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Klecker-Lecker

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Unsere Geschichte (Teil6)

Der Wechsel zur Kita stand an und wir machten uns lange mit Hilfe seiner Therapeutin Gedanken was das Richtige für ihn und für uns wäre.
I-Status und somit ein Intigrationsplatz wurden abgelehnt, also schauten wir nach der besten Option.
Aufgrund meiner beginnenden Selbstständigkeit plus der Schwangerschaft mit dem Elfen (die von Anfang nicht leicht war) und den Arbeitszeiten meines Mannes, war in unser aller Augen ein Platz in einer Vollzeitgruppe (9:00-15:00/15:30 Uhr) mit einem männlichen Betreuer die beste Lösung.
So war es anfangs auch…
Nach dem Wechsel in die Kita hatten wir das Gefühl er sei endlich angekommen. Er machte riesen Entwicklungsschritte und auch die Entscheidung mit einem männlichen Betreuer, der viel nach Montessori arbeitete, kam dem Wesen vom Kleckermann sehr entgegen.
Elterngespräche liefen endlich „normal“ ab ohne Vorwürfe oder Druck.
Es gab noch die Empfehlungen mit einer Ergotherapie zu starten, was seitens der Kinderärztin unter 4 aber nicht möglich sei.
Nach einem Besuch im SPZ (Sozial Pädiatrischen Zentrum) und endlich der Diagnose Wahrnehmungs-und Regulationsstörung starteten wir dann mit der Ergotherapie, die auch nochmal viel positiven Einfluss hatte.
Tja und dann kam die nächste Hürde: ein Betreuerwechsel.

Bullshit der Woche

Bullshit der Woche (81)

Viel zu häufig lese ich diesen Satz, wenn es in den verschiedensten Gruppen um Essmengen oder die Abwechslung beim Essen geht.

Aber was macht dieser Satz mit uns?

Er lässt uns an der Kompetenz unseres Kindes, aber auch an der eigenen Kompetenz, zweifeln und dadurch entsteht Frust, Ängste und Druck (auch wenn nur unbewusst).

Leider ist es tatsächlich so, dass unsere Vorstellungen der Portionen von dem abweichen, was Kinder als Portion wirklich benötigen.
Das liegt unter anderem auch an den Mengenangaben der Babynahrungshersteller, die bereits auf der Formularnahrung zu finden ist.
Normale einseitige Essphasen lassen uns schnell verunsichern. Wir Erwachsenen haben in den meisten Fällen verlernt (bzw. es wurde uns auch schon als Kind abtrainiert) intuitiv zu essen.

Selbstverständlich gibt es auch wirklich schlechte Esser, bei denen um so wichtiger die Ursachenforschungen ist.
Die allermeisten schlechten Esser essen allerdings völlig normal und wir sollten ihrer Kompetenz vertrauen.

Hattest du auch schon einmal das Gefühl einen schlechten Esser zu Hause zu haben?

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Vitamin B12

Vitamin B12 (Cobalamin) ist das einzige wasserlösliche Vitamin, dass der Körper über mehrere Jahre speichern kann. Das geschieht vor allem in der Leber.
Vitamin B12 wird von Mikroorganismen gebildet, die viele von uns zwar in sich tragen, aber leider unbrauchbar sind, da sie sich im Dickdarm befinden.
Die Aufnahme geschieht nämlich über die Magenschleimhaut und kann nur in Kombination mit einem bestimmten Eiweiß (Intrinsic-Faktor, gebildet von der Magenschleimhaut) geschehen.
Auch wenn unser Körper das Vitamin B12 lange speichern kann ist ein regelmäßiger Verzehr von Vitamin B12-haltigen Lebensmitteln wichtig. Hierbei ist allerdings anzumerken, das die Aufnahme über Pflanzen eigentlich nicht möglich ist, da Spuren von B12 nur in vergorenen Pflanzen enthalten ist. Die Aufnahme über Fleisch ist eigentlich ein Umweg, da B12 den meisten Tieren auch über das Futter oder via Spritzen supplemtiert wird.
Im Endeffekt kann auch auf einfachem Wege B12 supplemtiert werden.

