Meine Stillgeschichten

Unterschiedlicher können meine 2 Stillgeschichten nicht sein! Aber ich weiß heute auch, dass mir und dem Kleckermann viele Probleme erspart geblieben wären, wenn wir von Anfang an die richtige Hilfe an unserer Seite gehabt hätten…

Die Schwangerschaft und auch die Geburt vom Kleckermann verlief ohne Komplikationen. Schnell, selbstbestimmt und reibunglos kam der kleine Mann zur Welt.
Allerdings war er nach der sehr schnellen Geburt zu schwach zum trinken. Ich habe mehrfach versucht ihn anzulegen, aber er trank nicht. Er wurde also immer gelber, das wegen Blutgerinnungsstörung für alle uninteressant war.
Da ich überzeugt davon war, dass mein Kind endlich mal Milch benötigt, wurde mir, trotz mehrfachen Nachfragens, im Krankenhaus leider nicht geholfen. Es wurde nicht mal nachgefragt, ob er bereits gestillt habe oder ob ich überhaupt stillen möchte und ggf. Ersatz brauche. Auch Bonding in den ersten 24 Stunden war ein Fremdwort.

Nach 48 Stunden durften wir zum Glück nach Hause. 

Meine Hebamme war dann die Erste die mir dabei half, meinen Sohn richtig anzulegen. Er war sehr schwach und wir stellten schnell fest, dass er etwas Probleme mit der einen Seite hatte, woraufhin mir meine Hebamme Stillhütchen gab. Damit lief es auch soweit relativ gut. Bis ich Ausschlag bekam und der Kleckermann irgendwann auch mit Hütchen nicht mehr richtig trank. Im Nachhinein wissen wir halt, dass es auch an einem schlecht gestochenen Brustwarzenpiercing, an zwei Blockaden im Nacken und einer Regulationsstörung lag, dass er nicht richtig trank, sehr viel schrie und auch deswegen extreme Bauchweh hatte.
Zusätzlich war ich aber auch wegen meiner Wochenbettdepression total angespannt und verkrampft – ich wollte stillen!
Es war und ist für mich das natürlichste und je mehr ich es wollte und dafür kämpfte, desto mehr verkrampfte ich.
Meiner Hebamme war erstmal wichtig, dass ich entspanne, meine Haut sich entspannt und der kleine Mann weiterhin Milch bekommt. Ich habe dann angefangen abzupumpen. Durch meinen innerlichen Stress, ging trotz regelmäßigem Pumpen – und sogar Powerpumpen – die Milch immer mehr zurück. Er verlor mittlerweile auch Gewicht, worauf ich dann begann zuzufüttern.

Ich war mit einem Schreikind (über 12 Stunden täglich) so gut wie alleine und nebenbei, auch nachts, habe ich alle 2 Stunden abgepumpt. Ich war psychisch und physisch am Ende, bin zusammengebrochen und habe den Kampf ums Stillen nach 2 Monaten aufgeben müssen.

Also, gab es dann Pre!

Keine wurde richtig vertragen – von extremen Blähungen, über Verstopfungen (bei denen wir sogar Einläufe machen mussten) bis hin zu Durchfall/ Erbrechen war alles dabei. Alle Mittelchen Bigia Tropfen, Lefax, Sab Simplex, Tee, Kümmelzäpfchen, viel Tragen, Bauch- und Fußmassagen oder ein warmes Bad haben nur minimal Besserung gebracht. Wir haben auch 8(!) mal die Milch gewechselt und auch eine Kuhmilcheiweißunverträglichkeit wurde ausgeschlossen. Wir waren unter anderem wegen den Blockaden in Behandlung bei einem studierten Chiropraktiker und dieser hat angeboten einen Kinesiologischen Muskeltest zu machen.


Ganz kurze Definition von Kinesiologie:

Kinesiologie ist eine effektive Methode, Blockaden sowie Stressreaktionen abzubauen, Potenziale zu fördern und das Wohlergehen, die Gesundheit, die Leistungsfähigkeit und Lebensqualität zu verbessern.  (Zitat: Klaus Wienert)

Der Kleckermann  bekam wenige Tropfen der angerührten Pre in den Mund getropft und an Hand der übertragenden Muskelkraft, konnte unser Chiropraktiker erkennen, welche Pre-Nahrung am besten vertragen wird. 


Wir haben daraufhin ein letztes Mal die Pre-Nahrung gewechselt und konnten uns langsam, ohne weitere Probleme, notgedrungen, an die Flasche gewöhnen. Selbstbestimmt hat der Kleckermann mit 3,5 Jahre beschlossen, dass er keine Pre mehr haben wollte, bis zu diesem Zeitpunkt hat er sie immer nach Bedarf erhalten.

Nach meiner Behandlung, wegen meiner PPD und nach dem heutigen Kenntnisstand, habe ich bei dem Elfen alles anders gemacht.

Nach der traumhaften Hausgeburt habe ich den Elfen eigenständig die Brust finden  lassen (Breast crawl) und über 48 Stunden gebondet.
Wie der Kleckermann hatte auch der Elf anfänglich einseitig wegen des Piercings etwas Probleme, das sich nach einigen Wochen jedoch legte. Auch habe ich einen sehr starken Milchspendereflex (und ich glaube das war auch beim Kleckermann ein Problem), so dass sich der Elf anfänglich auch ständig verschluckte und auch häufig spuckte. Ich habe dem Elfen geholfen, in dem ich anfangs vor dem Stillen einfach etwas Milch per Handgewinnung aufgefangen habe.
Mittlerweile hat sich alles sehr gut eingespielt und wir stillen seit 9 Monaten ohne weiteren Probleme.

Durch die Erfahrungen mit dem Kleckermann bin ich beim Elfen wesentlich entspannter mit den „stressigen“ oder anstrengenden Zeiten, zum Beispiel in den Cluster-Phasen, umgegangen. 

Stillen in der Trage war und ist uns häufig eine gute Hilfe.

Wie war es denn bei euch? Was würdest ihr rückblickend anders machen?

Eure stillende Flaschenmama
Scarlett

 

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