia und bei Fachkräften sowieso ein sehr heikles Thema und führt sehr häufig zu hitzigen Debatten.

 

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Ich möchte euch mit gesammelten Informationen einen Überblick verschaffen, so dass ihr für Euch eine Entscheidung treffen könnt. 

Der deutsche Hedammenverband, das Europäische Institut für Stillen und Laktation und der Bund für Risikobewertung sind sich einig: 

Eine kleine Menge an Alkohol ist gelegentlich in der Stillzeit vertretbar, wenn der Abstand zur nächsten Stillmahlzeit ausreichend lang ist.

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Tja, und was ist jetzt eine kleine Menge? Und wie lang muss „lang“ sein?
Da gibt es keine einheitliche Empfehlung! 

Ich möchte anhand einiger Beispiele versuchen, diese Angaben etwas genauer zu definieren:

Erst einmal ein paar Zahlen zum Vergleich:
(Um Vol.-% in Gramm umzurechnen muss man folgenden Formel verwenden:
Menge in ml  x  (Vol.-% / 100)  x  0,8  =  Gramm reiner Alkohol)

– eine sehr reife Banane kann bis zu 0,6 Vol.-% [114g * (0,6/100)*0,8=0,5472g]

– Säfte in Deutschland dürfen max 0,38 Vol.-% haben

– ein Bier 0,33 Liter sind es 4,9 Vol.-% [330ml*(4,9/100)*0,8=12,936g]

– ein Glas Sekt hat 11 Vol.-% [100ml*(11/100)*0,8=8,8g]

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Wie hoch eure Blutalkoholkonzentration (wird meist in Promille g/Kg angegeben. 1 Promille = 1 Gramm Alkohol/ pro 1 Kilogramm Blut und somit auch in der Muttermilch) dann ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

Wann wurde Alkohol konsumiert? Wieviel wurde getrunken? Wie schnell wurde getrunken? Wann und wieviel wurde gegessen? Größe, Gewicht und Geschlecht, Körperfett- und Körperwasseranteil.

Bei der Messung der Blutalkoholkonzentration ist jener Teil des Alkohols nachweisbar, der im Magen-Darm-Trakt und in der Leber nicht schon wieder abgebaut worden ist. Dazu gibt es verschiedene Formeln, um die genaue Blutalkoholkonzentration zu bestimmen. Online werdet ihr dazu auch einige Promillerechner finden, wo ihr einen zirka-Wert ermitteln könnt. 

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Grundsätzlich kann gesagt werden, je schneller Alkohol ins Blut gelangt, desto schneller steigt die Blutalkoholkonzentration. 

Wird der Alkohol also über eine längere Zeit verteilt konsumiert, steigt die Blutalkoholkonzentration nicht so rasch an und der Körper kann während dieser Zeit einen Teil des Alkohols bereits wieder abbauen – pro Stunde durchschnittlich 0,1 bis 0,15‰.

Noch einige Promillewerte bei Erwachsenen und zur unmittelbareren Wirkung:

Ab 0,5 ‰ wird die Stimmung euphorisch
Bei 0,8 ‰ ist die Reaktionszeit um 30 bis 50% verlängert gegenüber dem nüchternen Zustand
Bei 1-2 ‰ befinden wir uns im Rauschstadium – Reaktionsfähigkeit und das Gleichgewicht sind bereits stark beeinträchtigt. Emotionen und Stimmungsschwankungen und Schläfrigkeit treten ein.
Ab 3‰ Betäubungsstadium – Störungen der allgemeinen Funktionen sind sehr ausgeprägt
3-5‰ werden erwachsene Person bewusstlos und fallen ins Koma.

Wenn man dann die Proportionen eines Säuglings anschaut, wird einem schnell klar, dass Alkohol schon bei weitaus geringeren Mengen seine Auswirkung zeigt.

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Mein Fazit:

Ich möchte weder einer stillenden Mutter den Konsum von Alkohol verbieten, so dass sie sich dann evtl. dazu entschließt frühzeitig abzustillen, noch kann/ möchte ich ein „Okay“ für Alkohol in der Stillzeit (im 1. Lebensjahr) geben. 

In meinen Augen hinkt allerdings auch die Argumentation für den Konsum in der Schwangerschaft, dass Kinder mit der Aufnahme einer sehr reifen Banane, einem Glas Saft oder auch Kefir mehr Alkohol konsumieren, als wenn die Mutter mal ein Glas Wein oder Sekt trinkt.

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Keine Mutter würde seinem Kind eine sehr Reife Banane (wie auf dem Bild)  

so zum Essen geben, diese werde eher für Backwaren verwendet und Alkohol „verkocht“ bei hohen Temperaturen. Der pure Saft oder Kefir haben nichts in einer ausgewogenen Ernährung bei Säuglingen und Kleinkinder zu suchen. 

Es sollte jeder Stillenden Mutter bewusst sein, dass Muttermilch aus Blut gemacht wird und somit der Promillewert des Blutes auch dem Promillewert in der Muttermilch entspricht.

Auch sollte ihnen bewusst sein, dass Alkohol, so lange er sich im Blut befindet, auch die Oxytocinausschüttung, was wichtig für den Milchspendereflex ist, hemmt.

Ich möchte mich beim Admin Team von der  bedanken, denn dank deren Feedback ist die Infografik entstanden.

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