Aber warum ist B12 so wichtig?
Es ist für die Bildung roter Blutkörperchen wichtig, es hat Auswirkungen auf den Aufbau der Nervenzellen im Rückenmark und im Eiweiß- und Nukleinsäurestoffwechsel. Bei einem Mangel, der sich oft erst nach Jahren bemerkbar macht, kommt es zu Müdigkeit, Blutarmut, Konzentrationsschwäche, Depressionen , Kopfschmerzen und bei Kindern zu Entwicklungsverzögerungen

Der Schätzwert für die B12 Zufuhr ist altersabhängig:
– bis 4 Monaten 0,5 µg/Tag
– 4 bis 12 Monate 1,4 µg/Tag
– 1 bist 4 Jahre 1,5 µg/Tag

Bullshit der Woche

Bullshit der Woche (80)

Ich mag diese Dogmen absolut gar nicht, da sie viel öfter verunsichern und Druck auslösen, als wirklich zu helfen.

Wie wäre es denn bei dir, wenn dir jemand sagen würde: “du musst erst die 100g Karotten essen, bevor du die Kartoffel essen darfst“?

Fühlt sich nicht gut an, oder?

Wenn dein Baby dann auch mal weniger isst, als angegeben werden schnell alle möglichen Tipps aus dem Netz probiert, damit das Kind die angegeben Mengen auch wirklich isst.
Daraus resultieren viele negative Verknüpfungen und ein schlechtes Essverhalten – was sich auch erst Jahre später zeigen kann.

Es ist wesentlich sinnvoller, den Druck rauszunehmen, alle Beikostreifezeichen abzuwarten und dann unter Beachtung der kritischen Lebensmittel, ein breite und bunte Lebensmittelvielfalt anzubieten.

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Vitamin K

In der Schwangerschaft findet die Gabe von Vitamin K über die Plazenta nur in geringen Mengen statt.
Vitamin K ist ein fettlösliches Vitamin und ist für die Bildung von Gerinnungsgsfaktoren zuständig. Das heißt ohne Vitamin K kann der Körper diese Faktoren nicht herstellen und damit auch keine Blutungen stoppen.
Außerdem verhindert Vitamin K die Kalkablagerungen in Weichteilen wie Blutgefäßen und Knorpeln.

Der Bedarf ist laut der DGE unterschiedlich:
0-4 Monate 4 µg/Tag
4-12 Monate 10 µg/Tag
1 bis 4 Jahre 15 µg/Tag
4 bis 7 Jahre 20 µg/Tag

Dein Baby erhält über die Muttermilch Vitamin K und auch in Formularnahrung ist Vitamin K zugesetzt. Da dies aber nicht genügt, um die Speicher ausreichend zu füllen, wird in Deutschland die Gabe von dreimal
2 mg Vitamin K bei den Vorsorgeuntersuchungen U1, U2 und U3 empfohlen.
Seit 2007 wurde durch diese Gaben das Blutungsrisko bei Säuglingen deutlich verringert.
Es gibt auch die Möglichkeit kontinuierlich, eine niedrig dosierte Prophylaxe über einen Zeitraum von 12 Wochen zu geben.

 
 
 
 
 
Bullshit der Woche

Bullshit der Woche (79)

Vollstillen ist ein Begriff der so oft falsch verwendet wird und so noch mehr für Verwirrung sorgt.
Voll stillst du nur, wenn dein Kind zu dem Zeitpunkt nur Muttermilch erhält.
Es gibt dann noch ausschließliches Stillen und bunt Stillen.

Das heißt aber, und ich glaube das ist jetzt auch selbsterklärend, dass diese Empfehlung in sich schon ein Widerspruch ist. Du kannst nicht 6 Monate voll stillen und mit 4 Monaten mit Beikost starten, denn dann stillst du seit dem 4. Monat nicht mehr voll.

Tja, und wie ist dann mit Allergiepräventation?

Ganz klar wird 6 Monate voll stillen empfohlen und ab Beikostreife, mit ca. 6 Monaten, mit der Beikost zu starten. Vorallem sollten dann, unter dem Schutz der Muttermilch, auch die Allergene eingeführt werden.
Ich weiß, dass es in offiziellen Empfehlungen (S3-Leitlinie) zur Allergiepräventation der Start mit dem vollendeten 4. Monat empfohlen wird.
Wer die gesamte Leitlinie und die Diskussionen dazu kennt, weiß auch, dass es bezüglich der Formulierungen zu der Beikost und dem Stillen leider nicht klar formuliert wurde, so dass es rasch missinterpretiert werden kann.

