Studie zur postpartale Depression

Ein sehr wichtiges Thema, das enttabuisiert gehört!
Ich selbst hatte und habe postpartale  Depressionen. Sie würde bei mir zu spät diagnostiziert und behandelt, nämlich erst 1 Jahr nach der Geburt meines Sohnes.

Nach all dem was ich privat, durch meinen erlernten Beruf als Rettungsassistentin und meiner ehrenamtlichen Tätigkeit gesehen und erlernt haben, hätte niemals gedacht das die Geburt meiner Kindes, was ja eigentlich das schönste im Leben einer Frau sein sollte, mich so aus Bahn wirft.
Bis ich selbst oder auch meine nähere Umgebung festgestellt habt, das irgendwas nicht stimmt hat es sehr lange gedauert.
Sprüche wie
„stell dich so an, da mussten wir alle durch“, „wie haben die das früher nur alles noch neben der Feldarbeit geschafft“,
„Mutter sein ist nun mal kein Zuckerschlecken“ usw. haben mich selbst nicht sehen lassen, was mit mir geschieht.
Ich habe mich selbst für meine Gedanken und verhalten gehasst. Ich habe viel geweint, war aggressiv und ständig unzufrieden.
Was die ganze Situation mit einem Schreikind nicht gerade leichter machten.
Auch meine Beziehung hat darunter gelitten, mehrfach stand Trennung im Raum!
Möchte gar nicht wissen, wie es in dieser Zeit in meinem Partner aussah…

Dennoch habe ich es mit seiner Hilfe geschafft! Mir geht es die meiste Zeit gut, sehr selten habe ich noch mit depressiven Phasen zu kämpfen und ich kenne meine eigenen Warnsignale, so dass ich mir mal Pause gönne! Auch vom Mama sein…

Überlegt euch selbst, ob ihr an der Studie teilnehmt.

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Posted by Katharina Hartmann on Donnerstag, 13. Juli 2017