Kastanien, Eicheln und Co. (Teil 3: Kastanien)

Ich hab letztens über die Bucheckern geschrieben, die ja irgendwie giftig sind und doch nicht giftig sind.
Im Anschluss konnte ich es kaum erwarten, noch mehr über Buchengewächse rauszufinden. Zu meinem Erstaunen fielen darunter auch die Kastanien. Ich kenne die Edelkastanie und die Rosskastanie. So und dann war meine Verwirrung perfekt, denn die Edelkastanie ist ein Buchengewächs und die Rosskastanie nicht.

Das möchte ich schnell genauer erklären, denn das wusste ich nicht, erklärt aber Einiges!

Jeder weiß, dass es essbare Kastanien, die sogenannten Edelkastanien (Buchengewächse), gibt, und dann die, mit denen wir im Herbst basteln, oder auch für den Jäger zum Rehe füttern, sammeln, das ist die Rosskastanie und die ist ein sogenanntes Seifenbaumgewächs.

Seifenbaumgewächs ist KEIN Buchengewächs, es klingt nicht mal annähernd nach etwas zu essen, und tatsächlich, man sollte das auch nicht ernsthaft in Erwägung ziehen, da es nur für Tiere genießbar ist, wie der Name, „Ross“kastanie, schon vermuten lässt, spielt tatsächlich das Pferd als Genießer eine Rolle.

Für den Menschen natürlich giftig, verursacht sie

• Bauchschmerzen

• Übelkeit

• Erbrechen

Von daher besser Finger weg!

Ich habe vor ich glaube 3 Jahren mir tatsächlich die Mühe gemacht, Rosskastanien im Herbst zu sammeln, zu schälen, klein zu häckseln und zu trocken um sie als  (wegen der enthaltenen Saponine – diese besitzt auch der Efeu! – soll das gut funktionieren) zu verwenden! Ich gestehe, meine Vorräte sind noch nicht angebrochen worden, das aber auch nur weil ich zum Wäsche waschen sehr spontan bin und es einfach seine Zeit benötigt, um einen Sud herzustellen. Ich gelobe Besserung, vielleicht mach ich das die Tage direkt für euch!

Wer das ausprobieren will benötigt 5-8 trockene und saubere Rosskastanien. Diese müssen geviertelt werden (ich habe sie zusätzlich geschält, weil die Schale auf weißer Wäsche abfärben kann). Die Stücken in ein Glas geben und ungefähr 8 Stunden stehen lassen.

Vielleicht gebt ihr uns ein Feedback zu euren Erfahrungen, wenn ihr das ausprobiert haben solltet! 

Dann gibt es aber wie schon erwähnt sind da noch die Edelkastanien und darunter gehören auch die leckeren Maronen, mnommnom… Die Esskastanien sind auch lecker, aber sie sind schwächer im Geschmack.

Wir finden Maronen zu Weihnachten immer auf dem Weihnachtsmarkt und schlagen uns den Bauch damit voll! Aber auch selbst im Backofen gebacken sind die super lecker und gesund! Jetzt fragt ihr: „Gesund“? Ja die sind sogar richtig gesund! Sie enthalten kein Fett (!), einiges an sättigenden Kohlenhydraten, Ballaststoffe und sind dazu noch richtig gut für unsere Verdauung, was natürlich gut für unser Immunsystem ist. Wahre Weihnachtswunder sozusagen! Sie enthalten fettlösliche B-Vitamine, das ist wichtig für unsere roten Blutkörperchen, wiederum wichtig für unser Gehirn und die Schönheit unserer Haut, sie enthalten Mangan zum Entgiften und sie helfen das Risiko zu senken Herzkrankheiten oder Krebs zu bekommen. Ein Komplettpaket Gesundheit sozusagen und wahrscheinlich das beste Weihnachtsgeschenk für jeden der Gesundheit schenken möchte.

Die Zubereitung ist denkbar einfach, gekocht und gern auch gebraten, aber der Klassiker wird im Ofen gebacken, dazu die Schale kreuzweise einschneiden, in den Backofen bei 180 Grad 20 Minuten backen, fertig! 

Ich habe sie zusätzlich im Thermomix mit Dampf gegart, die Kastanien werden einfach unbehandelt in den Gareinsatz gelegt, 500ml Wasser dazu und auf Stufe 1/ 45 Minuten dampfgaren. Geht natürlich genau so mit dem Kochtopf! Hat mir besser geschmeckt, sie waren nicht so trocken! Vllt einfach ausprobieren was euch besser schmeckt!

Bon appétit!

Inga

 

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