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Klecker-Lecker

Bullshit der Woche

Bullshit der Woche (104)

Ganz unrecht hat die Dame, die diese Aussage getroffen hat, ja nicht.
Babys handeln intuitiv.
Allerdings sind sie auch neugierig.
 
Was für uns Erwachsenen völlig verständlich ist- wie z.B. das Essen von „fester“ Nahrung.
Ist für die Säugling einfach super spannend, es ist ein neuer Geruch, eine neue Konsistenz, ein neuer Geschmack- ja alles bei der Breigabe (ich fokussiere mich da jetzt mal wegen der Aussage darauf) ist neu und spannend, es muss erstmal erkundet werden.
 
Hier noch mal zu Erinnerung: orale Phase und erkunden der Umwelt mit dem Mund, beginnt meist schon vor dem 4. Monat.
Daher werden auch die meisten Säuglinge ohne Beikostreife den Brei nicht wieder ausspucken.
Vielleicht, falls noch nicht abgeschwächt, wird die Nahrung mit der Zunge wieder heraus geschoben.
 
Die Neugier ist da einfach so groß und das bereits vor erfüllen aller Reifezeichen. Daher ist dieses Testen und erwarten, das der Brei wieder ausgespuckt wird, völlig Irrsinn und nichts aussagen über die Beikostreife.
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Klexikon – F wie Feige

Feigen (Kurzform von echter Feige) ist einer der ältesten Kultur-und Nutzpflanzen. Feigen sind die Früchte des Feigenbaums, sie können grün oder auch violett sein.
Die Feigen aus der ersten Ernte im Juni oder Juli sind in der Regel etwas größer als die zweiten Ernte im August und September, dafür haben diese dann einen höheren Zuckergehalt.
Sie enthalten Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen und einige Ballastoffe.
Die Kerne sind essbar und sogar besonders gesund, zusätzlich haben sie eine verdauungsfördernde Wirkung.
Feigen schmecken pur, im Salat , zum Nachtisch, in süßen oder auch herzhaften Gerichten.
Feigen sind super für kleine Essanfänger. Sie lassen sich gut greifen und lassen sich mit den meist noch zahnlosen Kiefer gut zerkleinern.

 

Bullshit der Woche

Bullshit der Woche (106)

Oje oje oje, da hat jemand etwas durcheinander gebracht. 🤦🏻‍♀️
 
Was für einen Neugeborenen nicht ganz ungefährlich ist.
Die ersten 4 Wochen nach der Geburt wird ein Baby Neugeborenes genannt. In dieser Zeit sollte ein Baby mindesten 4 mal am Tag Stuhlgang haben. 💩
 
Die Häufigkeit und Farbe geben Auskunft darüber, ob dein Baby genug Muttermilch erhält.
Sollte dein Baby nicht mindestens 4 mal Stuhlgang haben, ist das ein wichtiges Alarmsignal ⚠️, bei dem man sich an eine kompetente Stillberaterung wenden sollte.
 
Erst 6 Wochen nach der Geburt wird der Stuhlgang weniger und dann trifft folgende Aussage erst zu:
Von 10 mal täglich bis 1 mal in 10 Tagen ist alles normal.
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Statt Ei

Eier sind ein wichtiger Bestandteil von vielen Speisen. Sie werden als Backtriebmittel, als Feuchtigkeitsspender, Lockerungs- oder auch Bindemittel verwendet.
Die vielen Funktionen kannst du auch ganz einfach durch vegane Alternativen ersetzen. Ich habe 10 Alternativen für dich, die alle ab Beikostreife geeignet sind:

1️⃣Bananen oder Apfelmus bzw. Obstmus
Zerdrückte Bananen und alle Obstmus Sorten eigenen sich als Feuchtigkeitsspender.
Statt Ei: 60 g Obstmus

2️⃣Leinsamen oder Chaisamen
Gemahlen und in Flüssigkeit aufgequollen haben sie eine super Bindeeigenschaft.
Statt Ei:
1 TL Leinsamen + 4 TL Flüssigkeit
1 EL Chiasamen + 3 EL Flüssigkeit

3️⃣Kartoffel- oder Maisstärke
Stärke wird meist als Binde-und Verdickungsmittel in Soßen eingesetzt. Einfach die Stärke in kalter Flüssigkeit auflösen und dann vorsichtig erwärmen. Nach und nach verdickt es dann.
Statt Ei: 2 TL Stärke + 3 TL kalte Flüssigkeit

4️⃣ Haferflocken
Eignen sich super als Bindemittel. Dafür einfach Haferflocken in den Teig geben und einige Zeit ruhen lassen
Statt Ei: 3–4 Esslöffel zarte Haferflocken

