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Bullshit der Woche

Bullshit der Woche

Bullshit der Woche (73)

Ob jemand Kuhmilch konsumiert oder seinem Kind anbieten möchte, ist ja jedem selbst überlassen.

Aber bei dem Konsum sollte schon einiges beachtet werden. Gerade bei Säuglingen, kann es bei der zu frühen und übermäßigen Gabe von Fremdeiweiß u.a. zur schlechteren Eisenaufnahme (-> folge Eisenmangel) kommen und im schlimmsten Fall zu Schädigungen an den Nieren.

Kuhmilch ist kein geeigneter Ersatz zur Muttermilch oder Pre, schon gar nicht mit
4. Monaten, wenn die Beikostreife nicht gegeben ist.

Auch ist die tägliche Zufuhr von 300ml viel zu viel. Es kann ab dem 6. Monat maximal 200ml verarbeitet im Brei oder in der Familienkost angeboten werden

Bullshit der Woche

Bullshit der Woche (72)

Ich bin kein Fan von solch Dogmatischen Angaben.
Sie lösen unglaublich viel Streß aus. In den Foren kommt es unter den Müttern wegen diesen ganzen Altersangaben zu sehr ausufernden, respektlosen und beleidigenden Diskussionen.

Ja, natürlich empfiehlt die WHO 6 Monaten (180 Tage) ausschließlich zu stillen oder geeignete Formularnahrung (Pre) zu geben. Die verschiedensten Fachgesellschaften in Deutschland hingegen empfehlen einen Start zwischen dem 5. und 7 Monat.
Tja und was genau heißt das dann?
Wenn das Kind im 5 Monat ist oder wenn es 5 Monate alt ist? Die nächste Verwirrung….

Bei einem sind allerdings alle einig: Die Beikostreifezeichen müssen erfüllt sein.

Toll und da gibt es auch wieder viele verschiedene Aussagen und Auslegungen.

Fakt ist. Es gibt nur 3 richtige Reifezeichen (auch ich habe mehr auf meinen Bildern, weil ich diese 3 Reifezeichen noch genauer auseinander genommen habe) und diese 3 Reifezeichen können physiologisch erst um den 6 Monate erfüllt sein. Nein, es gibt da keine Ausnahmen mit 3, 4 oder 4,5 Monaten. Es ist von körperlichen Entwicklung absolut nicht möglich!

Du musst also nicht zwingend ausschließlich 6 Monate stillen, wenn dein Kind bereits mit 5,5 Monaten die Reifezeichen erfüllt, dann lass es starten.

Was ich sagen möchte: Achte auf dein Kind und die individuelle Entwicklung

In meinem Workshop und meinem E-Book, zeige ich dir die wichtigen Dinge, die für alle Wege der respektvollen Beikosteinführung entscheidend sind.

 
Bullshit der Woche

Bullshit der Woche (71)

Ich persönlich mag den Begriff Milcheinschuss gar nicht, er ist irreführend.

Denn die Milch schießt dann nicht erst in die Brust ein. Es ist eine Brustdrüsenschwellung, durch Lymphflüssigkeit.
Es ist ein physiologischer Prozess, der durch die Geburt und die Hormonumstellung passiert.
Daher kann er auch nicht mit äußerer Einwirkung, durch einen BH, beeinflusst werden.

Damit es nicht zu schmerzhaft wird, kannst du entgegenwirken ,in dem Du dein Kind so oft wie möglich anlegst.
Heißt 8-12 mal in 24 Stunden und Bonding hilft ungemein.

Du hast schon Schmerzen und deine Brust ist sehr prall?

Dann kannst du mit einer RPS Methode nachhelfen. Diese Methode kann dir eine zertifizierte Stillberatung zeigen. Zusätzlich kann kühlen helfen. Vor allem ist aber die korrekte Anlage das A und O.

Bullshit der Woche

Bullshit der Woche (68)

Ich habe das gelesen unter meinem Beitrag zum Thema „Richtigen Zubereiten von Flaschennahrung“ gelesen und musste es noch einmal aufgreifen.

In die Flasche gehört nichts außer Wasser und Milchpulver (optimal nur mit der Bezeichnung Pre oder Pre HA).

