Alternativen zum Haushaltzucker

In dem Beitrag über die Energiequellen habe ich bereits über die Kohlenhydrate und Zucker berichtet.

Wie ich ja schon geschrieben hab, befindet sich Zucker in Form von hochkonzentrierter Fructose in vielen industriellen Lebensmitteln. Daher überschreiten wir beinahe täglich die empfohlene Tagesmenge (max. 5% Zucker, der benötigen Kohlenhydrate).
Daher möchte ich euch heute gerne Alternativen zum Hauhaltszucker aufzeigen und dessen Vor- und Nachteile.

1. Honig

Honig wird mit Hilfe von Honigbienen aus dem Nektar von Blüten gewonnen. Er ist nicht nur ein süßes Lebensmittel, sondern steckt auch voll mit wichtigen und natürlichen Inhaltstoffen (Aminosäuren, Vitamine, Mineralstoffe, Enzyme, organische Säuren und Pflanzenstoffe) – bei sehr hochwertigem Honig können es bis zu ca. 250 verschiedene Inhaltsstoffe sein. Durchschnittlich besteht ein Honig aus ca. 40 % Fructose und 30% Glukose.
Allerdings hat er einen starken Eigengeschmack und somit nicht Jedermanns Geschmack. Außerdem ist Honig ein rohes tierisches Produkt und kann Spuren von dem Bakterium „Clostridium Botulinum“ enthalten, das bei Säuglingen und Kleinkinder den seltenen, aber meist tödlichen Botulismus verursacht.
Der  deutscher Honigverband empfiehlt nur im 1. Lebensjahr gänzlich darauf zu verzichten.
Die Sporen überleben die normale Magensäure nicht, der pH im Magen eines Säuglings ist allerdings noch höher und sinkt erst mit zunehmender Beikost. Ist nicht genug Magensäure vorhanden können die Sporen weiter in den Darm gelangen wo sie auskeimen und das gefährliche Toxin bilden. Da aber die meisten Kinder mit 1 Jahr immer noch mehr Mumi/ Pre als Beikost bekommen, wird sogar empfohlen bis zum 4. Lebensjahr drauf zu verzichten.

2. getrocknetes Obst

Eine gute Alternative mit mehr oder weniger ausgeprägtem Eigengeschmack. Datteln sind dabei am neutralsten und lassen sich auch super zu einem Sirup verarbeiten. Trockenfrüchte enthalten viele Vitamine und Ballaststoffe. Durchschnittlich enthalten Trockenfrüchte (Datteln, Rosinen, Feigen und Pflaumen) ca. 23% Fructose und ca. 25% Glukose.

3. Xylit (Birkenzucker)

Xylit wird aus der Rinde bestimmter Holzarten z.B. finnischer Buche oder Birke, einigen Gemüse- und Obstsorten Blumenkohl, Pflaumen, Himbeeren und Erdbeeren gewonnen. Aber auch aus (Gen-) Mais bzw. aus den Abfällen. Daher ist es wichtig auf die Qualität zu achten. Xylit hat die gleiche Süßkraft wie Zucker.
Wegen des positiven Effekts auf die Zahnmineralisierung findet man Xylit in Zahnpasta und Kaugummis.
Zusätzlich hat es eine kühlende Wirkung. Beim Backen kann die Triebeigenschaft z.B. Hefe nicht aktiviert werden. Bei größeren Mengen kann es im Gebäck auch unangenehm scharf schmecken.
Anfänglich kann es zu Durchfall und Blähungen führen und bei übermäßigem Genuss wirkt Xylit abführend, weswegen am Tag für Erwachsene max. 150g und für Kinder max. 40g empfohlen werden. Für Hunde wirkt es toxisch!

4. Reissirup

Hat ca. 30% wenigere Süßkraft als Zucker. Er enthält keine Fructose, dafür enthält er ca. 20% langkettigen Mehrfachzucker.
Reissirup schmeckt leicht nussig und hat eine leichte Karamellnote.

5. Agavendicksaft/ Agavensirup

Wird aus verschiedenen Arten der Agaven aus Mexiko hergestellt und besteht zu fast 100% aus Fructose. Er schmeckt neutral und nur leicht süß und hat fast eine 1,5 fache stärkere Süßkraft als Zucker.
Die Agave selbst ist Heilpflanze. Aber leider sind die wichtigen Mineralstoffe und Vitamine im Agavendicksaft nicht enthalten.

6. Banane

Je reifer Bananen sind, desto mehr Zucker enthalten sie. Daher sind überreife Bananen super zum backen geeignet, wenn man den Eigengeschmack mag.
Sie enthalten Kalium und Magnesium das wichtig für den Wasser-Elektrolythaushalt des Körpers ist.

7. Süßstoff

Süßstoffe werden synthetisch oder natürlich hergestellt. Sie haben eine stärkere Süßkraft als Haushaltszucker. Süßstoffe stehen schon seit den 60iger in Verdacht, dass sie Krebs verursachen. Einige steigern, ohne das Glucose zugeführt wird, die Insulinausschüttung, weswegen es Heißhunger auslöst und somit Übergewicht fördert.

Hier einige Beispiele: Acesulfam K (E950), Aspartam (E951), Cyclamat (E952), Saccharin (E954), Steviolglycoside (E960), Sucralose (E955), Thaumatin (E957), Neohesperidin DC (E959), Aspartam-Acesulfamsalz (E962)

 

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