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Bullshit der Woche

Bullshit der Woche (81)

Viel zu häufig lese ich diesen Satz, wenn es in den verschiedensten Gruppen um Essmengen oder die Abwechslung beim Essen geht.

Aber was macht dieser Satz mit uns?

Er lässt uns an der Kompetenz unseres Kindes, aber auch an der eigenen Kompetenz, zweifeln und dadurch entsteht Frust, Ängste und Druck (auch wenn nur unbewusst).

Leider ist es tatsächlich so, dass unsere Vorstellungen der Portionen von dem abweichen, was Kinder als Portion wirklich benötigen.
Das liegt unter anderem auch an den Mengenangaben der Babynahrungshersteller, die bereits auf der Formularnahrung zu finden ist.
Normale einseitige Essphasen lassen uns schnell verunsichern. Wir Erwachsenen haben in den meisten Fällen verlernt (bzw. es wurde uns auch schon als Kind abtrainiert) intuitiv zu essen.

Selbstverständlich gibt es auch wirklich schlechte Esser, bei denen um so wichtiger die Ursachenforschungen ist.
Die allermeisten schlechten Esser essen allerdings völlig normal und wir sollten ihrer Kompetenz vertrauen.

Hattest du auch schon einmal das Gefühl einen schlechten Esser zu Hause zu haben?

Bullshit der Woche

Bullshit der Woche (72)

Ich bin kein Fan von solch Dogmatischen Angaben.
Sie lösen unglaublich viel Streß aus. In den Foren kommt es unter den Müttern wegen diesen ganzen Altersangaben zu sehr ausufernden, respektlosen und beleidigenden Diskussionen.

Ja, natürlich empfiehlt die WHO 6 Monaten (180 Tage) ausschließlich zu stillen oder geeignete Formularnahrung (Pre) zu geben. Die verschiedensten Fachgesellschaften in Deutschland hingegen empfehlen einen Start zwischen dem 5. und 7 Monat.
Tja und was genau heißt das dann?
Wenn das Kind im 5 Monat ist oder wenn es 5 Monate alt ist? Die nächste Verwirrung….

Bei einem sind allerdings alle einig: Die Beikostreifezeichen müssen erfüllt sein.

Toll und da gibt es auch wieder viele verschiedene Aussagen und Auslegungen.

Fakt ist. Es gibt nur 3 richtige Reifezeichen (auch ich habe mehr auf meinen Bildern, weil ich diese 3 Reifezeichen noch genauer auseinander genommen habe) und diese 3 Reifezeichen können physiologisch erst um den 6 Monate erfüllt sein. Nein, es gibt da keine Ausnahmen mit 3, 4 oder 4,5 Monaten. Es ist von körperlichen Entwicklung absolut nicht möglich!

Du musst also nicht zwingend ausschließlich 6 Monate stillen, wenn dein Kind bereits mit 5,5 Monaten die Reifezeichen erfüllt, dann lass es starten.

Was ich sagen möchte: Achte auf dein Kind und die individuelle Entwicklung

In meinem Workshop und meinem E-Book, zeige ich dir die wichtigen Dinge, die für alle Wege der respektvollen Beikosteinführung entscheidend sind.

 
Bullshit der Woche

Bullshit der Woche (67)

Vorab:
Ich möchte keine Hetze gegen Hebammen! Ich möchte allerdings noch einmal sensibilisieren, dass „Stillberaterin“ kein geschützter Begriff ist und jeder sich so nennen darf, daher achtet darauf, dass die Stillberatung zertifiziert ist. Auch ist immer interessant, wann die letzte Schulung stattgefunden hat.

Grundsätzlich befinden sich die Kinder um den 4 Monaten in einem enormen Entwicklungsschub. Endlich ist die Welt auch nicht mehr verschwommen, die Kleinen können scharf sehen und üben fixieren. Das familiäre Zusammensein beim Essen ist da natürlich sehr interessant. In Ruhe Essen? Ist dann kaum möglich
Es ist EIN Schritt von Vielen zur Beikostreife, das alleine ist aber nicht das Anzeichen für den Beikoststart.
Für den Beginn ist es wichtig, dass alle Reifezeichen erfüllt sind. Die Fachgesellschaften empfehlen einen Start zwischen dem 5. und 7. Monat, die WHO empfiehlt 180 Tage voll zu stillen oder alternativ die Gabe von Pre Nahrung. Allerdings erwähnen alle, dass das Erfüllen der Reifezeichen essenziell.