KEIN Tee
KEINE Getreideflocken
KEIN Gemüse- oder Obstbrei
KEIN SAFT
und schon gar nicht Fruchtzwerge, Joghurt oder sonst was.

Dein Kind ist optimal versorgt, wenn du die Formularnahrung (Pre, Pre HA) nach Herstellerangaben anrührst und nach Bedarf fütterst.

Sobald dein Kind dann Beikostreif ist, kannst du ergänzend Brei vom Löffel, geeignetes Fingerfood oder Familienkost anbieten.

Bei Brei, Saft, Joghurt etc., aus der Flasche, wird der erste Schritt der Verdauung (kauen und einspeicheln) übergangen. Der Magen muss dann mehr arbeiten und nicht selten kommt es dann zu Bauchweh.
Zusätzlich kommt es schneller zur Überfütterung, zum sogenannten Fresskoma, und durch die oftmals noch gar nicht vorhandenen Beikostreife zu einer völligen Überlastung des Magen-Darm-Traktes.

Bullshit der Woche

Bullshit der Woche (67)

Vorab:
Ich möchte keine Hetze gegen Hebammen! Ich möchte allerdings noch einmal sensibilisieren, dass „Stillberaterin“ kein geschützter Begriff ist und jeder sich so nennen darf, daher achtet darauf, dass die Stillberatung zertifiziert ist. Auch ist immer interessant, wann die letzte Schulung stattgefunden hat.

Grundsätzlich befinden sich die Kinder um den 4 Monaten in einem enormen Entwicklungsschub. Endlich ist die Welt auch nicht mehr verschwommen, die Kleinen können scharf sehen und üben fixieren. Das familiäre Zusammensein beim Essen ist da natürlich sehr interessant. In Ruhe Essen? Ist dann kaum möglich
Es ist EIN Schritt von Vielen zur Beikostreife, das alleine ist aber nicht das Anzeichen für den Beikoststart.
Für den Beginn ist es wichtig, dass alle Reifezeichen erfüllt sind. Die Fachgesellschaften empfehlen einen Start zwischen dem 5. und 7. Monat, die WHO empfiehlt 180 Tage voll zu stillen oder alternativ die Gabe von Pre Nahrung. Allerdings erwähnen alle, dass das Erfüllen der Reifezeichen essenziell.

Bullshit der Woche

Bullshit der Woche (66)

Wenn du in der Schwangerschaft stillst, schädigst du weder deinem Baby im Bauch noch dem Kind das noch gestillt wird.

Hormonbedingt kann es lediglich dazu kommen, das es dir als Mutter etwas unangenehm wird, weil die Brustwarzen wieder sensibler sind. Je nach Alter deines Kindes kannst du es ihm erklären und die Frequenzen und die Dauer der Stillmahlzeit reduzieren.
Auch kann es passieren das du etwas weniger Milch hast und das der sich der Geschmack der Muttermilch verändert, das liegt daran, dass sich die Zusammensetzung wieder dem Kolostrum anpasst.

Solltest du eine Neigung zu Früh- und Fehlgeburten haben wird empfohlen abzustillen. Da empfehle ich dir individuell mit deinem Frauenarzt und einer IBCLC Stillberaterin zu sprechen.

Bullshit der Woche

Bullshit der Woche (65)

Es gibt immer wieder Phasen, wo dein Kind wieder viel , öfter stillen möchte, um wieder mehr Milch zu bestellen. Das heißt aber nicht, das deine Milch nicht mehr ausreicht. Im Laufe der Zeit verändert sich die Muttermilch und damit auch ihre Zusammensetzung. 

Sie verliert aber nicht an Nährstoffen, sondern passt sich immer wieder den aktuellen Bedürfnissen deines Baby an. 

Also, wenn dein Kind mehr Stillen möchte oder ihr einfach schon über z.B. 6 Monate stillt, muss keine Flasche gegeben werden. 

