Browsing Tag

Stillen

Bullshit der Woche

Bullshit der Woche (93)

Ja, der liebe Schnuller..
 
Ob ein Kind einen Schnuller wirklich benötigt?
Nein, nicht wirklich!
 
Vorallem weil er schnell auch mal durch eine Verschiebung der Saugpräferenz Probleme bereiten kann.
Als Mama kann ich allerdings völlig nachvollziehen, warum ein Schnuller gegeben wird. 😉
 
Beide meiner Kinder hatten aus verschiedenen Indikationen ein Schnuller als „Medikament“.
 
Nun ja, zum heutigen Bullshit der Woche mag ich eine kleine Zeitreise machen..
 
Im Mittelalter gab es bereits eine Art Schnuller, dieser wurde zur Beschäftigung, bzw. zur Ablenkung in schlechten Zeiten, wo es wenig zu Essen und Trinken gab, Babys und Kleinkindern gegeben. Damit Kinder diesen besser annahmen wurde der Schnuller mit einer süßen Masse gefüllt.
 
Das, was damals Lebensnotwenig war, ist heutzutage oftmals ein Problem bei der Schnuller Gabe.
Wie oben bereits geschrieben, sollte die Gabe gut überdacht werden..
Allerdings ist so oder so, die Gewöhnung mit Hilfe von Honig, der ja unter 1 Jahr definitiv nicht empfohlen wird, absolut sinnfrei.
Vielleicht noch wirklich gut zu wissen: die Geschichte des Schnullers und die Entwicklung der Säuglingsnahrung hängen zusammen.
Bullshit der Woche

Bullshit der Woche (91)

Wusstest du, das Stillen Einfluss auf die Rückbildung hat?
 
Stillen, besser gesagt die Ausschüttung des Hormons Oxytocin während des Stillens unterstützt die Rückbildung und Wundheilung.
 
Durch das Oxytocin zieht sich die Gebärmutter zusammen.
Zusätzlich ist es ratsam ,zeitnah mit der Rückbildungsgymnastik zu starten, damit der Prozess der Rückbildung gefördert wird.
 
Wann da genau der richtige Zeitpunkt ist, lässt sich pauschal nicht sagen, denn viele Faktoren spielen da eine wichtige Rolle.
 
Die Empfehlung, das nach dem Rückbildungskurs abgestillt werden kann, kann ich nicht nachvollziehen, denn die Muskulatur des Unterleibs, aber auch die Bauch- und Beinmuskulatur brauchen tatsächlich noch einige Monate bis sie sich zurückgebildet haben.
Bullshit der Woche

Bullshit der Woche (89)

Hände hoch, wer hatte anfängliche Schmerzen beim Stillen?
 
Meinst du, du hättest mit den anfänglichen Andockschmerz dauerhaft stillen können?
 
Genau, ich denke eher nicht!
 
Tatsächlich sind Schmerzen der häufigste Grund, warum frühzeitig abgestillt wird. Der anfängliche Andockschmerz nach der Geburt ist normal, da die Brustwarzen sehr sensibel sind.
Dauerhaft sollte Stillen allerdings nicht schmerzhaft sein. Abstillen muss nicht der erste Schritt sein.
Wenn du schmerzen hast, gehe am besten mit einer Stillberatung der Ursache nach.
 
Ursachen können sein:
 
• Ungünstige Anlegetechnik
• Verkürztes Lippen- und/ oder Zungenband
• Hoher Gaumen
• Blockaden oder Verspannung
• Soor bzw. Pilzinfektion
• Vasospasmus
• Milchbläschen oder Abzess
• Milchstau oder Mastitis
Tipps und Infos

Nährstoffe über die Muttermilch und Formularnahrung

Formularnahrung ist standardisiert und es sind alle wichtigen Nährstoffe enthalten, die dein Kind bis zum abgewöhnen benötigt.
 
Aber wie ist es mit der Muttermilch?
 
Wenn du dich gesund und ausgewogen ernährst, wird dein Baby auch mit allem versorgt was es benötigt.
Es gibt einige Nährstoffe (Eisen, Kalzium und einige Vitamine), wo ein Mehrbedarf in der Stillzeit besteht, die du aber mit einer ausgewogenen Ernährung abdecken kannst.
Ausnahme hier ist allerdings Jod.
Da wird in der Stillzeit das supplemtieren von 100 μg pro Tag empfohlen.
Du bist dir unsicher wegen der Ernährung, dann schaue dir einmal die D-A-CH-Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr an.
Sie sind die Basis für die praktische Umsetzung einer ausgewogenen Ernährung.
 