Ein verfrühter Beikoststart ist zur Allergiepräventation nicht empfehlenswert und fördert sogar unzählige Zivilisationserkrankungen

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Unsere Geschichte (Teil 5)

Mit dem 1. Geburtstag des Kleckermanns war meine Elternzeit vorbei, ich fing also wieder an im Rettungsdienst zu arbeiten. Mein Chef war super verständnisvoll und kam mir sehr entgegen mit den Schichten. Mein Mann arbeitete nur nachts und einen Krippenplatz hatten wir noch nicht.
Somit kam mein Mann morgens von der Arbeit, übernahm den Kleckermann, damit ich zur Schicht konnte. Mittgas übernahm ich dann, damit mein Mann schlafen konnte. Die Nächte waren zu der Zeit absolut gruselig, weil der Kleckermann am Dauerzahnen war.
Mein Mann und ich gingen auf dem Zahnfleisch und waren glücklich, als wir dann endlich mit der Eingewöhnung in der Krippe starten konnten.
Da er eine Distanzlosigkeit zu anderen Menschen hat, war die Eingewöhnung absolut kein Problem.
Doch schon nach den ersten Wochen und dem ersten Elterngespräch sollte nach und nach die Krippe uns immer mehr Probleme bereiten.
Das Begleiten des Kleckermanns war zu dieser Zeit schon nicht einfach und jetzt rückblickend kann ich sagen, dass sich in dieser Zeit schon viele Symptome sehr bemerkbar machten. Seine ausgeprägte motorische Unruhe und Rastlosigkeit, das laute Spielen, seine geringe Frustrationstoleranz und sehr extremen Wutanfälle (auch mit Selbstverletzung), sein impulsives Verhalten und die unüberlegten Handlungen, wie z.B. ohne vorher ersichtlichen Grund im Spiel plötzlich andere Kinder zu hauen, treten oder zu beißen.
Völlig Verständlich, dass die Erzieher und auch Eltern da eine „Gefahr“ sehen und handeln wollen, aber anstatt wirklich zu helfen, begann da unsere Odyssee an Vorwürfen, Druck und Mobbing. Zusätzlich kamen noch Verdachtsdiagnosen, wie „Autismus“, „ADHS“ „Zwangsstörung“ seitens der Erzieher mit Therapievorschlägen.

Ich kann da nicht ganz so ins Detail gehen, weil unsere Geschichte dazu beigetragen hatte, dass jemand gekündigt wurde.

Zu dieser Zeit begannen wir wegen der Diagnose „Wahrnehmungs- und Regulationsstörung“ unsere Psychotherapie. Auch der I-Status wurde damals zum ersten Mal beantragt, aber mittlerweile mehrfach abgelehnt u.a. mit der Begründung, dass wir mit unserer Art der Erziehung daran schuld sind. O-Ton „Er braucht klare Regeln, Grenzen und Strafen!“

Hängen in den Köpfen bleibt aber nur, dass unser Kind völlig unangepasst war und derjenige war, der mit 2 Jahren zur Entlastung der Einrichtung je einen Tag in der Woche zu Hause bleiben musste.

Bullshit der Woche

Bullshit der Woche (78)

Ich gebe zu, ein sehr provokantes Bullshit der Woche. In den 5 Jahren, in denen ich auf Sozial Media unterwegs bin, sind mir immer wieder Blogger begegnet, die viele – sehr, sehr viele Follower haben und oftmals gefährliches Halbwissen teilen ohne irgendeine Ausbildung in dem Bereich oder fundierte Quellen zu haben.

Das Bewusstsein für die Verantwortung der geteilten Inhalte ist entweder gar nicht da oder total verzerrt.

Wusstest du, dass diese Selbstüberschätzung sogar einen Namen hat?

Dunning-Kruger-Effekt

Er besagt, dass weniger kompetente Personen
dazu neigen, ihre eigenen Fähigkeiten zu überschätzen. Diese Personen können die überlegenen Fähigkeiten bei anderen nicht erkennen und das Ausmaß ihrer Inkompetenz nicht richtig einschätzen.

Also, nur weil jemand 1000, 10k, 100k oder gar 1 Mio. Follower hat, heißt es nicht, dass die Empfehlungen oder geteilten Inhalte auch wirklich richtig sind.
Lest geteilte Inhalte immer mit Vorsicht und bedenkt bitte, dass Posts, Storys oder Blogbeiträge keine fundierte Beratung ersetzen können.

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Vitamin D

Vitamin D ein ganz besonderes Vitamin.

