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Bullshit der Woche

Bullshit der Woche

Bullshit der Woche (58)

Aktuell DAS Thema.
Aber auch in Zeiten, wo nicht der Coronavirus unsere Leben beeinflusst, habe ich diese Aussage schon in Bezug auf eine Erkältung, Magen-Darm-Erkrankung etc. gehört und gelesen. Noch bevor die Symptome bei euch als Mama auftreten, tragt ihr die Infektion schon in euch. Somit ist eurer Baby dem bereits ausgesetzt, aber auch Muttermilch verändert ihre Zusammensetzung und die wichtigen Abwehrstoffe bekommen eure Kinder gleich mit. Somit hat Stillen und Krankheit viele Vorteile für euer Kind und euch! Bei den meisten Infektionskrankheiten, kannst ihr euer Kind ohne Einschränkungen weiter stillen. Bei ernsthaften Infektionskrankheiten kontaktiert bitte einen fachkundigen Arzt und eine Still- und Laktationsberaterin IBCLC Zum Coronavirus und Stillen (in der ersten Tagen) empfiehlt das Europäische Institut für Stillen und Laktation folgendes: „Bisher sind keine Fälle beschrieben, in denen der Erreger in Muttermilch gefunden wurde, eine Übertragung durch das Stillen ist daher unwahrscheinlich. Die Übertragung erfolgt typischerweise über Mund/ Nase und Augen sowie Stuhl/ Urin. Eine stillende Mutter, die als Verdachtsfall gilt oder bestätigt mit COVID-19 infiziert ist, sollte Maßnahmen treffen, um eine Übertragung auf ihr Kind zu vermeiden, ohne das Stillen zu beenden. Dazu gehört: • gründliches Händewaschen/ Desinfizieren vor dem Stillen • Tragen eines geeigneten Mundschutzes Ein Weiterstillen ist möglich. Sofern sich die Mutter nicht dazu in der Lage fühlt, kann sie Muttermilch abpumpen und diese kann durch eine gesunde Betreuungsperson ohne Einschränkung verfüttert werden. Wenn die Mutter Milch abpumpt, ist auf intensive Handhygiene zu achten, Gefäße und Pump-Sets sollten nach jedem Gebrauch sterilisiert werden.“
Bullshit der Woche

Bullshit der Woche (57)

Passend zum Thema Eiweiß habe ich mal das aufgegriffen, was in vielen Rezepten für Säuglinge zu finden ist. Sehr sehr häufig wird da nur das Eigelb verwendet, weil das Eiklar, oder auch Eiweiß, mehr Eiweiß enthalten soll. Eigentlich logisch Eiweiß = mehr Eiweiß. Ist aber Falsch. Eidotter/ Eigelb enthält 1,5-mal so viel wie das Eiklar/ Eiweiß. Aber darf dein Baby Ei essen? Ja. In Maßen ist Ei ab Beikostreife kein Problem. In Maßen bedeutet 1-2 Eier pro Woche. Dabei sind verarbeitete Eier in Nudeln oder Gebäck aber schon einkalkuliert.
Bullshit der Woche

Bullshit der Woche (56)

Ich musste wirklich sehr schmunzeln, als ich das gehört habe. Mir schoss sofort ein Bild in den Kopf von Darmzotten die aussehen, wie gemeine Schlingpflanzen aus denen Fängen die Körner sich nicht mehr befreien konnten…. Meine Phantasie ging da ein wenig mit mir durch: Zurück zum Thema.  Es ist richtig, dass rohes, unverarbeitetes Getreide bei Säuglingen und Kleinkindern Blähungen, Bauchschmerzen und Verstopfungen verursachen können. Allerdings ist beim Vollkorn- Mischbrot das Getreide nicht mehr roh!  Vollkorn-Mischbrot sollte aufgrund der Ballaststoffe und der Verarbeitung immer einem Weißbrot vorgezogen werden.
Bullshit der Woche

Bullshit der Woche (55)

Ich finde dieses Bullshit der Woche so passen, da Familienkurse und Begleitung – BeziehungsweiseLiebe erst in ihrer Story das Thema Honig aufgegriffen hatte und mich um meine Meinung gebeten hatte. Es ist natürlich Quatsch, dass dein Baby stirbt, wenn du Honig isst. In der Stillzeit sollte die Ernährung gesund und ausgewogen sein und da gibt es keinerlei Einschränkungen. An sich gibt es viele unterschiedliche Altersangaben, wann Kinder selbst Honig essen dürfen. Woran liegt das? Laut dem deutschen Honigverband ist Honig ab 1 Jahr unbedenklich. Ich habe selbst mit denen telefoniert, ihre Empfehlung basiert allerdings darauf, dass im 1. LJ Milchmahlzeiten durch Brei ersetzt werden – was ja nun nicht passieren soll. Genau gekommen ist Honig ein rohes tierisches Produkt, diese sollen laut dem BfR nicht vor dem 5. LJ gegeben werden. Aha – darum die unterschiedlichsten Altersangaben! . Es kann kein Alter genannt werden, da es davon abhängig ist, wieviel Beikost es gibt. Mit zunehmender Beikost verändert sich der Säuregehalt der Magensäure und somit kann das Bakterium (weswegen Honig ja so gefährlich ist) nicht mehr schädigt. Solange es also mehr Milch als feste Nahrung gibt, sollte es auch noch keinen Honig geben.
Bullshit der Woche

Bullshit der Woche (53)