5️⃣Tomatenmark
Neben des Geschmacks liefert Tomatenmark auch eine gute Bindeeigenschaft.
Statt Ei: 1-2 EL Tomatenmark

6️⃣ Johannesbrotkernmehl
Verdickt auch bei kalten Temperaturen, so dass es optimal für kalte Speisen eingesetzt werden kann.
Statt Ei: 1 TL Johannesbrotkernmehl

7️⃣ Pflanzliche Drinks
Bei vielen Speisen, wo nur ein Ei verwendet wird, dient dieses als Feuchtigkeitsspender.
Pflanzliche Drinks und etwas mehr Fett reichen als Ersatz da völlig aus.
Statt Ei: 3-4 EL Pflanzendrink

8️⃣Joghurt
Als Auflockerung gut in fluffigen Teigen.
Statt Ei: 60g Joghurt

9️⃣Flohsamenschalen
Genau wie Lein- oder Chiasamen haben gequollene Flohsamenschalen eine gute Bindeeigenschaft.
Statt Ei: 1 TL + 100 Flüssigkeit

🔟Essig und Natron
Dient zur Auflockerung. Keine Sorge, Essig schmeckst du nicht raus
Statt Ei: 1 EL Essig + 2 TL Natron

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Ei

Darf dein Baby Ei essen? Ab wann? Wieviele? Das ganze Ei oder doch nur das Eigelb?

Kurz gesagt: Ja, dein Baby darf komplette Eier essen.

Eier gehören zu den Allergenen, daher können sie zur Allergieprävention ab Beikostreife gegeben werden. Dabei kannst du das gesamte Ei anbieten. Es sollten maximal 1-2 Eier pro Woche geben, dabei sollte die Menge auf die Gesamtmenge aller Speisen, also auch aus Backwaren mit einbezogen werden.
Wichtig: Achte darauf, dass das Ei komplett durchgegart ist.
Der BfR empfiehlt rohe Eier frühsten ab dem 5. Geburtstag wegen der schwer verlaufenden Lebensmittelinfektionen.

Bullshit der Woche

Bullshit der Woche (105)

Ohhh je, wie oft hört oder liest man mittlerweile, dass das Stillen oder auch die Flaschengabe schuld dran ist, dass Kinder „schlechte Schläfer sind“. 🙄
 
Ich denke, als erstes müssen wir uns von der durch die Werbung suggerierte Scheinvorstellung verabschieden, dass Kinder friedlich in ihrem Bettchen liegen und 8 Stunden am Stück schlafen.
Kein Mensch schläft 8 Stunden am Stück durch. Allerdings merken wir Erwachsenen gar nicht, dass wir zwischendurch erwachen. 😉
 
Wir Eltern wissen, dass wir im 21. Jahrhundert leben und nicht der nächste Säbelzahntiger hinter der Ecke wartet. Babys wissen es nicht und handeln nach Urinstinkten und da heißt allein ein schutzlos zu sein.
Schon mal zwei Gründe, warum die Aussagen einfach völliger Unsinn sind.
Ja und dann gibt es noch eine entscheidendes und wichtiges Argument: der Energiebedarf.
Neugeborene, Säuglinge und auch noch Kleinstkinder benötigen einfach wesentlich mehr Energie, gerade in den sogenannten Schubphasen.
Natürlich gibt es Kinder die wirklich dauerhaft so mega schlecht schlafen, dass die ganze Familie drunter leidet. Da hilft dann eine kompetente und dennoch bindungsorientierte Schlafberatung. Auch kann es dann hilfreich sein, darüber hinaus mit einer Fachperson für orale Restriktionen zu sprechen.
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Klexikon – E wie Erbsen

Erbsen gehören zu den Hülsenfrüchten.
Frische Erbsen bestehen zu 70% aus Wasser, sind aber dennoch absolute Proteinbomben.
Erbsenproteine sind aufgrund ihrer ganz speziellen Kombination aus Aminosäuren besonders wertvoll für den Muskelaufbau, die Beschaffenheit von Haut und Haar, sowie für ein gesundes Bindegewebe.
Außerdem enthalten sie Vitamin A, C, sowie verschieden B Vitamine. Weitere Inhaltstoffe sind Folsäure, Eisen, Kalzium, Kalium, Magnesium und Zink.
 
Da Erbsen frisch, getrocknet, eingelegt oder im gefrosteten Zustand erhältlich sind, sind sie auch vielseitig verwendbar.
Bis auf Zuckererbsen, werden sie ohne Hülse gegessen.
 
Verarbeitet werden sie zum Beispiel im Brei, als Bratling, Suppe oder Pancake uns können bereits ab Beikoststart gegeben werden.
 