Es wird vor allem unter dem Einfluss von UVB-Strahlen des Sonnenlichts gebildet und kann nur bedingt über die Nahrung aufgenommen werden. In unseren Breitengraden ist es tatsächlich möglich alleine durch ein Sonnenbad (Alle 2 Tage und vorausgesetzt, ein viertel der Körperoberfläche ist der Sonne ausgesetzt) unseren Vitamin D Speicher aufzufüllen. Unser Körper ist in der Lage durch die Speicherung des Vitamin D im Fettgewebe, in den Sommermonaten ein Depot für den Winter anzulegen.
In den D-A-CH-Referenzwerten gibt es bezüglich der Sonneneinstrahlungen für die verschiedensten Hauttypen Empfehlungen mit Zeitangaben, alle hier zu benennen sprengt allerdings den Rahmen. Vor allem bei Säuglingen und Kleinkindern wird empfohlen, sie wegen des nicht ausgeprägten Hautschutzes, sie nicht der direkten Sonne auszusetzen.
Deshalb wird von den Fachgesellschaften eine Gabe von 10µg ( 1µg = 40 Internationale Einheiten (IE); 1 IE = 0,025 µg) in den ersten 12 Monaten empfohlen. Im 2 Lebensjahr sollte die Prophylaxe dann in den Wintermonaten weiter durchgeführt werden.
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Aber schauen wir uns mal an, warum das Vitamin D so wichtig ist:

Vitamin D ist ein fettlösliches Vitamin und als Hormon tätig – es reguliert den Calcium- und Phosphathaushalt. Es wirkt steigernd auf die Bildung und Aktivität der auf- und abbauenden Knochenzellen, begünstigt die Knochenmineralisation, fördert das Muskelwachstum und wirkt sich unterstützend auf die muskuläre Koordination aus.
Ein langfristiger Vitamin D-Mangel führt zu Osteomalazie (Demineralisierung der Knochen) und Osteoporose
(Verminderung der Knochenmasse).

Eine Überdosierung ist durch eine normale Ernährung oder Sonnenlicht praktisch nicht möglich. Wird Vitamin D allerdings hochdosiert supplementiert oder hochdosiert angereicherte Nahrung aufgenommen wird, kann es zu verschiedene gesundheitliche Einschränkungen kommen. Dazu Gehörren u.a. Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, Appetitlosigkeit, aber auch erhöhtes Durstgefühl und Nierensteine bis hin zu Nierenversagen.

Tipps und Infos

20 Essideen an heißen Tagen

Was essen an heißen Tagen?

Hast du dich die letzten Tagen auch schon gefragt, was du deiner Familie bei dieser Hitzen kochen sollst?

Aufgrund meiner Arbeit beschäftige ich mich ja immer wieder mit verschiedenen Ernährungsweisen und schaue was für mich und meine Familie gut ist.

Aber, warum erzähle ich das?

Weil laut Laut TCM, jedes Nahrungsmittel und jedes Getränk eine thermische Wirkung hat.
So wirken Früchte und gesäuerte Milchprodukte (Jogurt, Buttermilch…) kalt bis kühlend,Gemüse wirkt kalt bis neutral. Milchprodukte, Getreide und Hülsenfrüchte, sowie Öle und Fette wirken neutral.
Nach diesen Vorgaben habe ich 20 Ideen für heiße Tage zusammengefasst:

Pellkartoffeln mit Gurkensalat und Quark
Nudeln mit Pesto oder Tomatensoße
Nudel-oder Kartoffelsalat mit Würstchen
(Resteverwertung, für Nudeln und Kartoffeln)
Kräuterbaguette oder Zupfbrot mit Rohkostteller
Wassermelonensalat
Ofengemüse
Kalte Suppen
– Gazpacho
– Okroschka
– Ananas-Pfirsich-Suppe mit Kokos
– Kirschsuppe mit Mehlkößen
– Joghurt-Gurken-Suppe
Pfannkuchen süß oder herzhaft
Couscous Bratlinge mit
Reispfanne und Gemüse
Gemüse Quiche
Wrap mit Gemüse
Blätterteigschnecken- süß oder herzhaft
Bulgur Melonen Salat
Flammkuchen
Altbewährter Brotteller mit Rohkost
Toast Hawai
Bruschetta
gefüllte Zucchini
Kaltschale

Was isst du mit deiner Familie an den heißen Tagen am Liebsten?