Du lebst vegetarisch oder vegan?
 
Auch hier ist eine vielfältige und abwechslungsreiche Ernährung ausschlaggebend, damit dein Kind in der Stillzeit optimal versorgt ist.
Viele Fachgesellschaft raten allerdings immer von einer veganen Ernährungsweise ab. Sicher ist, wenn du dich vegan ernährst, daß die Einnahme von Vitamin-B12-Präparaten unerlässlich ist.
Bullshit der Woche

Bullshit der Woche (86)

Ich würde eher sagen, die Rolle der Zunge und die Auswirkungen eines verkürzten Zungenbandes werden total unterschätzt.
 
Damit das Stillen optimal klappt und deine Brustwarzen nicht ständig wund sind, spielt die Zunge eine sehr wichtige Rolle.
 
Denn diese sollte sich über die Kauleiste bis zur Unterlippe vorschieben und dann eine „Mulde“ bilden, worin die Brustwarze liegt.
Durch die auf-und ab Bewegungen des Unterkiefers, sowie der Zunge entsteht das Vakkum, das die Brustwarze weiter in den Mund zieht.
Durch die Wellenbewegungen der Zunge wird dann die Milch oder auch später die Beikost nach hinten zum Schlucken transportiert.
 
Du sieht, auch wenn es nur ein grober und kleiner Einblick ist, wie unglaublich wichtig die Zunge beim Stillen ist.
Bullshit der Woche

Bullshit der Woche (85)

Mich würde interessieren, ob derjenige, der das behauptet, überhaupt weiß, wie Sahne entsteht.

Weißt du es?

Ich mag es mal erklären, denn dann ist auch verständlich, warum aus Muttermilch in der Brust keine Sahne werden kann.
Sahne ist eine Emulsion (also ein Gemisch aus nicht mischbaren Flüssigkeiten) aus Milchfett und Wasser.
Die Sahne, oder auch Rahm, entsteht wenn Rohmilch einfach nur stehen gelassen wird bis das Fett an die Oberfläche der Milch steigt.
Wer Muttermilch schon einmal in einem Becher/ Glas stehen gelassen hat, konnte auch sehen, wie das Fett sich oben ablagert.
Das heißt also, so lange Bewegung im Spiel ist kann sich das Fett nicht ablagern und es entsteht keine Sahne.
Blog

Hallo Weltstillwoche 2020

Denkst du dir auch gerade: „Hä? Die war doch erst?!“
 
Ich geben dir recht, die eigentliche Weltstillwoche ist vom 01.08. bis 07.08.
Im deutschsprachigen Raum gibt es aber auch die Weltstillwoche in der 40. Kalenderwoche.
 
Fällt dir da was auf?
 
Genau, auch eine Schwangerschaft verläuft ca. 40 Wochen.
 
Ich bin jetzt allerdings völlig abgeschweift…
 
Kaum zu glauben, bevor ich meine Kinder bekommen habe und den Elfen sogar über 2 Jahre gestillt habe fand ich stillen über einen so „langen“ Zeitraum befremdlich. Aber warum? Weil ich kaum Vorbilder hatte oder Frauen kannte die wirklich stillten. Vorallem nicht in der Öffentlichkeit.
Stillen ist natürlich und normal. Dennoch löst es bei den meisten Frauen totalen Stress und Druck aus.
Genau wie bei mir fehlen da oft die Vorbilder.
Und genau deswegen ist die Weltstillwoche wichtig, sie soll Mut machen und Sicherheit geben.
Je mehr Wissen du erhältst, desto sicherer und erfolgreicher wirst du stillen. Denn tatsächlich ist es so, dass die meisten Stillprobleme unserer Gesellschaft geschuldet sind.
Solltest du dennoch Probleme oder Unsicherheiten haben, suche dir eine qualifizierte Stillberatung.
Danke nochmal anfür die wunderschöne Arbeit ♥️
 
 
 
 
 
 
Bullshit der Woche

Bullshit der Woche (84)

Aktuell ein Werbeslogan der mir immer wieder gezeigt wird und auch viele von euch haben mir die Produktwerbung zugeschickt.

Ich kann das so als Werbeversprechen nicht einfach stehen lassen, denn die Einnahme allein von Galaktagoga (Milchbildungsfördernde Nahrungsergänzungsmittel, Lebensmittel oder Medikamente) steigert nicht die Milchbildung!