Bullshit der Woche, Tipps und Infos

Bullshit der Woche (41)

Ja, Beikost ist eine wirklich spannenden Zeit und wenn unsere Kinder die ersten Anzeichen machen, können wir kaum den nächsten Schritt, den Beikoststart, abwarten. . ABER nicht wir Eltern sollten Zeitpunkt bestimmen, sondern das Kind selbst und das wird es tun, wenn es soweit ist. Das ist aber nicht mit ca. 4 Monaten oder früher, wenn die Kleinen gierig dem Essen hinterher schauen. Warum ich genau das erwähne? Ganz einfach, es ist der häufigste Punkt, der mit der eigentlichen Beikostreife verwechselt wird. Mit ca. 4 Monaten können sie scharf sehen und üben mit dem hinterher schauen das Fixieren und Verfolgen von Gegenständen. Da ist natürlich alles interessant, was ihr als Eltern macht – ihr könntet also auf einer Schuhsohle kauen und sie würden dasselbe machen wollen.
Bullshit der Woche

Bullshit der Woche (40)

Früher gab es für unsere Babys härtere und gröbere Kost, aus diesem Grund war die gesamte Mundmotorik eine andere. Kieferfehlstellungen sind heute wesentlich häufiger zu finden. Eine Ursache scheint, um vermeintliche Aspiration zu vermeiden, die fein pürierte Beikost zu sein. Doch das muss nicht sein, denn dein Baby ist ab dem 6.-8. Monat in der Lage, die Mundmotorik am Familientisch zu trainieren und oftmals greifen sie ja auch ganz selbstbestimmt zur Nahrung. Wenn du Brei geben möchtest, achte darauf, dass er nicht sehr püriert ist. Es reicht völlig aus, das weiche Gemüse/ Obst mit einem Kartoffelstampfer oder einer Gabel leicht zu zerdrücken. Wenn du merkst, es klappt nicht mit der Beikost, egal ob jetzt Brei, Fingerfood oder Familientisch, dann leg erstmal eine Pause ein. Wenn du Angst hast, weil dein Kind würgt, empfehle ich dir einen Erste-Hilfe-Kurs. Auf dem Blog haben wir bereits einmal ausführlich über den Würgereflex und das Thema „Verschlucken“ berichtet.
Bullshit der Woche

Bullshit der Woche (31)

Eine Freundin von mir war beim Kinderarzt, zur Sprache kam auch das Thema Beikost und in dem Gespräch darüber machte die Ärztin dann diese Erklärung. Das Lehrbuch würde ich gerne einmal lesen.

Egal, ob gestillt, Zwiemilch oder auschließliche Fläschchengabe, mit Beikost sollte erst dann begonnen werden, wenn alle Reifezeichen erfüllt sind. 
Wann diese erfüllt sind unterscheidet sich dabei von Kind zu Kind, daher sind genaue Altersangaben sehr schwierig.
Nachvollziehbar ist allerdings, dass WHO und UNICEF empfehlen, die ersten 6 Monate ausschließlich zu stillen, denn um den 6. Monat herum sind alle Kinder Beikostreif.

 

Bullshit der Woche

Bullshit der Woche (29)

Dieser Tipp stammt von einer Hebamme für den Beikoststart.

Ist euer erster Gedanke: bäh, wozu gibt es einen Pürierstab??

Kann ich nachvollziehen, doch das Anbieten, der schon leicht angekauten Nahrung, ist durchaus eine traditionelle Möglichkeit der Beikostgabe, die auch in vielen Kulturen noch heute völlig normal ist. 

Sogar Gill Rapley schreibt in ihrem Grundlagenbuch für BLW darüber: „In viele Kulturen ist es üblich, die Nahrung für Babys vorzukauen, um sie weich zu machen und mit Speichel zu versetzen, damit sie sich besser verdauen lässt. Der Speichelbrei wird dann von der Mutter direkt von Mund zu Mund weitergereicht oder dem Baby mit der Hand gefüttert. Am häufigsten geschieht dies bei Fleisch, um die Fasern aufzuschließen, so dass sie für das Baby leichter verträglich sind. Es gibt keinen Grund, warum BLW-Eltern dies nicht tun sollten, aber wirklich notwendig ist es nicht.“

Allerdings erachte ich das reinpusten in den Mund als sehr übergriffig und völlig sinnfrei.

 

Bullshit der Woche

Bullshit der Woche (28)

Fruchtsauger

Viele setzen diese Sauger ein, weil sie Angst haben, ihr Baby könnte sich an einem Stück Obst oder Gemüse verschlucken.

Diese Angst kann ich, als Mutter von 2 Söhnen, völlig nachvollziehen! 

Allerdings gaukelt es nur die Sicherheit vor, da die Kinder dadurch nicht den richtigen Umgang mit der Nahrung im Mund inkl. Würgemomente erlernen. Später, wenn es dann Obst und Gemüse ohne Sauger gibt, müssen die Kinder diesen Prozess trotzdem durchleben. 

Auch wird häufig das Einsetzen des Würgereflexes mit dem eigentlichen Verschlucken verwechselt. Dazu haben wir ausführlich auf dem Blog berichtet. 

Zusätzlich schädigt das Dauernuckeln, an dem Obst/Gemüse im Sauger, den Zähnen.

Meine Empfehlung:

1. Erste-Hilfe-Kurs besuchen
2. Reifezeichen abwarten
3. Kind aufrecht halten bzw. sitzen lassen beim Essen
4. Kind nicht alleine lassen, so dass ggf. schnell eingegriffen werden kann

Und als letztes der Kompetenz des Kindes vertrauen!