Für geübte Esser, wenn der Pinzettengriff vorhanden ist, kann es Erbsen dann auch unpüriert geben.

 

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Klexikon – E wie Erdbeere

Erdbeeren gehören nicht, wie es der Name vermuten lässt, zu den Beeren. Sie gehören zu den Rosengewächsen und sie sind Scheinfrüchte, denn die eigentlich Frucht sind die kleinen gelben Nüsschen.
Sie besteht zu 90% aus Wasser und enthält mehr Vitamin C als eine Orange. Außerdem hat sie einen hohen Gehalt an Folsäure, Eisen, Kalzium, Kalium und Magnesium.
Viele Kinder zeigen beim Verzehr eine Hautreaktion um den Mundbereich. Dabei handelt es sich oftmals gar nicht um eine Allergie gegen Erdbeeren. Es kann eine Reaktion auf die Fruchtsäure sein, meist ist es allerdings auch eine Reaktion auf die verwendeten Pestiziden.
Allergische Reaktionen auf Erdbeeren sind möglich, da sie Eiweißstoffe enthalten, die Birkenpollen sehr ähnlich sind. Bei einer allergischen Reaktion auf Erdbeeren handelt es sich hier um eine Kreuzallergie.

Auf der hompage befinden sich mittlerweile sehr viele Rezepte mit Erdbeeren:

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Beikoststart

Die WHO empfiehlt 180 Tage zu Stillen.
Die verschiedenen deutschen Fachgesellschaften empfehlen einen Start zwischen dem 5. und 7. Monat unter Beachtung der individuellen Reife. Hierbei zu erwähnen ist, dass es nicht in dem 5. Monat, sondern ab dem 5. Monat bedeutet.

Individuelle Reife und das heißt jetzt was?
Hier kommen die berühmten Beikostreifezeichen ins Spiel. 3 an der Zahl.
Ich für meinen Teil habe die letzten 6 Jahre festgestellt, dass alleine diese 3 Reifezeichen für Verunsicherungen sorgen, weshalb ich sie zum besseren Verständnis nochmal ein wenig genauer aufgeteilt habe. Da werde ich in einem anderen Beitrag genauer drauf eingehen.

Wie überall behauptet, stammen diese 3 Beikostreifezeichen allerdings nicht von der WHO. Sie haben ihren Ursprung aus England, aus dem Land wo auch das Baby Led Weaning stammt. Merkst du was? Genau. Die Reifezeichen stammen aus der dortigen BLW Szene. UNICEF UK befürwortet diese. UNICEF UK allerdings ist nicht UNICEF international oder die WHO.

Letztendlich ist der Ursprung relativ egal, wenn allerdings darauf verwiesen wird, dann mit richtige Quelle.
Zurück zum Beikoststart.

So viele Altersangabe es auch geben mag, entscheidend ist die Individuelle Entwicklung deines Kindes!

Die verschiedenen Wege der Beikosteinführung habe ich dir in den Beiträge „Wie“ und „Womit“- Beikost in Breiform einführen und Baby Led Weaning aufgezeigt.

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Unsere Geschichte (Teil 9)

Nach und nach sickerten durch einige Quellen in der Kita immer mehr Informationen durch, was so in der Kita passierte. So wurde uns mitgeteilt, dass die Kinder nicht mit Links essen durften. War der Kleckermann beim Essen zu laut und unruhig musste er sich an die Fensterbank, mit dem Rücken zu den anderen Kindern setzen und so weiter essen. War er beim spielen zu wild, musste er neben der Erzieherin sitzen und durfte nicht mit den anderen Kindern spielen.
Da wir diese Informationen erhielten, wollten wir, dass unser Sohn die Gruppe wechselt, da wir mittlerweile davon überzeugt waren, dass es tatsächlich an der Erzieherin lag und nicht an uns.
Die Kita hatte allerdings schon einen anderen Weg eingeschlagen und informierte bereits den Träger. Ein Gespräch mit dem Träger gab es, in dem wir nochmal erklärten alles getan zu haben, was die Kita gewünscht hatte und wir auch unseren Wunsch äußerten, dass wir einen Gruppenwechsel wünschten.
Gemeinsam sollte eigentlich eine Lösung gefunden werden. Doch stattdessen wurde zusätzlich noch die Landesschulbehörde informiert.
Und dann an einem Donnerstag im April, das weiß ich noch ganz genau, erhielt ich einen Anruf aus der Einrichtung nachdem ich meinen Sohn bereits abgeholt hatte.
 
„Hallo Frau Highley, wir hatten heute einen Termin mit Herrn XY von dem Träger, Frau XY von der Landesschulbehörde und Frau XY vom Jugendamt. Mit sofortiger Wirkung darf ihr Sohn nicht mehr in unsere Einrichtung.“