Solche beworbenen Galaktoggas sollten immer in Begleitung einer zertifizierten Stillberaterin eingenommen werden – wenn sie überhaupt nötig sind.
Denn viel zu wichtig ist eine gute Anamnese, ein gut laufendes Stillmanagement und die Sicherheit der Mutter, dass einige natürliche Vorgänge, wie z.b. Clusternphasen oder auch mit der Zeit weichere Brüste, völlig normal sind.
Du hast das Gefühl, dass du zu wenig Milch hast, dann investiere das Geld erst einmal in eine Stillberatung, bevor du dir irgendwelche Medikamente, NEM usw., kaufst.

 

Bullshit der Woche

Bullshit der Woche (83)

Rums. Das sitzt.
Du als Mutter machst es wieder mal falsch…
 
du gehst auf die Bedürfnisse deines Kindes ein, hast dich gut belesen und weißt, dass das Stillen über den 1. Geburtstag hinaus völlig normal ist. Du machst dir Gedanken, weil dein Kind immer noch nicht so gut isst und dann bekommst du sowas an den Kopf geknallt.
 
Wenn jemand persönlich nicht so „lange“ stillen mag – wobei, wer definiert lange?! 🤔
 
Wie lange gestillt wird entscheiden nur 2 Menschen: du als Mutter und dein Kind.
 
Ich schweife ab… wieder zurück!
 
Wenn eine Mutter persönlich nicht so lange stillen mag, muss sie nicht verurteilt werden und wenn dann Probleme sind, wird das Stillen nicht immer der Grund für alles sein.
Wenn es Probleme mit dem Essen gibt, dass z.b. über den 1. Geburtstag hinaus sehr wenig gegessen wird, ist Stillen definitiv nicht der Grund dafür.
Die Essmenge kann völlig normal und für den Bedarf des Kindes ausreichen, passt allerdings einfach nicht mit den Vorstellungen der Eltern, Erzieher, Ärzten, etc. überein oder es liegen anatomische „Probleme“ vor, z.B. Blockaden, orale Resektionen oder Nährstoffmangel.
Das dem Stillen in die Schuhe zu schieben, ohne weitere Vorgeschichte (Anamnese) oder Untersuchungen zu machen, ist schlichtweg falsch und sogar gefährlich.
 
Blog

Säuglinge kommt von säugen

Wir Menschen gehören zu der Gattung der Säugetiere, das kennzeichnende Merkmal ist, dass wir unsere Babys mit Muttermilch ernähren.
 
Im ersten Lebensjahr werden Babys seit dem 8. Jahrhundert Säuglinge genannt. Dieser Name ist abgeleitet von dem Wort „saugen“. Durch instinktive Reflexe, wie dem Such- und Saugreflex, ist erkennbar welche die natürlichste Ernährung ist: die Muttermilch aus der Brust. Diese Reflexe ermöglichen Kindern auch das Trinken der Formularnahrung aus der Flasche, wenn nicht gestillt wird.
 
Mit zunehmendem Alter und Entwicklung kommt dann mit ca. 6 Monaten die Beikost ergänzend zur Muttermilch oder Formularnahrung dazu. Die Beikost ist, wie der der Name sagt, eine Beigabe zur Muttermilch/ Pre und sollte diese, wegen des hohen Bedarfs an Kalorien und Nährstoffen, nicht ersetzen.
 
Zu Gunsten der festen Nahrung wird dein Kind die Muttermilch/Pre auf natürliche Art und Weise mit spätestens 1 Jahr selbst in seinem individuellen Tempo reduzieren.
 
Dabei sollten wir aber auch immer bedenken, dass das natürliche Abstillalter zwischen 2 und 7 Jahren liegt.
 
Ohne jemandem zu nahe zu treten oder anzugreifen zu wollen, sollten wir uns das auch bewusst machen, dass kein Kind sich selbst vor dem 2. Geburtstag von der Brust oder Flasche entwöhnen würde.
 
Bewusst oder unbewusst, wird da ein frühzeitiges abstillen oder entwöhnen der Flasche durch die Eltern beeinflusst.
Der Grund dafür können z.b. das frühe Ersetzen der Milchmahlzeiten (meist bei der Breigabe),
Fehlinterpretation von Entwicklungsphasen (z.b. Umwelt ist Interessant und es wird weniger gestillt) oder auch die Schnullergabe sein.