Erfahrungsberichte

Alexandra und die negativen Seiten der Beikost

Wir haben heute einen Gastbeitrag von unsere Leserin Alexandra, die mit ihrer Geschichte aufzeigen möchte, warum ein zu früher Start, das zu schnelle Einführen von Beikost und auch das Zwingen zum Essen, sich auf das ganze weitere Leben negativ auswirkt.

Über Ernährung denkt jeder anders, gerade bei Babys und Kleinkinder gehen die Meinungen sehr auseinander. Ich musste es leider auch am eigenen Leib erfahren, was Ernährung für Spätfolgen haben kann.
Mit 12 wochen hab ich Beikost in Form von Karotten-Fleisch-Brei bekommen, wie es halt früher üblich war. Ab dem 6. Monat gab es keine Milch mehr für mich, es gab kuhmilch. Da ich aber die Beikost meistens verweigert habe und davon bauchschmerzen hatte, gab es dann auch mit ca. 5 Monaten Familienkost ohne auf Salzgwhalt etc. zu achten.
Ich musste mitessen! Wenn ich nichts gegessen habe, wurde es stündlich neu versucht.
Ich landete immer wieder beim Arzt, da ich schon im Untergewicht schwankte und oft Magenbeschwerden hatte. Es wurde aber nichts weiter untersucht. Im Kindergarten, und in der Schule ging alles weiter Ich wurde zum Essen gezwungen, wenn man nicht aufgegessen hat wurde man bestraft, auch mit körperlicher Gewalt. Ich hatte immer mehr Beschwerden.
Ich hab kaum mehr etwas vertragen.

Mit 17 bin ich dann ins Krankenhaus gekommen mit Untergewicht und starken Magenkrämpfen. Festgestellt wurde eine starke Eisenmangelanämie und Herzgeräusch. Also musste alle paar Monate Eisentabletten zuführen.
Ein paar Jahre darauf wurde Morbus Basedow (eine Autoimmunkrankheit der Schilddrüse) diagnostiziert und muss bis heute Tabletten nehmen und engmaschig zur Kontrolle.
Magen und Darmbeschwerden begleiten mich mein ganzes Leben schon, mittlerweile ist es für mich normal und gehört zu mir. Heute mit 23 bin ich immer noch in Behandlung und mein Arzt kennt meine ganze Krankengeschichte von anfang an und es ist alles auf das falsche Einführen der Beikost und die falsche Ernährung zurück zu führen.
Die Symptome (Verstopfung, mal Durchfall, blutiger Stuhl, starke Magenkrämpfe, Völlegefühl) waren immer schon da, nur richtig ernstgenommen wurde es nie, schon im Babyalter nicht..
Und ich bin mir sicher, dass ich nicht die Einzige bin.

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