Bullshit der Woche

Bullshit der Woche (64)

Ganz klar, stillen ist das Beste für Mutter und Kind. In meiner Arbeit, als Stillberaterin und Fachberaterin, ist es ein großes Anliegen, das Stillen zu fördern. Aber es ist nicht Teil meiner Arbeit, mit erhobenen Finger Mütter schlecht zu machen, die nicht stillen „können“ oder sich nach guter Information gegen das Stillen entschieden haben.

Mir ist es wichtig, dich als Mutter in deinem Weg zu unterstützen und zu begleiten. Du als Mutter brauchst einfach eine individuelle Anleitung und Begleitung nach der Geburt, diese ist aber oft nicht gegeben, so dass frühzeitig abgestillt wird und es später dann heißt : „Ich konnte nicht stillen“.
Es gibt in der Tat nur wenige Frauen, 2% der Weltbevölkerung, die nicht stillen können, aber auch, wenn du es einfach nicht willst, bist du keine schlechte Mutter.

Mein Rat, informiere dich bereits in der Schwangerschaft über das Thema Stillen und was dir deinen persönlichen Start erleichtern kann – egal für welchen Weg du dich entscheidest.

Bullshit der Woche

Bullshit der Woche (63)

Ein Satz der Mütter, die gerade nach Geburt hormonbedingt sehr sensibel sind, völlig fertig macht.

Brustwarzen können nicht zu klein, groß oder eine zu komische Form zum Stillen haben!
Auch mit sogenannten Schlupf- oder Hohlwarzen kann gestillt werden.
Die Natur hat nicht vorgesehen, dass wir alle die identischen Brüste und Brustwarzen haben. Wäre es nicht möglich mit den verschiedensten Brüsten zu stillen, dann hätte im Laufe der Zeit die Natur längst dafür gesorgt, dass Frauen diese nicht mehr hätten.
Es kann sein, dass du, und dein Kind, anfangs etwas Hilfe benötigst oder das du zu den 2% der Frauen, der gesamten Weltbevölkerung zählst, die nicht ausschließlich stillen können, aber es ist möglich zu stillen.

Ich möchte daher den wunderbaren Satz meiner Kollegin Gudrun von Stillberatung Duderstadt, die mir auch das tolle Bild zur Verfügung gestellt hat, noch einmal aufgreifen:

Stillfähigkeit ist keine Frage des Aussehens. Bleib ruhig und still dein Baby.

Ich möchte daher den wunderbaren Satz meiner Kollegin Gudrun von Stillberatung Duderstadt, die mir auch das tolle Bild zur Verfügung gestellt hat, noch einmal aufgreifen:

Stillfähigkeit ist keine Frage des Aussehens. Bleib ruhig und still dein Baby.

Bullshit der Woche

Bullshit der Woche (62)

Ich habe die letzten Tage sehr viele Nachrichten dazu erhalten. Die Quellen zu dieser Aussage, und auch die Studien sind mir bekannt. Studien findest du hier und hier. Ich habe mich deshalb ausführlich mit diesen Studien beschäftigt und mit Andrea Hemmelmayr ausgetauscht. Die Studien sagen aus, dass nicht gestillte Kinder, bzw. kurz gestillte Kinder, die dann ja logischerweise Formularnahrung (Pre-Nahrung) erhalten, ein bis zu 20 % höheres Risiko haben, an einer Leukämie zu erkranken. Das heißt aber nicht, und das steht auch nicht in den Studien, dass die Nahrung selbst Leukämie begünstigt. Sondern die fehlende Muttermilch ist der Grund, und somit die Immunfaktoren, die den Wachstum der bösartigen Zellen unterbindet, warum Leukämie Erkrankung begünstig ist. Die WHO empfiehlt, bis zum 2. Geburtstag zu stillen. Wenn du also nicht stillst oder frühzeitig abstillen möchtest, empfiehlt die WHO die gängige Familienkost mit Präferenzen zu tierischen Produkten, wobei auch da an die empfohlene Tagesmenge von max. 300ml Kuhmilch gedacht werden sollte. Sollte mehr Milch benötigt werden, was ja meist der Fall ist, wenn Muttermilch/ Pre im 1. Lebensjahr Hauptnahrungsquelle bleibt, dann kann auch weiterhin im 2. Lebensjahr, und darüber hinaus, Pre-Nahrung gegeben werden.