Bullshit der Woche (29)

Nahrung selbst leicht vorkauen und dann vorsichtig in den Mund des Säuglings reinpusten

Dieser Tipp stammt von einer Hebamme für den Beikoststart.

Ist euer erster Gedanke: bäh, wozu gibt es einen Pürierstab??

Kann ich nachvollziehen, doch das Anbieten, der schon leicht angekauten Nahrung, ist durchaus eine traditionelle Möglichkeit der Beikostgabe, die auch in vielen Kulturen noch heute völlig normal ist. 

Sogar Gill Rapley schreibt in ihrem Grundlagenbuch für BLW darüber: „In viele Kulturen ist es üblich, die Nahrung für Babys vorzukauen, um sie weich zu machen und mit Speichel zu versetzen, damit sie sich besser verdauen lässt. Der Speichelbrei wird dann von der Mutter direkt von Mund zu Mund weitergereicht oder dem Baby mit der Hand gefüttert. Am häufigsten geschieht dies bei Fleisch, um die Fasern aufzuschließen, so dass sie für das Baby leichter verträglich sind. Es gibt keinen Grund, warum BLW-Eltern dies nicht tun sollten, aber wirklich notwendig ist es nicht.“

Allerdings erachte ich das reinpusten in den Mund als sehr übergriffig und völlig sinnfrei.

 

 

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