Mittag und Herzhaftes

Brennessel

Jeder kennt sie, die wenigsten mögen die Brennnessel aber, was ich völlig nachvollziehen kann, denn die feinen Härchen verursachen nach der Berührung brennende und juckende Quaddeln. Diesem Schutzmechanismus verdankt sie auch ihrem Namen.
Dennoch gehört die Brennnessel zu den vielseitigsten Kräutern. Mit vielen Vitaminen (A und C – ca. doppelt so viel wie eine Orange), Mineralstoffen, wie Magnesium, Kalzium und Eisen, ist sie eine super Ergänzung in der Ernährung. So enthält die Brennessel 40 % Eiweiß und somit viel mehr, als die beliebtesten Proteinquellen in der veganen und vegetarischen Ernährung.
Brennnesseln sind vom Geschmack ähnlich wie Spinat und kann daher sehr vielseitig in der Küche eingesetzt werden z.B. als Brennnesselspinat, in Suppe, als Pesto oder im Salat.
Damit du die Brennnessel essen kannst, musst du zuvor die Brennhaare abbrechen. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten: Koche die Brennnessel kurz auf. Damit zerstörst du die Pflanzenstruktur so sehr, dass die Brennhaare nicht mehr wirken. Rolle die gesammelten Brennnesselteile mit einer Teigrolle durch oder püriere sie, damit die Haare abbrechen. Nachdem du deine Brennesselernte so vorbearbeitet hast, kannst du sie bedenkenlos verkochen.

Als Hausmittel kann die Brennnessel als Tinktur gegen Rheuma, Gicht und Kopfschuppen helfen. Als Tee wirkt die Brennnessel harntreibend und kann so bei einer Blasen- und Harnwegsinfektion helfen, aber auch bei Verstopfungen.

Und was hilft gegen das Brennen und Jucken, wenn du in Berührung mit Brennnessel gekommen bist? Mit Wasser abspülen und kühlen. Wichtig ist es, die betroffenen Hautpartien vorher nicht zu berühren.

Du benötigst für 4 Personen: 
500g Brennesselblätter
1 Zwiebel
Olivenöl
Pfeffer
Nusskat
Gemüsebrühe

Zubereitung:
Entferne die Stängel (mit Handschuhen) von den Brennnesselblättern. Koche die Blätter der Brennnessel in einem geschlossenen Topf etwa 10 Minuten lang in etwas Wasser. Dabei reicht es, wenn das Wasser etwa 1 – 2 cm den Topf füllt. Alle darüberliegenden Blätter werden durch den Wasserdampf gekocht. Währenddessen kannst du die Zwiebel in feine Würfel hacken und in etwas Öl anschwitzen. Gieße das Kochwasser ab, aber schütte es nicht weg. Es ist reich an Nährstoffen und kann zum Beispiel für eine Suppe weiterverwendet oder auch so getrunken werden. Gebe im Anschluss die Brennessel zu den Zwiebel püriere alles. Abschmecken

Die gekochten Brennnesselblätter schmecken als Spinat auch auf Pizza oder mit Pasta.

Wir essen den Spinat allerdings am liebsten ganz klassisch mit Kartoffeln und Rührei

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