Mit Babys sind oft Kinder im 1. Lebensjahr gemeint. Somit ist die Rede von Säuglingen. Wie der Name bereits beinhaltet kommt „Säuglinge“ von „säugen“. Wir gehören zu der Gattung der Säugetiere, daher ist es ein natürlicher Instinkt, dass alle Kinder nach der Geburt nach der Brustwarze suchen. Diese ist auch bestens darauf vorbereitet gefunden zu werden. Denn bereits während der Schwangerschaft bereit sich der Körper auf das Stillen vor. Besonders die Brustwarzen werden dunkler und sensibler. Sie hat einen ganz individuellen Geruch und, wer das Breastcreawlen einmal beobachtet hat, konnte deutlich sehen, dass die Kinder auf der Suche nach der Brustwarze immer wieder ihre Hände zum Mund führen. Sie kontrollieren so, ob sie auf dem richtigen Weg zur lebensnotwendigen Nahrungsquelle. Säuglinge handeln nach Uralten Instinkten, die in der Steinzeit geprägt wurden. Dass ein Säugling also nicht gestillt werden möchte, gibt es nicht. Rein aus dem natürlichen Instinkt würde es den sicheren Tod für die Kinder bedeuten. Was aber tatsächlich sein kann, dass ein Säugling Probleme beim Stillen hat. Stillen ist ein Lernprozess für Mutter und Kind. Klappt es dann nicht auf Anhieb, wird dann relativ schnell gesagt: „du kannst nicht stillen“ oder „das Baby wollte nicht stillen“ und somit dann zur Formularmilch geraten.
Bullshit der Woche, Tipps und Infos

Bullshit der Woche (52)

Ich frage mich, wie sonst einst die Wikinger, vor über 1000 Jahren, jemals solch eine erfolgreiche Kriegsmacht in Europa werden konnten, oder wie es möglich ist, dass in den skandinavischen Ländern, wo bekanntlich viele blonde und rothaarige Menschen leben, über 98 Prozent der Mütter stillen? Tatsächlich ist der Grund für die ungewöhnliche Haarfarbe eine Mutation in dem Protein MC1R. Dieses bestimmt welche Pigmente, also Farbstoffe, gebildet werden. Die helle Haut ist zwar empfindlicher, was die Sonneneinstrahlung betrifft, aber sie ist nicht dünner oder anders aufgebaut, so dass hellblonde oder rothaarige Frauen anfälliger für wunde Brustwarzen sein könnten. Meine persönliche Theorie ist, dass dieser Mythos darauf basiert, dass Rothaarigen ein anderes Schmerzempfinden haben sollen. Tatsächlich haben Forscher mittlerweile herausgefunden, dass Rothaarige auf Temperaturreize sehr sensibel reagieren, dafür allerdings Drücken, Piksen und Schaben gelassener hinnehmen. Auch interessant (stammt aus der Zeit, in der ich im Rettungsdienst gearbeitet habe): auf ein bestimmtes Schmerzmittel, ein Morphin, reagieren Rothaarige sensibler und sie sollen bis zu 20% mehr Narkosemittel benötigen. Haben wir rothaarige Leser? Mögt ihr mal von eurer Stillbeziehung berichten?
Bullshit der Woche

Bullshit der Woche (50)

Häufiges Spucken und/ häufiger Stuhlgang kann vielerlei Ursachen haben.  Häufiges Spucken kann normal sein, weil die Magenklappe noch etwas zu klein ist. Was sich aber mit der Zeit verwächst.  Es können zu wenige, aber dafür viel zu große Mahlzeiten sein, eher häufig bei Flaschenkindern.  Es kann aber auch eine Unverträglichkeit sein.  Genau so kann es auch beim häufigen Stuhlgang normal sein, gerade bei Stillkindern ist das möglich. Aber es kann auch der Hinweis auf eine Unverträglichkeit oder anderen Problemen mit dem Darm sein. Beikost in jeglicher Form hat Auswirkungen auf den Stuhlgang und lässt ihn etwas fester werden, aber dennoch ist es nicht ratsam, deshalb mit Beikost zu starten, wenn das Kind häufig spuckt oder Stuhlgang hat. Der Start kann es augenscheinlich besser werden lassen, aber es kann auch langfristig Probleme mit sich bringen, wenn die Beikostreifezeichen nicht erfüllt sind und die Ursachen nicht abgeklärt sind.
Bullshit der Woche

Bullshit der Woche (49)

Dass in den ersten Tagen das Stillen beim ersten Anlegen weh tut ist normal – richtig. Das liegt daran, dass die Mamillen sehr sensibel sind und sie etwas Zeit benötigen, sich dran zu gewöhnen. Dauerhafte Schmerzen sind nicht normal. Es ist auch mit einer der häufigste Grund, warum verfrüht mit dem Stillen wieder aufgehört wird. Der dauerhafte Schmerz kann verschiedene Ursache haben – häufigste Grund ist aber die falsche Anlage und das ist vermeidbar. Quäl dich also nicht mit dauerhaften Schmerzen, such dir eine qualifizierte Stillberaterin, die dir in Ruhe alles zeigt.
Bullshit der Woche

Bullshit der Woche (48)

Mit der Zahnbürste, oder einer Nagelbürste, abbürsten, oder tägliche mit Zitrone massieren, diese und viele andere solcher Methoden zur Abhärtung kursieren im Netz. Diese Empfehlungen zur Abhärtung der Brust und der Mamille für das Stillen sind nicht nur schmerzhaft, sondern auch völlig überflüssig. Die meisten Tipps schädigen mehr, als dass sie positive Auswirkungen auf das Stillen haben. Die natürliche Schutzschicht der Haut wird dabei oftmals zerstört und einige Methoden können sogar zu Mikroverletzungen auf den Mamillen führen. Aber was kannst du zur Vorbereitung auf deine Stillzeit tun? An der Brust zählt: weniger ist mehr. Ansonsten kannst du einen Stillvorbereitungskurs besuchen oder dich bei einem Einzelgespräch mit einer qualifizierten Stillberaterin informieren.